Dienstag, 22. Januar 2008
Ringelpiez mit Anfassen...
...findet am nächsten Montag und Dienstag statt. Wir starten zu unserem jährlichen Bereichsentwicklungsworkshop, der uns 2008 in die Nähe von Sinsheim verschlägt. Wir sind 2 Tage in einem 4 Sterne Hotel untergebracht und werden uns dort mit lecker Essen, viel Alkohol und wenig Programm den Tag um die Ohren schlagen. Normalerweise wird zu solchen Workshops auch immer ein gemeinsames Ziel erarbeitet oder die Strategie für das nächste Jahr festgelegt, aber durch den Wechsel unseres Chef wird das Treffen unter dem Motto "gegenseitiges kennelernen" stehen. Ich mag solche Aktionen eigenlich nicht besonders gerne, aber es ist auch eine Gelegenheit, um mal wieder alle verstreuten Kollegen zu treffen, die man schon seit einem Jahr nicht mehr gesehen hat. Das gibt zwei lange Tage, aber ich freue mich darauf...
Themawechsel:
Das Hick-Hack in meinem Bekanntenkreis geht in eine neue Runde - hoffentlich die Letzte. Das Paar, von dem ich es hier schön öfters hatte, hat sich mal wieder getrennt. Bisher kenne ich nur eine Seite, aber die reicht mir schon aus, um mir eine Meinung zu bilden. Endlich ist es vorbei! Naja, eigentlich ist es schon lange vorbei, sie wollten es sich nur nicht eingestehen. Ständig haben sie sich an Kleinigkeiten hochgezogen, die überhaupt nicht erwähnenswert waren. Wenn man ständig darauf lauert, dass der Partner etwas sagt, was evtl. irgendwo, tief drinnen eine versteckte Andeutung enthalten könnte, dann macht eine Beziehung keinen Sinn mehr. Jede noch so kleine Aktion wurde vom anderen als Seitenhieb auf seine Person angesehen und mit einer entsprechenden Reaktion beantwortet. Das war keine Beziehung, das war ein kalter Krieg. Und irgendwie stehen wir wieder dazwischen. Ich weiß schon was jetzt kommt, wir dürfen uns wieder anhören wer welche Fehler gemacht hat und müssen für jeden Verständnis aufbringen. Sie wird sicherlich sehr schnell darüber hinweg kommen und wieder ein normales Leben führer. Er wird in Selbstmitleid versinken und die ganze Welt für sein Unglück verantwortlich machen. Dann kommt die "früher war alles besser"-Nummer und er wird seinen alten Jugendlieben hinterhertrauern, schlimmstenfalls schafft er es mit einer von ihnen Kontakt aufzunehmen. Und dann geht der ganze Mist wieder von vorne los. Warum kann ich eigentlich keinen normalen Freundeskreis haben..?
Montag, 21. Januar 2008
Wenn der Wecker 2x piepst...
...dann weiß ich, dass der Tag im Arsch ist. Ich bin ein gut durchorganisierter Mensch, mit einem ausgereiften Zeitmanagement und einer zuverlässig funktionierenden inneren Uhr. Ich stehe jeden Tag um die gleiche Uhrzeit auf und mein Morgen läuft nach bewährtem Schema ab. Ich werde gegen 4:30 wach, bleibe dann noch 10 Minuten liegen und verlasse gegen 4:40 Uhr mein Bett, um ins Bad zu gehen. Der Alarm des Wecker schaltet sich erst um 4:44 Uhr ein, falls ich aus irgendeinem Grund nicht zu normalen Uhrzeit aufwache. Das kommt nur 2-3 mal im Jahr vor und ist immer ein eindeutiges Indiz dafür, dass der Tag nicht besonders angenehm wird. Heute ist genau so ein Tag. Das Piepsen hat mich aus allertiefstem Schlaf gerissen, mit dem Ergebnis, dass ich mehr oder weniger orientierungslos ins Bad gewankt bin. Das bei habe ich mir das rechte Bein an einem Schränkchen angehauen, das ich an normalen Tagen bei absoluter Dunkelheit umlaufe. Der Tag im Büro entsprach meinen Erwartungen, ich habe 8 Stunden damit verbracht die Augen offenzuhalten. Durch die unfreiwillige Weckaktion war ich wie gerädert und konnte mich nicht auf die einfachste Arbeit konzentrieren. Diesen Umstand konnte auch der massive Einsatz von Kaffee nicht ändern. Wahrscheinlich werde ich heute Abend nach der Tageshow auf der Couch einschlafen und 2 Stunden später mit tierischen Rückenschmerzen wieder aufwachen.
Am Wochenende war PhaBuLa angesagt, wir können uns vor Neuerscheinungen überhaupt nicht mehr retten, am Samstag habe ich mehrere Stunden damit verbracht neue Bücher einzubauen. Zur Belohnung gab es dann am Abend ein Kochkäseschnitzel und mehrere Schwarzbier in dem kleinen Lokal gleich um die Ecke. Mikey war diesmal mit dabei und auch gleich das Hauptgesprächsthema bei diversen Stammtischproleten. Jeder Barhockerbewohner hatte einen Spruch auf Lager, der uns natürlich ungefragt mitgeteilt wurde.
- Labradore sind gerade die Modehunde. (Mikey ist ein Golden Retriever)
- Beißt der denn? (nur wenn er den Brocken nicht komplett schlucken kann)
- Bekommt der Hund etwa kein Bier? (nein, am Ende redet er noch genauso einen Unsinn wie du)
- Der scheißt bestimmt einen riesen Haufen. (dafür redet er ihn nicht)
- Na, wie heißt du denn? (der Hund kann genauso wenig sprechen wie du denken)
Trotzdem war es lustig, das Essen war gut, das Bier noch besser und ich kenne jetzt wieder ein paar Leute mehr, die ich eigentlich nie kennenlernen wollte...
Dienstag, 15. Januar 2008
Sagt mir doch einfach...
...ins Gesicht, dass ich alte werde. Immer diese kleinen spitzen Bemerkungen, die mich auf meinen Alter hinweisen sollen. Ich habe es verstanden, spart euch die Mühe!
Sogar der Radiosprecher kann sich nicht beherrschen. Der erzählt knochentrocken, dass Nelson Piquet für die Formel 1 verpflichtet wurde und in der neuen Saison für Renault fährt. Alle Achtung, Nelson Piquet ware einer der Top-Fahrer in meiner Jugendzeit und ist jetzt immer noch so fit, um in der Königsklasse zu fahren. Dann setzte der Moderator zu meinem Todesstoss an "Ich meine natürlich Nelson Piquet Jr.". Scheiße, jetzt haben die schon Kinder, die alt genug sind, um in der Formel 1 zu fahren? Was bin ich nur für ein alter Sack.
An die E-Mails von diversen Onlineversendern, die mir Viagra, Schmerzmittel und Rheumasalbe zum Spezialpreis anbieten, habe ich mich schon gewöhnt, ich lese diesen Mist schon gar nicht mehr und werfe ihn gleich in die Tonne. Jetzt fangen aber auch schon die seriösen Onlineversender an mich zu ärgern. Heute kam eine E-Mail von Amazon mit dem Text "Personenwaagen und Hautpflegeartikel, für Sie bis zu 73% reduziert". Schönen Dank auch, man kann mir auch etwas charmanter sagen, dass ich fett und runzelig bin. Was bin ich nur für ein alter Sack.
Auf der Straße werde ich von älteren Damen gegrüßt, die wahrscheinlich nur darauf warten, dass ich zum allsonntäglichen Tanztee erscheine, um bei lecker Kaffee und Kuchen mit ihnen zu shakern. Bei einem Kännchen Kaffee Hag und einer Mandarinenschnitte tausche ich mich mit den anderen alten Schachteln über meine Krankheiten aus und rege mich über die jungen Leute auf, die sich völlig respektlos am Nachbartisch über mich lustig machen. Was bin ich nur für ein alter Sack.
Ich ertappe mich dabei, wie ich nicht mehr binnen Millisekunden den Radiosender ändere, sobald auch nur der erste Takt eines Schlagers angeklungen ist. Es kann nicht mehr lange dauern, dann ist mein einizger Wochenhöhepunkt das Anschauen des Musikkantenstadels. Ich werde vergessen wer Ian Anderson oder Bob Dylan ist und stattdessen die "Gala" nach Artikeln über Marianne und Michael durchsuchen. Was bin ich nur für ein alter Sack.
Heute Mittag werde ich mir im Park schon einmal eine Parkbank aussuchen, auf der ich in Kürze taubenfütternd sitzen werde, um meinen Lebensabend zu geniesen. Dabei werde ich den knapp bekleideten Joggerinnen auf die knackigen Beine schauen und versuchen mich daran zu erinnern, wie ich ihnen früher hinterher gepfiffen habe. Was bin ich nur für ein alter Sack.
Samstag, 12. Januar 2008
Ein Vertragschaos...
...erlebte ich gestern im Vodafoneshop meines Vertrauens. Ich lasse mich dort schon seit vielen Jahren beraten und habe fast all meine Verträge in dieser Vertretung abgeschlossen. Die Kundenbetreuung ist vorbildlich, die Mitarbeiter sind sehr nett und versuchen niemals den Kunden etwas aufzuschwätzen, was er überhaupt nicht benötigt. Ich informiere mich immer vorher im Internet, was es an neuen Optionen und Tarifen im Angebot gibt, aber inzwischen ist der Tarifdschungel so undurchdringlich, so dass man ohne Beratung überhaupt nicht mehr auskommt. Gestern habe ich es geschafft den kompetentesten Kundenberater ins Schleudern zu bringen. Bisher hatte ich eine Geschäftstarif mit Blackberry E-Mail-Push-Schlagmichtotoption, die vor zwei Jahren einzigartig war und mir all meine E-Mail promt auf das Handy geliefert hat. Inzwischen gibt es eine ganze Menge anderer Möglichkeiten, ebenso gut funktionieren und außerdem auch noch im einiges billiger sind. Die ganze Verlagsverlängerungsaktion hat über 45 Minuten gedauert, weil wir ständig etwas anderes entdeckten, das besser oder billiger war. Schließlich hatten wir gemeinsam ein Bundle ausgekaspert, welches rund 10 Euro günstiger ist und wesentlich mehr kann als mein jetztiger Tarif. Ich kann jetzt wieder all meine E-Mails auf dem Handy empfangen und habe zudem noch einen unbegrenzten UMTS-Internetzugang.
Eine Probem gibt es allerdings noch, der Vertrag wurde sofort online geändert, mein neues Handy kommt allerdings erst in 5-6 Tagen. Da ich kein UMTS-fähiges Handy habe, habe ich im Moment überhaupt kein Handy, denn der alte Blackberry verweigert die Zusammenarbeit. Das wird eine seeeeeehr ruhige Woche werden.
Ach ja, nach langem Hin und Her habe ich mich gegen den Communicator entschieden. Ich mag einfach die Nokia-Handys nicht, auch wenn sie wirklich allen Schnickschnack bieten. Ich habe mich diesmal für ein kleines, schnuckelliges Universalteil von LG entschieden, das jede Menge kann und mir nicht die Taschen ausbeult.

Dienstag, 8. Januar 2008
Hotel-Horror...
...hatten wir bei unserem Kurzurlaub in Sachsen. Wir hatten uns in ein kleines Hotel eingebucht, das zwar nicht unbedingt das preisgünstigste war, aber im Internet eine gute Beschreibung hatte und außerdem die Mitnahme eines Hundes gestattete.
Gut gelaunt sind wir dann einen Tag vor Silvester losgefahren und kamen auch 4 Stunden später an unserem Zielort an. Zumindest beinahe, denn das Hotel war auf Anhieb nicht zu finden und die Ausschilderung war mehr verwirrend als hilfreich. Nach einer weiteren halben Stunde Sucherei, die wir komplett alleine durchführen mussten, weil nach 18 Uhr kein Mensch mehr auf der Straße anzutreffen war, kamen wir dann über eine dunkle und enge Seitenstraße an ein Gebäude, das wohl das darstellen Hotel sollte. Eine Rezeption gab es nicht, Anmelden mussten wir uns im Nachbarhaus, welches auch gleichzeitig ein Restaurant war. Die Wirtin (?) führte uns in das Gästehaus und hier traf uns gleich der erste Schlag. Das Zimmer hatte die Größe eines Dixi-Klos und war ausgestattet wie ein Flüchtlingslager. Ich habe schon Gefängniszellen gesehen, die gemütlicher eingerichtet waren. Danach kam eine ganze Liste weiterer Vorschriften, die u.a. die Frühstückszeiten und den Essensort betrafen. Im Gästehaus wäre ein Zimmer ausgeräumt, in dem wir dann von 8:30 Uhr bis 10:00 frühstücken könnten. Auf keinen Fall früher, schließlich wollten auch Hotelbesitzer ausschlafen. Damit war für uns alles geredet, wir sind bestimmt nicht anspruchsvoll, aber so etwas kann man mit uns nicht machen. Die Absteige als Hotel zu bezeichnen ist eine einzige Frechheit und mit diesen Vorschriften kann man bestenfalls eine Jugendherberge betreiben.
Keine 30 Minuten später haben wir wieder ausgecheckt und uns auf eine Empfehlung einer Bekannten ein paar Kilometer weiter in einer kleinen Pension eingebucht. Hier war dann wirklich alles prima. Das Zimmer war sauber und riesengroß, der Hund kostete nichts extra und die Frühstückszeiten wurden unseren Vorstellungen angepasst. Der Zimmerpreis war auch noch um einiges niedriger als in dem angeblichen Hotel.
Wer in die Nähe von Plauen Urlaub machen möchte, der sollten einen riesigen Bogen um das "Hotel Zum Mühlteich"in Taltiz machen. Große Versprechungen und nichts dahinter.
Sonntag, 6. Januar 2008
Ich kann sie nicht mehr hören...
...die Frage was ich mir für 2008 alles vorgenommen habe. Mir kommt es so vor als möchten manche Leute damit versteckte Kritik an mir üben. Das bringt nichts, wenn euch etwas nicht passt, dann haut es mir um die Ohren.
Meine Ziele sind relativ bescheiden und fast ausschließlich eigennützig. Ich möchte meinen Ausbau beenden, etwas mehr Ruhe finden und endlich wieder ein paar alte Kontakte pflegen. Es gibt eine Menge Leute da draußen, mit denen ich mich gerne unterhalte und die ich unbedingt einmal wiedersehen möchte, aber bisher hat mir meine knappe Zeit immer einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Buchmessetreffen wird auch wieder ein großes Thema werden, auch wenn die ersten Vorbereitungen bereits getroffen sind.
Vielleicht gelingt mir 2008 auch mal wieder eine meiner beiden Lieblingsstädte London oder Wien zu besuchen, ich vermisse den Stephansdom und die Oxford-Street.
Während wir dem Glück hinterherlaufen,
verlieren wir unsere Zufriedenheit.
Jüdisches Sprichwort






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