...mit dem ganzen unnötigen Ballast. Vor ca. 8 Wochen habe ich den Entschluss gefasst, dass wieder dort hin möchte, wo ich vor 8 Jahren war. Damals hatte ich mit dem Rauchen aufgehört und im Laufe der Jahre 25 Kilo zugenommen. Diese 25 Kilo haben mich zwar nie großartig gestört, aber solch eine Portion Übergewicht ist in meinem Alter nicht unbedingt gesundheitsfördernd. Diäten gibt es viele und sie haben alle eine Gemeinsamkeit - sie sind Scheiße. Das war auch der Grund warum ich mich nicht um irgendwelche Ananas-, Spargel-, Suppen- oder Nudeldiäten gekümmert habe, sondern einfach diverse fetthaltige Produkte aus meinem Essenplan gekickt habe. Von dem was übrig blieb habe ich einfach weniger gegessen und auch auf das opulente Mahl nach 18 Uhr verzichtet. Jetzt, 8 Wochen später sitze ich wieder auf meinem BMI und bin noch einen klitzekleinen Schritt von meinem Idealgewicht entfernt. Mein Hintern ist inzwischen wieder so hart, dass ich damit Nüsse knacken kann und meine Bauchmuskulatur ist nicht mehr von einer armdicken Fettschicht umgeben. Ob ich mich jetzt wohler fühle, dass kann ich eigentlich gar nicht sagen, denn ich habe mich auch mit meinen 95 Kilo niemals unwohl gefühlt. Ich bin nur um einiges ärmer geworden - meine Garderobe konnte ich komplett in die Tonne kloppen, mir waren selbst die Socken zu groß. Das einzig störende an der Sache sind die (absolut saudummen) Fragen von Kollegen, die einem erst skeptisch anschauen und dann halbentsetzt und mit gerunzelter Stirn anmerken "Hast du abgenommen?â". Liebe Leute, ich habe 25 Kilo abgenommen, bin nur noch ein Schatten meiner Selbst und trage 3 Kleidungsgrößen kleiner. Selbst ein halbblinder Vollidiot kann sehen, dass ich abgenommen habe.
Der Dachbodenausbau geht langsamer voran als ich das gerne hätte. Das liegt weniger an meiner nachlassenden Motivation als an der Tatsache, dass mir ständig neue Ideen kommen. Aus dem alten Räucherofen habe ich inzwischen eine gemauerte Nische für Kühlschrank, Gläser und sonstigen Krimskrams gebastelt und es sieht sogar ganz ordentlich aus. Am Wochenende möchte ich die letzten Kellen Putz auf die Wände werfen, dann hat diese Sauerei ein Ende. Sollte mir dies gelingen, dann ist für die nächsten Wochen die Decke angesagt, die mit Platten abgehängt und mit Beleuchtung ausgestattet werden muss. Für diese Arbeit habe ich 2 Wochen Aufwand eingeplant.
Inzwischen bin ich mir nicht so sicher, ob ich das Obergeschoss dieses Jahr noch fertig bekomme...
Gestern Abend wäre ich benahe in eine Schlägerei gekommen. Unsere Straße beginnt mit einer verkehrsberuhigten Zone, in der ein Auto quer stand und die komplette Fahrbahn blockierte. Das Fahrzeug stand völlig verlassen auf der Gasse herum und erst als ich dezent hupte kam ein Mann (Mitte 50) aus dem Off gesprungen und fing sofort damit an herumzuschreien.
Mann: Ich kann nicht im meine Garage, dieser Depp parkt gegenüber meiner Einfahrt.
Ich: Machen sie doch die Straße frei, sie blockieren den kompletten Verkehr.
Mann: Aber ich kann doch nicht in meine Garage.
Ich: Interessiert mich nicht, machen sie die Straße frei, die können doch eh nicht in ihre Garage.
Mann: Ich zieh die gleich durch die Scheibe
Ich: Brauchen sie nicht, ich steige aus und poliere ihnen dort die Fresse
Inzwischen kam die Frau des Mannes anmarschiert und trommelte mit den Fäusten an die Fenster des Nachbarhauses. Ich war gerade aus dem Auto ausgestiegen, um mein Gespräch mit dem Fahrbahnblockierer zu vertiefen als ein älteres Ehepaar (bestimmt schon Anfang 70) aus dem Haus kam. Mein Gesprächspartner (der nur noch Millisekunden von einer Ohrfeige entfernt war) stürzte sich sofort auf den älteren Herrn und belegte ihn mit einer Schimpftriade. Die ältere Dame kam zu mir und meinte nur, dass ich mich nicht aufregen sollte (ich war amüsiert, nicht aufgeregt), weil der Typ wohl der größte Vollidiot ist, den unser Ort zu bieten hat. Leider kam in diesem Moment der Besitzer des Fahrzeugs, welches gegenüber der Garageneinfahrt parkte und fuhr seine Karre aus dem Weg. Der Fahrbahnblockierer stieg (immer wild schimpfend) in sein Auto und machte endlich die Straße frei, während mich der ältere Mann noch einmal darüber aufklärte, dass dies doch der größte Depp sei, der unter dieser Sonne herumwandert.
Die ganze Aktion hat mir wirklich den Abend versüßt. Sollte ich den Typen noch einmal auf der Straße treffen, dann werde ich ihn vor allen Leuten auslachen. Hoffentlich droht er mir wieder Prügel an...
Das Wochenende war so wie jedes Wochenende, an dem ich den Samstag arbeiten musste – im Arsch! Eigentlich wollte ich am Samstagabend ins Kino gehen und mir die Verfilmung von Neil Gaimans "Der Sternwanderer"anschauen, aber meine Müdigkeit hätte mich noch vor dem Hauptfilm einschlafen lassen. Die nächsten beiden Wochenenden sind (noch) frei, vielleicht klappt es dann.
In der Firma läuft es ziemlich unrund, ich bin total abgesoffen und wurde zu allem Ärger auch noch in ein Projekt gepackt, bei dem ich
"nur"normaler Teilnehmer bin und nicht, wie allgemein üblich, die Leitung habe. Das schlimme an der Sache ist, dass ich dadurch mein
eigenes Projekt vernachlässigen muss, weil meine neue (Teil)Aufgabe oberste Priorität genießt. Ich muss sagen, dass ich noch niemals solch einen Sauhafen gesehen habe, der sich nur durch die Tatsache am Leben erhalten hat, dass kein Außenstehender mehr durchgeblickt hat. Es wird sicherlich Weihnachten werden bis wir abschätzen können, ob da noch zu retten ist. Ich bin eher skeptisch, es wäre ein ökonomischer Irrsinn diese Abteilung wieder aus dem Koma zu holen. Ich würde sie beerdigen...
Dienstag, 23. Oktober 2007
Weg damit...
Dienstag, 16. Oktober 2007
Das Buchmessetreffen 2007...
... war irgendwie anders. Ich habe selten erlebt, dass sich einUnternehmen so ins Zeug gelegt hat, um die Zusammenkunft zu verhindern. Von wem ich rede? Von der Deutschen Bahn natürlich, bzw. von den Auswirkungen, der lächerlichen Forderungen einer lächerlichen Gewerkschaft mit einem lächerlichen Vorsitzenden. Konnten wir am Freitag noch Schadensbegrenzung betreiben und einige Teilnehmer des Messetreffens auf den Frankfurter Flughafen umleiten, so über hat es uns am Samstag erwischt. Die Bahn hatte sich entschlossen Brückenarbeiten an der Strecke nach Frankfurt durchzuführen und den Fahrbetrieb via eines Schienenersatzverkehrs aufrecht zuerhalten. Soweit klingt das noch ganz ordentlich, aber die Organisation und die Kundenverarsche, die dahinter steckt ist wieklich unter aller Sau. Im Zug lagen Flyer mit den Ersatzfahrplänen aus, die die vollmundige Versprechung enthielten, dass sich durch die Umleitung die Reisezeit um
ca. 30 Minuten verlängert. Man muß nicht rechnen können, um bei der Bahn zu arbeiten, aber es erleichtert die Sache ungemein. In Darmstadt wurden wir aus dem Zug geworfen und mußten satte 40 Minuten darauf warten, dass uns der Ersatzbus zum nächsten Bahnhof brachte. Dort durften wir dann noch einmal 15 Minuten ausharren bis der beschissene Zug endlich losfuhr. 40+15 = 30, jawoll verehrte DB-Mitarbeiter, die diesen Ersatzfahrplan erstellt haben, ihr hat es raus. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, ob ihr nicht sogar zuviel verdient...
Die Messe an sich war ein Sammelsurium an Absonderlichkeiten. "Mangakinder" war hier das Schlagwort, eine treffendere Beschreibung der allgegenwärtigen Cosplayer. Jedem sein Hobby, aber wenn es dann den kompletten Messebetrieb stört, dann sollten die Veranstalter mal darüber nachdenken, ob sie nächstes Jahr nicht etwas ändern, denn nicht jeder Besucher ist gewillt sich von Holzschwertträgern, Umhangtrotteln und Kampfstabbesitzern anrempeln zu lassen. Noch niemals hatte ich so sehr das Bedürfnis einem kostümierten Waffenträger sein Gummischwert in den Arsch zu stecken. Ich habe mehr blaue Flecken an den Beinen als ich zählen kann. Besonders wunderlich fand ich Cosplayer, die breits die 30 Jahre weit überschritten hatten. Es hat einen fahlen Beigeschmack, wenn solch ein Typ ein Rudel leichtbekleideter 14-Jähriger abherzt – die Welt ist voller unkontrollierbarer Perverslinge.
Stellt man diese beiden negativen Punkte ins Abseits, dann bleibt ein gigantisches Messetreffen, das auch mit schwächerer Teilnehmerzahl einen riesen Spaß gemacht hat. Jeder Lacher und jeder Schulterklopfer (in Form von Sugarcubes und Messeberichten) ist ein Anreiz es nächstes Jahr wieder zu organisieren und vielleicht noch besser zu machen.
Wer mal lunzen möchte...
ca. 30 Minuten verlängert. Man muß nicht rechnen können, um bei der Bahn zu arbeiten, aber es erleichtert die Sache ungemein. In Darmstadt wurden wir aus dem Zug geworfen und mußten satte 40 Minuten darauf warten, dass uns der Ersatzbus zum nächsten Bahnhof brachte. Dort durften wir dann noch einmal 15 Minuten ausharren bis der beschissene Zug endlich losfuhr. 40+15 = 30, jawoll verehrte DB-Mitarbeiter, die diesen Ersatzfahrplan erstellt haben, ihr hat es raus. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, ob ihr nicht sogar zuviel verdient...
Die Messe an sich war ein Sammelsurium an Absonderlichkeiten. "Mangakinder" war hier das Schlagwort, eine treffendere Beschreibung der allgegenwärtigen Cosplayer. Jedem sein Hobby, aber wenn es dann den kompletten Messebetrieb stört, dann sollten die Veranstalter mal darüber nachdenken, ob sie nächstes Jahr nicht etwas ändern, denn nicht jeder Besucher ist gewillt sich von Holzschwertträgern, Umhangtrotteln und Kampfstabbesitzern anrempeln zu lassen. Noch niemals hatte ich so sehr das Bedürfnis einem kostümierten Waffenträger sein Gummischwert in den Arsch zu stecken. Ich habe mehr blaue Flecken an den Beinen als ich zählen kann. Besonders wunderlich fand ich Cosplayer, die breits die 30 Jahre weit überschritten hatten. Es hat einen fahlen Beigeschmack, wenn solch ein Typ ein Rudel leichtbekleideter 14-Jähriger abherzt – die Welt ist voller unkontrollierbarer Perverslinge.
Stellt man diese beiden negativen Punkte ins Abseits, dann bleibt ein gigantisches Messetreffen, das auch mit schwächerer Teilnehmerzahl einen riesen Spaß gemacht hat. Jeder Lacher und jeder Schulterklopfer (in Form von Sugarcubes und Messeberichten) ist ein Anreiz es nächstes Jahr wieder zu organisieren und vielleicht noch besser zu machen.
Wer mal lunzen möchte...

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