Täglich erhöht sich die Anzahl der Personen, die mir ganz gewaltig auf den Sack gehen. Damit meine niemanden aus meinem direkten Umfeld, sondern die Leute, die jede Gelegenheit nutzen, um sich in Rampenlicht zu schieben und denen man nicht aus dem Weg gehen kann, weil jeder Pressschlumpf, der etwas auf sich hält, mit gefletschten Zähnen über sie schreibt.
Nehmen wir Kurt Beck, die personifizierte Weinerlichkeit der SPD. Diese Meckerziege der großen Koalition merkt überhaupt nicht wie er sich mit Volldampf ins politische Abseits befördert. Sein Futterneid ist nahezu unerträglich und versteht es meisterlich jede politische Neuerung zu zerreden, ohne jedoch einen Gegenvorschlag zu unterbreiten. Gleich einem Trotzkind nutzt er jede Gelegenheit, um mit dem Finger auf andere zu zeigen, um damit von seiner eigenen Unfähigkeit abzulenken. Beck, nein Danke!
Weiter geht es mit Boris Becker, der immer häufiger in Diskussionsrunden zu finden ist, die seinem Intellekt eindeutig nicht gewachsen sind. Als Experte für finanzielle Fehlentscheidungen und das Schwängern von russischen Edelnutten wird er weniger gefragt, obwohl hier eindeutig seine Stärken liegen. Wieso befragt man jemanden zu politischen Themen, dessen Intelligenz zwar ausreicht, um einen Filzball zielgenau über ein Netz zu dreschen, dessen rhetorische Fähigkeiten aber bereits beim Aufsagen eines Kinderreims versagen. Lasst den Bub über Tennis reden und nicht über Politik.
Gerade aktuell ist wieder die Tränendrüsenfraktion der musikalischen Weltverbesserer.
Geldorf, Bono, Grönemeier und Konsorten verdienen Millionen mit dem Verkauf ihrer Musik-Cds und glauben deshalb als Botschafter für Afrika auftreten zu müssen. Für mich wirkt es nicht glaubhaft, wenn ein stinkreicher Geldsack im Armanianzug seine Luxusvilla verlässt, um das schlechte Gewissen der Wohlstandsgesellschaft anzuheizen. All das hat den schalen Nachgeschmack der Selbstdarstellung. Warum überreichen diese Typen nicht Millionenschecks aus ihrem Privatvermögen, welches sie ?ökonomisch? in Steueroasen angelegt haben? Es ist eben leichter um Spenden zu bitten als selbst welche zu geben. Das Geld, welches ausgegeben wurde, um Bono während des G8-Gipfels in einem Luxushotel unterzubringen, hätte ausgereicht, um mehrere afrikanische Dörfer über Jahre hinweg mit Lebensmitteln zu versorgen. Das ist die Krone der Inkonsequenz und verhöhnt die afrikanischen Länder. Bedauerlich ist die Tatsache, dass wir solche Typen überhaupt erst benötigen, um auf die Missstände der Welt hinzuweisen.
Ein weiteres Highlight ist das ganze Monarchen- und Adelsgezuchtel, welches täglich von der Presse durchgekaut wird. In Deutschland sind wir stolz auf unser Grundgesetz, ganz besonders auf den Paragrafen 3, Absatz 3: ?Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.?
Warum wird dann so ein Geschiss um Angehörige irgendwelcher Königshäuser gemacht? Wenn sich einer dieser Typen nach Deutschland verirrt, dann sperren wir ganze Straßenzüge nur damit das Schlappohr ungestört einen Einkaufsbummel machen kann. Ich verstehe uns Deutsche nicht, wir stehen zu Tausenden am Straßenrand und winken einer Person zu, deren einzige Leistung es ist ?adliger? Abstammung zu sein.
Toll, wenn ein Wissenschaftler, der einen Impfstoff gegen irgendeine tödliche Krankheit entwickelt hat, durch die Fußgängerzone schlendert, dann winkt ihm kein Schwein zu.
Wer hat wohl mehr für die Menschheit getan?
In die gleiche Kerbe haut Paris Hilton, deren einzige Leistung war es sich beim bumsen filmen zu lassen und dadurch über Monate hinweg der Top-Suchbegriff bei Google zu werden. Es ist mir verdammt noch mal egal, ob sie im Knast sitzt, ohne Slip tanzen geht oder täglich 15 Kilogramm Vanillepudding isst. Soll die Klatschpresse darüber berichten, aber ich möchte keine Beiträge über sie in der FAZ oder im Spiegel lesen. Die Berichte über diese Person bieten keinen intellektuellen oder informativen Mehrwert und sollten einer seriösen Zeitung nicht die kleinste Zeile wert sein.
Zuletzt noch SWR3, eigentlich der Radiosender mit dem ich aufgewachsen bin und der mich seit vielen Jahren im Auto und auch im Internet (Webradio) begleitet. Vor ein paar Jahren allerdings wurde eine neue Veranstaltung, das ?New Pop Festival? eingeführt, bei dem neue Künstler und Musikgruppen bei einem mehrtätigen Event rund um Stuttgart auftreten. Leider übertreibt es SWR3 mit der Promotion dieser Gruppen und spielt ständig der Lieder dieser Bands, die größtenteils zum davonrennen sind, in seinem Programm. All diese Combos werden zu zukünftigen Megastars aufgeblasen, die seltsamerweise nach einem Jahr wieder in der gleichen Versenkung verschwinden aus der sie gekommen sind.
Dieses Verhalten wird von Jahr zu Jahr schlimmer, so dass ich mach nach 25 Jahren SWR3 (früher SDR3 und SWF3) von diesem Sender getrennt habe und inzwischen nur noch Musik aus der Konserve höre.
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