...kann man sich zurzeit in der RTL-Show "Bauer sucht Frau"anschauen, die jeden Sonntag im Abendprogramm ausgestrahlt wird. Bisher hatte ich geglaubt, dass "Die Supernanny"und "Raus aus den Schulden"das unterste Niveau der Fernsehunterhaltung darstellen, aber diese Show schafft es tatsächlich den anderen Schwachsinn zu unterbieten. Der Inhalt ist schnell erklärt, eine Gruppe von beziehungslosen Landwirten darf sich in einem Auswahlverfahren eine Frau aussuchen, die mit ihm ein paar Tage auf seinem Hof verbringt, um festzustellen, ob sich daraus eine Beziehung entwickeln kann. Im "Daily-Soapâ"-Stil wird zwischen den einzelnen Paaren hin- und hergeblendet und der Zuschauer erhält einen Einblick in das momentane Beziehungsverhältnis der Paare. Die Frauen sind meistens allein erziehende Mütter, mit geringem Bildungsstand, die beziehungstechnisch bisher nur Enttäuschungen erlebt haben. Die Landwirte weisen auch Gemeinsamkeiten auf, sie sind alle sehr einfach gestrickt und vermitteln den Eindruck als wären sämtliche Bauern in Deutschland nur einen geistigen Evolutionssprung von ihren Nutztieren entfernt. Was hier abläuft ist die Verunglimpfung eines Berufstandes in Reinstform.
Besonders bezaubernd ist der Landwirt "Maikâ", eine 150kg schwere Fressmaschine mit dem Aussehen von "Jabba the Hutâ". Um diesen Menschen noch peinlicher darzustellen hat man ihn in einen Schottenrock gezwängt und ihm beim gemeinsamen Essen mit "Traumfrau"und Mutter gefilmt. Wer schon einmal beobachtet hat wie ein ausgehungertes Schwein über seinen Trog herfällt, der kann sich ungefähr vorstellen wie dieses Essen abgelaufen ist. (Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass sich Schweine derart kalorienreich ernähren)
Der zweite Kandidat, dessen Name ich vergessen habe, ist ein Jungbauer, der mit seinen 3 Brüdern den gemeinsamen Hof bewirtschaftet. Dieser Typ ist die personifizierte Geilheit und nutzt jede noch so kleine Gelegenheit, um seine Herzensdame gründlich zu befummeln. Bei ihm hat man den Eindruck, dass er eine Schule nur von außen gesehen hat und die Fuhre Mist auf seinen Traktor auch nicht viel weniger Eigenintelligenz aufweist.
An der Spitze der Peinlichkeit steht der Bauer mit der Tanzleidenschaft. Er ist Hobbytänzer und nutzt jede Gelegenheit, um seine Leidenschaft im "Tanzkaffee Hirsch"auszuleben. Das Tanzkaffee zeichnet sich nicht nur durch das fortgeschrittene Alter der Besucher aus, es bietet auch ein ganz besonderes "Abinenteâ". RTL hat keine Mühe gescheut, um dem jungen Mann so oft wie möglich das Wort "Abinente"zu entlocken, welches wohl auf Bauerndeutsch "Ambiente"bedeuten soll. Der Todesstoss war allerdings der Tanzstil dieses Menschen, der stilistisch an einen epileptischen Anfall angelehnt war und verdeutlichte, dass der Bauer nicht nur beim aussprechen von Fremdwörtern gewaltige Defizite hat. Ich habe vorher noch nie solch einen Bewegungslegastheniker gesehen...
Die Sendung ist zweifellos spaßig, aber ich bin nicht der Typ, der sich an der (wahrscheinlich gestellten) Dummheit einer Bevölkerungsgruppe erfreut. Einmal und nie wieder.
Donnerstag, 29. November 2007
Bauerntheater
Montag, 26. November 2007
Ein stressfreies Wochenende...
...habe ich hinter mir. Ich hatte es auch bitter nötig, die letzten beiden Wochen waren doch relativ anstrengend, weil sie aus sechs Arbeitstagen bestanden. Jetzt muss ich nur noch den 1.12. überstehen, dann habe ich die Samstagsarbeit für das nächste halbe Jahr hinter mir. Die Firma boomt, wir produzieren weit unter dem Bedarf und könnten unsere Position als Weltmarktführer noch weiter festigen, wenn wir nur mehr Kapazität hätten. Laut diversen Prognosen wird sich dieser Trend im nächsten Jahr fortsetzten, bzw. es wird sich noch weiter steigern. Soll mir recht sein, das sichert Arbeitsplätze und schafft sogar Bedarf für neue.
Am Samstag könnte ich mich in der Küche austoben, wo ich in letzter Zeit am meisten Entspannung finde. Die Ergebnisse sind im Beitrag vom 24.11. zu finden. Im Dachgeschoss kann ich nicht arbeiten, weil mir bei Temperaturen und 10°C die Finger abfallen. Schade, somit wird es dieses Jahr nichts mehr mit der Einweihungsfeier.
Am Sonntag war Entspannung auf der Couch angesagt. Endlich hatte ich Zeit, um mir die neusten Folgen diverser Fernsehserien anzuschauen.
«««Achtung Spoiler»»»
Keine großartigen Überraschungen gab es bei "Heroesâ", die 2. Staffel läuft weiterhin auf sehr hohem Niveau und sie gefällt mir sogar ein noch wenig besser als die Erste. Allerdings gibt es ein paar neue Hauptdarsteller, die einen gewissen Nervfaktor an sich haben, so dass ich mich mit ihnen einfach nicht anfreunden kann. Elle, die Tochter von Bob, geht mir ziemlich auf den Zapfen, hoffentlich entsorgt die bald jemand. Ebenso geht es mir mit dem südamerikanischen Geschwisterpaar, das mit Sylar unterwegs ist. Ich kann nur hoffen, dass er die beiden Jammerlappen erledigt und somit den langweiligen Handlungsstrang um Miss Gift und Mr. Gegengift beendet.
Inzwischen wissen wir auch wer Mr. Nakamura erledigt hat, für mich war es klar, dass Adam hinter der ganzen Sache steckt – er wurde viel zu liebevoll aufgebaut, um ihn im antiken Japan sterben zu lassen. Nach dem "10 kleine Negerleinâ"-Prinzip erledigt er die (ehemaligen) Mitglieder der "Firma"und ich glaube nicht, dass Rache sein einziger Antrieb dafür ist.
In der letzten Folge wurde auch der Name der letzten unbekannten Person auf dem Foto enthüllt. Victoria Pratt ist bisher noch nicht in Erscheinung getreten und ich bin gespannt in welchem Verwandtschaftsverhältnis sie zu wem steht. Vom Alter würde sie zu Nikki passen, evtl. könnte sie auch die Mutter (und somit Frau von Bob) von Elle sein. Lassen wir uns überraschen. Die 2. Staffel gefällt mir sehr gut, sie ist wesentlich undurchsichtiger als die Erste und ich bin mir immer noch nicht sicher welche Ziele die einzelnen Fakultäten verfolgen. Lediglich Hiro baut ein wenig ab, seine Rolle als "Retter der Welt"hat mir in der ersten Staffel besser gefallen. Jetzt ist er reifer und legt fast schon philosophische Züge an den Tag. Trotzdem bleibt er das Zugpferd der Serie.
Auf eine Empfehlung eines Bekannten habe ich mir "My Name is Earl"angeschaut und war auf Anhieb begeistert. Die Charaktere dieser Serie sind herrlich schrullig und passen hervorragend zu der absurden Story. Jason Lee als Hauptdarsteller ist eine Liga für sich.
Bisher habe ich nur den Piloten gesehen und bin gespannt, ob die weiteren Folgen das hohe Niveau halten können.
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