Donnerstag, 31. Januar 2008
Viel Nichts um Lärm...
Mittwoch, 30. Januar 2008
Dschungelcamp...
...nennen wir scherzhaft unsere jährliche Bereichsentwicklung. Dieses Jahr ging es in ein 4-Sterne Hotel in die Nähe von Sinsheim. Nach einer Fahrt von ca. 90 Minuten, die uns durch Heidelberg und Umgebung führte, sind wird dann irgendwo im Niemandsland angekommen. Das Hotel lag in einem kleinen Kaff, das außer einem Tante-Emma Laden nichts mehr zu bieten hatte. Die Zimmer waren komfortabel und ich hatte einen gigantischen Ausblick über das gesamte Neckartal. Bei einem Preis von 195€/Nacht kann man das aber auch erwarten. Die Speisekarte war eine einzige Katastrophe, ein Gericht klang leckerer als das andere. Die Exklusivität wurde noch durch den exorbitanten Preis bestätigt. Egal, schließlich übernimmt die Firma die Zeche. Beim Essen kam dann die erste Ernüchterung- teuer ist nicht gleich lecker und der Name des Gerichts war besser als der Geschmack. Es gibt Imbissbuden, bei denen es mir besser geschmeckt hat. Das war aber auch der einzige Negativpunkt, den das Hotel von mir bekommt, der Rest war wirklich prima. Nach dem Mittagsessen ging es in die erste BlaBla-Runde, die ziemlich harmlos ausfiel. Unser neuer Chef wollte uns natürlich kennenlernen, so dass die Vorstellung von 35 Leuten den kompletten Nachmittag in Anspruch nahm. Mein Name ist Jester, ich bin 12 Jahre alt, meine Hobby sind Schwimmen, Radfahren und Bilder malen. Ich mag Pferde, Delfine und Sonnenblumen, wenn ich groß bin, dann möchte ich Arzt werden und den Menschen in armen Länder helfen. Boah, ich habe fast gekotzt, wenn 35 Leute selben Mist erzählen, dann schaltet man spätestens nach dem 10. Vortrag ab. Zum Abschluß ging es dann zu einer kurzen Wanderung (10 Minuten) in eine nahe Waldhütte, in der uns dann ein Abendessen (Wurst und Käseplatten, qualitativ auch nur Durchschnitt) serviert wurde. Nach 10 Minuten ging war kein Brot mehr verfügbar und aus dem Zapfhahn kam nur Schaum. Bis der Brotnachschub vom Hotel geliefert wurde hatte jeder 100ml Bier und 400ml Schaum vor sich stehen. Nach weiteren 30 Minuten hatte sich dann die Zapfanlage beruhigt und der Gerstensaft floss in Strömen. Kurz von 21 Uhr war die Quelle dann versiegt und wir "wanderten" zurück zum Hotel, um den Abend an der Bar ausklingen zu lassen. Naja, von den 35 Kollegen waren gegen 23 Uhr nur noch 6 anwesend, der Rest hatte sich bereits auf die Zimmer verzogen. Weicheier! Die gleichen 6 Leute standen um 1 Uhr immer noch an der Theke und nur die Tatsache, dass die Bar Feierabend machte rettete uns vor dem Totalabsturz. Ich habe keine Ahnung wieviel Bier ich in mich hineingeschüttet hatte, aber ich sollte jedes einzelne am nächsten Tag bereuen. Meine Fresse, was hatte ich für Kopfschmerzen. Nach dem Frühstück ging es mit BlaBla und Metaplangeschreibsel weiter, allerdings gab es da 6 Zombies, die sich nicht so richtig auf die Aufgaben konzentrieren konnten. Ich war einer davon und nur der massive Einsatz von Aspirin bewahrte mich vor der Kopfexplosion. Gegen 16 Uhr und nach einem weiteren enttäuschenden Mittagessen kam dann der Bus, der uns zurück nach Mannheim fuhr, wo wir dann auch gegen 17:30 Uhr ankamen. 30 Minuten später war ich zu Hause und weitere 30 Minuten später lag ich in meinem Bett - 3 Stunden Schlaf waren einfach zu wenig. Mein Eindruck von der Bereichsentwicklung ist dennoch äußerst positiv. Nachdem mein alter Chef einfach nur ein unfähiges Arschloch war, erweckt der Neue den Eindruck als wüßte er wovon er redet. Es scheint wirklich wieder besser zu werden, wahrscheinlich bekommen wir jetzt die Unterstützung und die Rückendeckung, die wir uns in den letzten Jahren vorenthalten wurde.
Freitag, 25. Januar 2008
An diverse Wunderlichkeiten...
...die das tägliche Dorfleben so hervorbringt, habe ich mich immer noch nicht gewöhnt. Wenn man von einer 40.000 Einwohner Stadt in ein 6.000 Seelen Kaff zieht, dann ist es völlig klar, dass dies einige Veränderungen mit sich bringt. Ich hatte vermutet, dass es nicht so einfach ist in die Dorfgemeinschaft integriert zu werden, denn "Reingeplagte" werden immer mit Argwohn betrachtet und vorerst auf Abstand gehalten. Falsch gedacht, die "Ureinwohner" von L. haben zwei stark ausgeprägte Eigenschaften, sie sind sehr höflich, aber auch sehr neugierig. Eine dumme Konstellation, denn beides passt nicht so recht zusammen. Wie will man über den neuen Bürger etwas herausfinden, wenn einem die Höflichkeit verbietet diesen bis auf die Knochen auszufragen. Genau, man lässt sich etwas einfallen, um die gewünschten Informationen aus der Person herauszulocken. Als Hundebesitzer hat man einen riesen Vorteil, die Leute haben sofort ein Thema, mit dem sie ein Gespräch beginnen können. Nach den anfänglichen Komplimenten über Größe und Aussehen des Hundes geht es dann sofort in die Vollen. Die Universalmethode scheint hier die Thesenwiderlegung zu sein, die jeder, der auch nur halbwegs rhetorisch bewandert ist, sofort durchschaut. Besonders die "Dorftratsche" schreckt vor keiner Unterstellung zurück, um an das gewünschte Ergebnis zu kommen. Ein großes Mysterium ist mein Beruf, um mir diesen zu entlocken wurde vor Kurzem behauptet, dass ich ein Arzt sei - man wisse allerdings noch nicht, ob ich in einem Krankenhaus angestellt wäre oder eine eigene Praxis besitze. Ich finde das goldig, und solange mir keiner auf der Straße sein Furunkel zeigt, werde ich einen Teufel tun, um diese Behauptung zu widerlegen. Ich mache mir einen Sport daraus mit zweideutigen Antworten und Aussagen für noch mehr Verwirrung zu sorgen, so dass sie Dame nach dem Gespräch genauso viel weiß wie davor. Eine weitere Tatik ist das Hoffen auf Informationsaustausch. Ungefragt bekommt man das halbe Leben des Anderen erzählt, in der Hoffung, dass der Gesprächspartner darauf einsteigt und ebenfalls etwas über sich preis gibt. Ich setze dann einen interessierten Gesichtsausdruck auf und lasse sie reden, wenn das Gespräch stockt, dann stelle ich eine Zwischenfrage und kurbele damit den Redefluß wieder an. Irgendwann stehen wir dann vor meiner Haustür und die Tratsche hat rein gar nichts über mich erfahren, weil sie die ganze Zeit nur über sich selbst geredet hat. Immerhin weiß ich jetzt, dass sie vier Töchter hat, eine davon in meiner Nachbarschaft wohnt, ihr Hund eine dumme Nuss ist und dass sie als Reinigungskraft in der Chemiefabrik am Ortsausgang wohnt.
Ebenso erfolglos ist die "Vonhintendurchdiebrustinsauge"-Methode, durch gezielte Komplimente wird versucht das Gespräch in eine bestimmte Richtung zu lenken, um an Informationen zu kommen. Klappt auch nicht, denn nichts ist leichter als so ein Gespräch in eine Einbahnstraße zu verwandeln, es reicht aus die Komlimente zu bestätigen. "Sie haben aber ein schönes Auto, das war bestimmt sehr teuer. Aber sie verdienen sicherlich gut und können es sich leisten". "Ja, das Auto gefällt mir auch sehr gut, ich leiste mr das gerne". Wieder hat die Dame nichts erfahren, was sie nicht schon längst wußte. Hätte die Tratsche einen durchsichtigen Kopf, dann können man sehen, wie die Zahnräder heißlaufen...
Dienstag, 22. Januar 2008
Ringelpiez mit Anfassen...
...findet am nächsten Montag und Dienstag statt. Wir starten zu unserem jährlichen Bereichsentwicklungsworkshop, der uns 2008 in die Nähe von Sinsheim verschlägt. Wir sind 2 Tage in einem 4 Sterne Hotel untergebracht und werden uns dort mit lecker Essen, viel Alkohol und wenig Programm den Tag um die Ohren schlagen. Normalerweise wird zu solchen Workshops auch immer ein gemeinsames Ziel erarbeitet oder die Strategie für das nächste Jahr festgelegt, aber durch den Wechsel unseres Chef wird das Treffen unter dem Motto "gegenseitiges kennelernen" stehen. Ich mag solche Aktionen eigenlich nicht besonders gerne, aber es ist auch eine Gelegenheit, um mal wieder alle verstreuten Kollegen zu treffen, die man schon seit einem Jahr nicht mehr gesehen hat. Das gibt zwei lange Tage, aber ich freue mich darauf...
Themawechsel:
Das Hick-Hack in meinem Bekanntenkreis geht in eine neue Runde - hoffentlich die Letzte. Das Paar, von dem ich es hier schön öfters hatte, hat sich mal wieder getrennt. Bisher kenne ich nur eine Seite, aber die reicht mir schon aus, um mir eine Meinung zu bilden. Endlich ist es vorbei! Naja, eigentlich ist es schon lange vorbei, sie wollten es sich nur nicht eingestehen. Ständig haben sie sich an Kleinigkeiten hochgezogen, die überhaupt nicht erwähnenswert waren. Wenn man ständig darauf lauert, dass der Partner etwas sagt, was evtl. irgendwo, tief drinnen eine versteckte Andeutung enthalten könnte, dann macht eine Beziehung keinen Sinn mehr. Jede noch so kleine Aktion wurde vom anderen als Seitenhieb auf seine Person angesehen und mit einer entsprechenden Reaktion beantwortet. Das war keine Beziehung, das war ein kalter Krieg. Und irgendwie stehen wir wieder dazwischen. Ich weiß schon was jetzt kommt, wir dürfen uns wieder anhören wer welche Fehler gemacht hat und müssen für jeden Verständnis aufbringen. Sie wird sicherlich sehr schnell darüber hinweg kommen und wieder ein normales Leben führer. Er wird in Selbstmitleid versinken und die ganze Welt für sein Unglück verantwortlich machen. Dann kommt die "früher war alles besser"-Nummer und er wird seinen alten Jugendlieben hinterhertrauern, schlimmstenfalls schafft er es mit einer von ihnen Kontakt aufzunehmen. Und dann geht der ganze Mist wieder von vorne los. Warum kann ich eigentlich keinen normalen Freundeskreis haben..?
Montag, 21. Januar 2008
Wenn der Wecker 2x piepst...
...dann weiß ich, dass der Tag im Arsch ist. Ich bin ein gut durchorganisierter Mensch, mit einem ausgereiften Zeitmanagement und einer zuverlässig funktionierenden inneren Uhr. Ich stehe jeden Tag um die gleiche Uhrzeit auf und mein Morgen läuft nach bewährtem Schema ab. Ich werde gegen 4:30 wach, bleibe dann noch 10 Minuten liegen und verlasse gegen 4:40 Uhr mein Bett, um ins Bad zu gehen. Der Alarm des Wecker schaltet sich erst um 4:44 Uhr ein, falls ich aus irgendeinem Grund nicht zu normalen Uhrzeit aufwache. Das kommt nur 2-3 mal im Jahr vor und ist immer ein eindeutiges Indiz dafür, dass der Tag nicht besonders angenehm wird. Heute ist genau so ein Tag. Das Piepsen hat mich aus allertiefstem Schlaf gerissen, mit dem Ergebnis, dass ich mehr oder weniger orientierungslos ins Bad gewankt bin. Das bei habe ich mir das rechte Bein an einem Schränkchen angehauen, das ich an normalen Tagen bei absoluter Dunkelheit umlaufe. Der Tag im Büro entsprach meinen Erwartungen, ich habe 8 Stunden damit verbracht die Augen offenzuhalten. Durch die unfreiwillige Weckaktion war ich wie gerädert und konnte mich nicht auf die einfachste Arbeit konzentrieren. Diesen Umstand konnte auch der massive Einsatz von Kaffee nicht ändern. Wahrscheinlich werde ich heute Abend nach der Tageshow auf der Couch einschlafen und 2 Stunden später mit tierischen Rückenschmerzen wieder aufwachen.
Am Wochenende war PhaBuLa angesagt, wir können uns vor Neuerscheinungen überhaupt nicht mehr retten, am Samstag habe ich mehrere Stunden damit verbracht neue Bücher einzubauen. Zur Belohnung gab es dann am Abend ein Kochkäseschnitzel und mehrere Schwarzbier in dem kleinen Lokal gleich um die Ecke. Mikey war diesmal mit dabei und auch gleich das Hauptgesprächsthema bei diversen Stammtischproleten. Jeder Barhockerbewohner hatte einen Spruch auf Lager, der uns natürlich ungefragt mitgeteilt wurde.
- Labradore sind gerade die Modehunde. (Mikey ist ein Golden Retriever)
- Beißt der denn? (nur wenn er den Brocken nicht komplett schlucken kann)
- Bekommt der Hund etwa kein Bier? (nein, am Ende redet er noch genauso einen Unsinn wie du)
- Der scheißt bestimmt einen riesen Haufen. (dafür redet er ihn nicht)
- Na, wie heißt du denn? (der Hund kann genauso wenig sprechen wie du denken)
Trotzdem war es lustig, das Essen war gut, das Bier noch besser und ich kenne jetzt wieder ein paar Leute mehr, die ich eigentlich nie kennenlernen wollte...
Freitag, 18. Januar 2008
Mach was daraus...
Obwohl ich die Bücher für unverfilmbar halt, so denke ich doch, dass J.J. Abrams einer der Wenigen ist, die den "Sense of wonder" der Serie filmisch umsetzen können.
Wir dürfen gespannt sein...
Donnerstag, 17. Januar 2008
Kuck mal, was da läuft...
....im TV. Momentan schwappt wieder eine Welle amerikanischer Serien zu uns herüber, von denen ich mir aber nur einige gefallen.
Am Montag startete "Shark" mit James Woods und nachdem die komplette Mannheimer Innenstadt mit Werbung für diese Krimis gepflastert wurde, habe ich mir einiges von dieser Serie versprochen. James Wood ist eine "coole Sau" und genau das bringt er in seiner Hauptrolle auch rüber, ansonsten ist die Machart sehr stark an "House" angelehnt, nur mit dem Unterschied, dass es hier nicht um Krankheiten, sondern im Rechtsfälle geht. Die Schauspieler neben James Wood sind allesamt noch ein wenig blaß, so dass ich erst deren Entwicklung abwarten möchte, bevor ich mir ein Urteil erlaube. Schrecklich ist jedoch die Auswahl der Synchronsprecher (besonders der weiblichen), sie passen überhaupt nicht zu den Charakteren und wirken künstlich und aufgepappt.
Schon seit einiger Zeit läuft "Psych", die ich mit nur geringem Interesse verfolge. Irgendwie hat die Serie keinen Dampf, was komisch sein soll, das wirkt platt und die Handlung dödelt höhepunktslos vor sich hin. Wer bisher noch keine Folge gesehen hat, der kann sich das Einschalten sparen, "Psych" ist ein netter Zeitvertreib, der einem beim Bügeln von der Arbeit ablenkt - mehr aber auch nicht.
Am 31. Januar startet die 4. Staffel von "Lost", deren Umfang auch dem Streik der Drehbuchautoren zum Opfer gefallen ist. Bisher wurden nur 8 Folgen produziert, dass die Staffel noch auf die geplanten 16 Teile aufgestockt wird ist eher unwahrscheinlich. Das wird ein kurzes, aber definitiv großes Vergnügen.
Mit Spannung erwarte ich auch die Fortsetzungen von "House", "Monk" und "Battlestar Galactica", die ebenfalls noch in diesem Jahr ausgestrahlt werden sollen. Besonders die 4. und letzte Staffel von "BSG" wird es in sich haben, denn der Cliffhanger war allererste Sahne. Ich hoffe nur, dass man der Serie einen nicht allzu dramatischen Abschluß verpasst.
"4400" endete auch mit einem Cliffhanger und wird laut IMDB nicht weiter produziert. Schade eigentlich, hier ist wieder eine innovative Serie den Quotentot gestorben.
Über die "Heroes" habe ich noch keine weiteren Informationen, aber eine Fortsetzung ist sehr wahrscheinlich. Hier stimmt einfach alles, Schauspieler, Handlung und Einschaltquote. Jetzt müssen nur noch die Drehbuchautoren wieder ihre Arbeit aufnehmen.
Mittwoch, 16. Januar 2008
Den Konfigurationswolf...
...habe ich mir gestern gelaufen. Völlig überraschend erhielt ich einen Anruf vom Vodafone-Shop meines Vertrauens, der mir mitteilte, dass mein neues Handy angekommen ist. Ich war eh in der Nähe, deshalb bin ich gleich vorbei gefahren und habe das Teil abgeholt. Eines muss man den Koreanern lassen, bei der Verpackung lassen sie sich nicht lumpen. Der Karton hätte garantiert einen Sturz aus 200 Metern Höhe unbeschadet überstanden. 200 Klebestreifen, Kabelbinder und Plastiktüten später lag das Telefon dann vor mir und musste nur noch von 5.000 weiteren Schutzfolien befreit werden. Zuerst wollte ich die SIM-Karte einbauen, was gar nicht so einfach war, denn auf den ersten Blick war kein Einschubfach für das Plättchen zu erkennen. Also musste ich doch, entgegen meiner Gewohnheit (ich hasse Geräte, deren Funktionen sich nicht ohne das Studium der Gebrauchsanleitung erschließen), die Bedienungsanleitung durchblättern. Aha, Einschubfach gefunden - Karte eingelegt. Natürlich falsch herum, denn auf der Anleitung war die Einschubrichtung nicht eindeutig zu erkennen. Selbst mit den filigransten Fingern schafft man es unmöglich die Karte wieder aus dem Gerät zu entfernen, so dass ich mich erst einmal auf die Suche nach einer Pinzette machte, mit der ich dann auch das Teil wieder aus dem Gerät ziehen konnte. Dazu gelernt, neu eingelegt. Diesmal richtig herum und nach dem Einbau des Akkus erschien auch das Betreiberlogo auf dem Display. Danach wollte der Touchscreen kalibriert werden, was mit 5 Klicks mit dem Stift erledigt war. Es folgte die Eingabe der Besitzerdaten und das Festlegen des Farbschemas, was beides auch nur eine Minute dauerte. Nun lag das Gerät einsatzbereit vor mir - oder auch nicht. Bisher funktionierte nur das Telefon, die Internet und E-Mailverbindung musste noch eingerichtet werden. Zuerst wollte ich aber das Telefon testen und habe mich selbst angerufen. Meine Fresse, ist das Ding laut! Und der Klingelton ist auch beschissen. Die Lautstärke war schnell geändert und liefert noch in der mittleren Einstellung den Dezibelwert einer Luftschutzsirene. Die Klingeltöne waren allesamt nervig, aber es sollte kein Problem sein einen Eigenen aufzuspielen. Weiter ging es mit der Internetverbindung, die zu einem großen Teil schon vorkonfiguriert war. Leider war ich beim Tippen zu dämlich und habe mir eine Voreinstellung zerschossen, so dass ich einen "Hard-Reset" durchführen musste, um das Telefon in den Auslieferzustand zurückzustetzen. Dazu mussten 3 Tasten gleichzeitig gedrückt werden, was nur gelingt, wenn alle Finger eine mehrjährige Balletausbildung genossen haben. Unter dem Einsatz sämtlicher Gelenke ist es mir dann gelungen die 3 Tasten zu drücken und es passierte nichts. Selbst nach dem 10. Versuch änderte sich am Telefon überhaupt nichts, dafür wurde meine Laune zunehmend schlechter. Nach dem 20. Versuch habe ich es dann eingesehen und im Internet nach Hilfe gesucht. Scheinbar hatten sehr viele Besitzer das gleich Problem, denn die Lösung war auf etlichen Seiten beschrieben. Das Telefon durfte nicht eingeschaltet sein - davon stand aber kein Wort in der Bedienungsanleitung. Siehe da, schon der erste Versuch war erfolgreich, das Geräte wurde wieder in den Urzustand versetzt und ich durfte die ganze Konfigurationsprozedur erneut durchführen. Mit etwas Routine ging das aber recht flott und ich konnte keine 2 Minuten später meine erste Internetseite aufrufen. Boah, das Ding ist wirklich pfeilschnell, aber die Darstellung des Internetexplorers ist unter aller Sau. Deswegen habe ich gleich den Opera Mobile aufgespielt, der dem Microsoft Browser um Längen überlegen ist. Spitzenklasse, gestochen scharfe Darstellung, sehr benutzerfreundlich und wirklich überraschend flink. Abschließend musste ich noch die E-Mailfunktion konfigurieren, wobei man auch von einem eigenen Tutorial unterstützt wird. Und genau an dieser Stelle haben sie mich über das Ohr gehauen, denn die vorgegeben Konfiguration verweist auf eine APN, die nicht in der Flatrate enthalten ist und für den Datentransfer ernorme Kosten verursacht. Bei mir sind mal eben für 25 Euro Daten über das Netz gerauscht bevor eine SMS-Nachricht mit dem Hinweis auf eine kostenpflichtige Verbindung ankam. So kann man auch Geld verdienen, ganz dicker Abzug in der Servicenote. Nachdem ich dann die notwenige Einstellung manuell geändert hatte war alles im grünen Bereich. Deswegen ein erstes Fazit:
- Verarbeitung: Erstklassig, es wackelt nichts, es steht nichts über und sogar der Stift sitzt press im Gehäuse und fällt auch bei größeren Erschütterungen nicht aus der Halterung
- Ausstattung: Sehr gut, 2 Megapixel Kamera, die für ein Handy ausreichende Bilder schießt. Für mich ist das eher unwichtig, daher keine Bewertungspriorität. Das Touchpad arbeitet präzise und lässt keine Wünsche offen. Die Tasten sitzen ergonmisch und sind im Gehäuse versenkt und somit gegen unbeabsichtigtes Betätigen gesichert.
- Software: Windows Mobile 6, Excel, Word, Powerpoint (nur anzeigen), Outlook, IE (nur eingeschränkt brauchbar), Google Maps, FM Radio, Mediaplayer und jede Menge Schnickschack, den ich nicht brauche.
- Lieferumfang: Kopfhörer mit Blecheimerklang, Kabelfreisprecheinrichtung, die auch gleichzeitig als Radioantenne dient, Schutztasche (bei der Bestellung wurde extra drauf hingewiesen, dass keine Tasche enthalten ist, deswegen hatte ich extra eine bestellt. Schönen Dank für die Geldverschwendung!), Ladegerät, USB-Kabel, CD mit ActiveSync und Bedienungsanleitung, gedruckte Bedienungsanleitung (mit vielen Fehlern), Batterie (1050 mAh), Kurzreferenz.
- Bedienung: Sieht man von der fehlerhaften Vorkonfiguration ab, hat man das Gerät in 3-5 Minuten startbereit. Die Syncronisation via ActiveSync funktioniert reibungslos, Zusatzsoftware wird ohne Probleme aufgespielt. Die Adressverwaltung ist genial und intuitiv, das Gerät lässt sich größtenteils mit dem Finger bedienen, lediglich für Texteingaben muss der Stift verwendet werden. Die Handschriftenerkennung kommt sogar mit meiner Sauklaue zurecht, ist aber eher etwas für Vielschreiber. Die Empfangsqualität ist hervorragend und übersteigt alles, was ich von meinen vorherigen Handy kannte. Gleiches gilt für die Audio- und Videowiedergabe.
Sieht man davon ab, dass ich durch mein oberflächliches Einrichten Vodafone zu einem schönen Extraverdienst verholfen habe, so bin ich sehr zufrieden. Das Gerät hat einen gigantischen Funktionsumfang ohne dabei seine Handlichkeit zu verlieren. Das KS20 verschwindet in der Hosentasche ohne eine Beule zu hinterlassen. Die Bluetoothverbindung mit der Freisprechanlage vom Auto ist mir auch sofort gelungen. Lediglich Tatsache, dass die Speicherkartengröße (MicroSD) auf 2 GB begrenzt ist hält mich davon ab, das Handy auch als MP3-Player zu benutzen. Hier sollte die Firmware auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden.
Dienstag, 15. Januar 2008
Sagt mir doch einfach...
...ins Gesicht, dass ich alte werde. Immer diese kleinen spitzen Bemerkungen, die mich auf meinen Alter hinweisen sollen. Ich habe es verstanden, spart euch die Mühe!
Sogar der Radiosprecher kann sich nicht beherrschen. Der erzählt knochentrocken, dass Nelson Piquet für die Formel 1 verpflichtet wurde und in der neuen Saison für Renault fährt. Alle Achtung, Nelson Piquet ware einer der Top-Fahrer in meiner Jugendzeit und ist jetzt immer noch so fit, um in der Königsklasse zu fahren. Dann setzte der Moderator zu meinem Todesstoss an "Ich meine natürlich Nelson Piquet Jr.". Scheiße, jetzt haben die schon Kinder, die alt genug sind, um in der Formel 1 zu fahren? Was bin ich nur für ein alter Sack.
An die E-Mails von diversen Onlineversendern, die mir Viagra, Schmerzmittel und Rheumasalbe zum Spezialpreis anbieten, habe ich mich schon gewöhnt, ich lese diesen Mist schon gar nicht mehr und werfe ihn gleich in die Tonne. Jetzt fangen aber auch schon die seriösen Onlineversender an mich zu ärgern. Heute kam eine E-Mail von Amazon mit dem Text "Personenwaagen und Hautpflegeartikel, für Sie bis zu 73% reduziert". Schönen Dank auch, man kann mir auch etwas charmanter sagen, dass ich fett und runzelig bin. Was bin ich nur für ein alter Sack.
Auf der Straße werde ich von älteren Damen gegrüßt, die wahrscheinlich nur darauf warten, dass ich zum allsonntäglichen Tanztee erscheine, um bei lecker Kaffee und Kuchen mit ihnen zu shakern. Bei einem Kännchen Kaffee Hag und einer Mandarinenschnitte tausche ich mich mit den anderen alten Schachteln über meine Krankheiten aus und rege mich über die jungen Leute auf, die sich völlig respektlos am Nachbartisch über mich lustig machen. Was bin ich nur für ein alter Sack.
Ich ertappe mich dabei, wie ich nicht mehr binnen Millisekunden den Radiosender ändere, sobald auch nur der erste Takt eines Schlagers angeklungen ist. Es kann nicht mehr lange dauern, dann ist mein einizger Wochenhöhepunkt das Anschauen des Musikkantenstadels. Ich werde vergessen wer Ian Anderson oder Bob Dylan ist und stattdessen die "Gala" nach Artikeln über Marianne und Michael durchsuchen. Was bin ich nur für ein alter Sack.
Heute Mittag werde ich mir im Park schon einmal eine Parkbank aussuchen, auf der ich in Kürze taubenfütternd sitzen werde, um meinen Lebensabend zu geniesen. Dabei werde ich den knapp bekleideten Joggerinnen auf die knackigen Beine schauen und versuchen mich daran zu erinnern, wie ich ihnen früher hinterher gepfiffen habe. Was bin ich nur für ein alter Sack.
Montag, 14. Januar 2008
Suchbild...
...finde den Jester (7. Klasse, Wandertag).
Jede Menge Abzocker...
Samstag, 12. Januar 2008
Ein Vertragschaos...
...erlebte ich gestern im Vodafoneshop meines Vertrauens. Ich lasse mich dort schon seit vielen Jahren beraten und habe fast all meine Verträge in dieser Vertretung abgeschlossen. Die Kundenbetreuung ist vorbildlich, die Mitarbeiter sind sehr nett und versuchen niemals den Kunden etwas aufzuschwätzen, was er überhaupt nicht benötigt. Ich informiere mich immer vorher im Internet, was es an neuen Optionen und Tarifen im Angebot gibt, aber inzwischen ist der Tarifdschungel so undurchdringlich, so dass man ohne Beratung überhaupt nicht mehr auskommt. Gestern habe ich es geschafft den kompetentesten Kundenberater ins Schleudern zu bringen. Bisher hatte ich eine Geschäftstarif mit Blackberry E-Mail-Push-Schlagmichtotoption, die vor zwei Jahren einzigartig war und mir all meine E-Mail promt auf das Handy geliefert hat. Inzwischen gibt es eine ganze Menge anderer Möglichkeiten, ebenso gut funktionieren und außerdem auch noch im einiges billiger sind. Die ganze Verlagsverlängerungsaktion hat über 45 Minuten gedauert, weil wir ständig etwas anderes entdeckten, das besser oder billiger war. Schließlich hatten wir gemeinsam ein Bundle ausgekaspert, welches rund 10 Euro günstiger ist und wesentlich mehr kann als mein jetztiger Tarif. Ich kann jetzt wieder all meine E-Mails auf dem Handy empfangen und habe zudem noch einen unbegrenzten UMTS-Internetzugang.
Eine Probem gibt es allerdings noch, der Vertrag wurde sofort online geändert, mein neues Handy kommt allerdings erst in 5-6 Tagen. Da ich kein UMTS-fähiges Handy habe, habe ich im Moment überhaupt kein Handy, denn der alte Blackberry verweigert die Zusammenarbeit. Das wird eine seeeeeehr ruhige Woche werden.
Ach ja, nach langem Hin und Her habe ich mich gegen den Communicator entschieden. Ich mag einfach die Nokia-Handys nicht, auch wenn sie wirklich allen Schnickschnack bieten. Ich habe mich diesmal für ein kleines, schnuckelliges Universalteil von LG entschieden, das jede Menge kann und mir nicht die Taschen ausbeult.

Freitag, 11. Januar 2008
Updates...
Donnerstag, 10. Januar 2008
Ich bin ein Star...
Gut, ich habe diese Show noch nie gesehen und werde sie mir auch mit Sicherheit nicht anschauen, aber schon alleine die Nennung des Namens reicht aus, um bei mir Blitzherpes auszulösen. Ich gebe es zu, die Tatsache, dass ihr Album gefloppt ist, hat mich schon ein wenig in Feierlaune versetzt, denn selten ist mir eine Person so sehr auf die nerven gegangen wie diese Dame. Ich hoffe nur, dass sie nach der Show wieder aus der Presse und dem öffentlichen Leben verschwindet.
Die Serienlandschaft im deutschen Fernsehen scheint sich zu bessern. Gespannt warte ich auf die Fortsetzungen von "Lost", "House", "Monk" und "Battlestar Galactica", die alle in den nächsten Wochen und Monaten starten. Zur Zeit verfolge ich nur "Psych" und "Men in Trees", die zwar nichts neues bieten, aber durchaus ganz interessant sind. Am nächsten Montag startet dann "Shark" mit James Woods, und wenn die Serie nur halb soviel verspricht, wie uns die Werbung vormacht, dann wird das eine ordentliche Fernsehunterhaltung.
Nach langer Zeit war hat es uns auch mal wieder ins Kino gezogen und wir haben uns "Enchanted" angeschaut. Ein absolut harmloser Film, der keinerlei Highlights bietet und den Zuschauer einfach nur 90 Minuten unterhält. Der Streifen bietet gute bis hervorragende Schauspieler, zweckmäßige Animationen und eine solide Story, die von der ersten bis zur letzten Minute vorhersehbar ist. Ein typischer Weihnachts-Disney mit Familienkompatibilität und hohem Spaßfaktor.
Dienstag, 8. Januar 2008
Hotel-Horror...
...hatten wir bei unserem Kurzurlaub in Sachsen. Wir hatten uns in ein kleines Hotel eingebucht, das zwar nicht unbedingt das preisgünstigste war, aber im Internet eine gute Beschreibung hatte und außerdem die Mitnahme eines Hundes gestattete.
Gut gelaunt sind wir dann einen Tag vor Silvester losgefahren und kamen auch 4 Stunden später an unserem Zielort an. Zumindest beinahe, denn das Hotel war auf Anhieb nicht zu finden und die Ausschilderung war mehr verwirrend als hilfreich. Nach einer weiteren halben Stunde Sucherei, die wir komplett alleine durchführen mussten, weil nach 18 Uhr kein Mensch mehr auf der Straße anzutreffen war, kamen wir dann über eine dunkle und enge Seitenstraße an ein Gebäude, das wohl das darstellen Hotel sollte. Eine Rezeption gab es nicht, Anmelden mussten wir uns im Nachbarhaus, welches auch gleichzeitig ein Restaurant war. Die Wirtin (?) führte uns in das Gästehaus und hier traf uns gleich der erste Schlag. Das Zimmer hatte die Größe eines Dixi-Klos und war ausgestattet wie ein Flüchtlingslager. Ich habe schon Gefängniszellen gesehen, die gemütlicher eingerichtet waren. Danach kam eine ganze Liste weiterer Vorschriften, die u.a. die Frühstückszeiten und den Essensort betrafen. Im Gästehaus wäre ein Zimmer ausgeräumt, in dem wir dann von 8:30 Uhr bis 10:00 frühstücken könnten. Auf keinen Fall früher, schließlich wollten auch Hotelbesitzer ausschlafen. Damit war für uns alles geredet, wir sind bestimmt nicht anspruchsvoll, aber so etwas kann man mit uns nicht machen. Die Absteige als Hotel zu bezeichnen ist eine einzige Frechheit und mit diesen Vorschriften kann man bestenfalls eine Jugendherberge betreiben.
Keine 30 Minuten später haben wir wieder ausgecheckt und uns auf eine Empfehlung einer Bekannten ein paar Kilometer weiter in einer kleinen Pension eingebucht. Hier war dann wirklich alles prima. Das Zimmer war sauber und riesengroß, der Hund kostete nichts extra und die Frühstückszeiten wurden unseren Vorstellungen angepasst. Der Zimmerpreis war auch noch um einiges niedriger als in dem angeblichen Hotel.
Wer in die Nähe von Plauen Urlaub machen möchte, der sollten einen riesigen Bogen um das "Hotel Zum Mühlteich"in Taltiz machen. Große Versprechungen und nichts dahinter.





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