...ist in Deutschland nicht möglich. Als ich neulich durch meine Stammblogs gesurft bin, hat mich ein Link auf eine Seite einer (jungen?) Dame verschlagen, die sich in ihrem Blog sehr offensive Glaubensbekenntnisse abgibt. Normalerweise gehen mir solche Leute sonst wo vorbei, ich bin tolerant genug, um jedem seinen Glauben zu lassen. Wenn man mich mit Religion in Ruhe läßt, dann lasse ich die Leute auch in Ruhe. Gleich der erste Beitrag drehte sich um Enthaltung während der Fastenzeit und war so voller haarsträubender widersprüchlichkeiten, so dass ich mir einen Kommentar in dem Blog, der mich auf diese Seite geführt hat, nicht verkneifen konnte. Der Beitrag enthielt einige Seitenhiebe und sollte die Leser unterschwellig zum Mitmachen animieren, schließlich sei dies doch ein sehr starkes Glaubensbekenntnis. Ich selbst bin ein Vertreter des Agnostizismus, bzw. des Ignostizismus und kann mit solchen Aktionen und Aussagen überhaupt nichts anfangen - ich verstehe sie noch nicht einmal. Für mich ist "Russels Teekanne" die beste Erklärung für die Entstehung von Religionen und dem Lügen- und Machtkonstrukt, das nötig ist, um einen Glauben am Leben zu erhalten. Von Zeit zu Zeit pralle ich mit solchen Ultrafrommen aneinander und meistens versuchen sie mich von ihrem Glauben zu überzeugen. Sämtliche Fragen werden mit Floskeln wie "Wie Wege des Herrn sind unergründlich", "Die Wunder des Herrn sind zahlreich und allgegenwärtig" und "Mein Glauben gibt mir Kraft" beantwortet. Nur die letzte Aussage hat bei mir eine Gültigkeit, denn wenn sich jemand durch seinen Glauben besser fühlt, dann hat dieser seinen Zweck erfüllt. Alle anderen Aussagen sind nur der Beweis dafür, dass solche Menschen hilflos sind, wenn es darum geht Dinge zu akzeptieren, die sie nicht erklären können. Krankheiten werden als Glaubensprüfung deklariert, der Tod als Erlösung dargestellt und eine Genesung wird als Wunder bezeichnet. So was ist eine Ohrfeige für die moderne Wissenschaft, es gibt keine Wunder, es gibt nur Forschung. Nächstenliebe, Opfer- und Hilfsbereitschaft werden als christliche Eigenschaft dargestellt und im Umkehrschluss werden Nicht-Christen als Egoisten bezeichnet. Ich brauche keinen Gott und keine Kirche um mich gesellschaftlich zu integrieren und um meinem Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Ich muss mich nicht veralteten Moralvorstellungen hingeben, die mir von einer Gruppe alter Männer auferlegt wird.
Die Betreiberin dieses Blog gehört zu der Sorte Mensch, mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann und denen ich aus dem Weg gehe. Ich habe bereits nach dem ersten Eintrag beschlossen, dass ich diese Seite nie wieder aufrufen werde und meine Meinung in dem verweisenden Blog hinterlassen. Gut, mein Kommentar enthielt die Worte "kotzen"und "Mistâ", aber dies bezog sich ausschließlich auf den Inhalt und war nicht im Mindesten beleidigend. Huch, was hat sich die fromme Dame vielleicht aufgeregt, sie müsse sich nicht beleidigen lassen, sie wäre offen für Diskussionen und überhaupt ist mein Beitrag eine riesige Frechheit. Ich wollte überhaupt nicht diskutieren – selbst wenn sie der letzte Mensch auf Erden wäre, dann würde ich mit ihr keine Diskussion anfangen. Solche Leute leiden unter Realitätsverlust und verstecken sich hinter ihrem Glauben und meinen dennoch, dass sie so etwas wie Weltoffenheit besitzen. Sie hat den Urbeitrag gelöscht und stellt damit eindrucksvoll unter Beweis, dass ihre Behauptung eine Falschaussage ist. Ich habe auch etwas gelernt, wenn ich mal wieder auf so ein Blog stoße, dann kotze ich still vor mich hin und halte meine Klappe.





Was meine Ansichten sein sollten, dürfte den Hauptlesern hier ja eh bekannt sein.
Ich brauche keinen Gott und keine Kirche um mich gesellschaftlich zu integrieren und um meinem Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten
Und das ist schon seit kleinauf mein Leitsatz.
"Ich brauche keinen Gott und keine Kirche um mich gesellschaftlich zu integrieren und um meinem Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten"
[/zitat]
Als wenn es darum ginge...
Ich halte es für arrogant, sich ein derartiges Urteil herauszunehmen, ohne sich eingehend mit der Materie beschäftigt zu haben.
Aber ist wie mit der Schule: Jeder war mal da, also ist jeder ein Experte... kopfschüttel