Mittwoch, 16. Januar 2008
Den Konfigurationswolf...
...habe ich mir gestern gelaufen. Völlig überraschend erhielt ich einen Anruf vom Vodafone-Shop meines Vertrauens, der mir mitteilte, dass mein neues Handy angekommen ist. Ich war eh in der Nähe, deshalb bin ich gleich vorbei gefahren und habe das Teil abgeholt. Eines muss man den Koreanern lassen, bei der Verpackung lassen sie sich nicht lumpen. Der Karton hätte garantiert einen Sturz aus 200 Metern Höhe unbeschadet überstanden. 200 Klebestreifen, Kabelbinder und Plastiktüten später lag das Telefon dann vor mir und musste nur noch von 5.000 weiteren Schutzfolien befreit werden. Zuerst wollte ich die SIM-Karte einbauen, was gar nicht so einfach war, denn auf den ersten Blick war kein Einschubfach für das Plättchen zu erkennen. Also musste ich doch, entgegen meiner Gewohnheit (ich hasse Geräte, deren Funktionen sich nicht ohne das Studium der Gebrauchsanleitung erschließen), die Bedienungsanleitung durchblättern. Aha, Einschubfach gefunden - Karte eingelegt. Natürlich falsch herum, denn auf der Anleitung war die Einschubrichtung nicht eindeutig zu erkennen. Selbst mit den filigransten Fingern schafft man es unmöglich die Karte wieder aus dem Gerät zu entfernen, so dass ich mich erst einmal auf die Suche nach einer Pinzette machte, mit der ich dann auch das Teil wieder aus dem Gerät ziehen konnte. Dazu gelernt, neu eingelegt. Diesmal richtig herum und nach dem Einbau des Akkus erschien auch das Betreiberlogo auf dem Display. Danach wollte der Touchscreen kalibriert werden, was mit 5 Klicks mit dem Stift erledigt war. Es folgte die Eingabe der Besitzerdaten und das Festlegen des Farbschemas, was beides auch nur eine Minute dauerte. Nun lag das Gerät einsatzbereit vor mir - oder auch nicht. Bisher funktionierte nur das Telefon, die Internet und E-Mailverbindung musste noch eingerichtet werden. Zuerst wollte ich aber das Telefon testen und habe mich selbst angerufen. Meine Fresse, ist das Ding laut! Und der Klingelton ist auch beschissen. Die Lautstärke war schnell geändert und liefert noch in der mittleren Einstellung den Dezibelwert einer Luftschutzsirene. Die Klingeltöne waren allesamt nervig, aber es sollte kein Problem sein einen Eigenen aufzuspielen. Weiter ging es mit der Internetverbindung, die zu einem großen Teil schon vorkonfiguriert war. Leider war ich beim Tippen zu dämlich und habe mir eine Voreinstellung zerschossen, so dass ich einen "Hard-Reset" durchführen musste, um das Telefon in den Auslieferzustand zurückzustetzen. Dazu mussten 3 Tasten gleichzeitig gedrückt werden, was nur gelingt, wenn alle Finger eine mehrjährige Balletausbildung genossen haben. Unter dem Einsatz sämtlicher Gelenke ist es mir dann gelungen die 3 Tasten zu drücken und es passierte nichts. Selbst nach dem 10. Versuch änderte sich am Telefon überhaupt nichts, dafür wurde meine Laune zunehmend schlechter. Nach dem 20. Versuch habe ich es dann eingesehen und im Internet nach Hilfe gesucht. Scheinbar hatten sehr viele Besitzer das gleich Problem, denn die Lösung war auf etlichen Seiten beschrieben. Das Telefon durfte nicht eingeschaltet sein - davon stand aber kein Wort in der Bedienungsanleitung. Siehe da, schon der erste Versuch war erfolgreich, das Geräte wurde wieder in den Urzustand versetzt und ich durfte die ganze Konfigurationsprozedur erneut durchführen. Mit etwas Routine ging das aber recht flott und ich konnte keine 2 Minuten später meine erste Internetseite aufrufen. Boah, das Ding ist wirklich pfeilschnell, aber die Darstellung des Internetexplorers ist unter aller Sau. Deswegen habe ich gleich den Opera Mobile aufgespielt, der dem Microsoft Browser um Längen überlegen ist. Spitzenklasse, gestochen scharfe Darstellung, sehr benutzerfreundlich und wirklich überraschend flink. Abschließend musste ich noch die E-Mailfunktion konfigurieren, wobei man auch von einem eigenen Tutorial unterstützt wird. Und genau an dieser Stelle haben sie mich über das Ohr gehauen, denn die vorgegeben Konfiguration verweist auf eine APN, die nicht in der Flatrate enthalten ist und für den Datentransfer ernorme Kosten verursacht. Bei mir sind mal eben für 25 Euro Daten über das Netz gerauscht bevor eine SMS-Nachricht mit dem Hinweis auf eine kostenpflichtige Verbindung ankam. So kann man auch Geld verdienen, ganz dicker Abzug in der Servicenote. Nachdem ich dann die notwenige Einstellung manuell geändert hatte war alles im grünen Bereich. Deswegen ein erstes Fazit:
- Verarbeitung: Erstklassig, es wackelt nichts, es steht nichts über und sogar der Stift sitzt press im Gehäuse und fällt auch bei größeren Erschütterungen nicht aus der Halterung
- Ausstattung: Sehr gut, 2 Megapixel Kamera, die für ein Handy ausreichende Bilder schießt. Für mich ist das eher unwichtig, daher keine Bewertungspriorität. Das Touchpad arbeitet präzise und lässt keine Wünsche offen. Die Tasten sitzen ergonmisch und sind im Gehäuse versenkt und somit gegen unbeabsichtigtes Betätigen gesichert.
- Software: Windows Mobile 6, Excel, Word, Powerpoint (nur anzeigen), Outlook, IE (nur eingeschränkt brauchbar), Google Maps, FM Radio, Mediaplayer und jede Menge Schnickschack, den ich nicht brauche.
- Lieferumfang: Kopfhörer mit Blecheimerklang, Kabelfreisprecheinrichtung, die auch gleichzeitig als Radioantenne dient, Schutztasche (bei der Bestellung wurde extra drauf hingewiesen, dass keine Tasche enthalten ist, deswegen hatte ich extra eine bestellt. Schönen Dank für die Geldverschwendung!), Ladegerät, USB-Kabel, CD mit ActiveSync und Bedienungsanleitung, gedruckte Bedienungsanleitung (mit vielen Fehlern), Batterie (1050 mAh), Kurzreferenz.
- Bedienung: Sieht man von der fehlerhaften Vorkonfiguration ab, hat man das Gerät in 3-5 Minuten startbereit. Die Syncronisation via ActiveSync funktioniert reibungslos, Zusatzsoftware wird ohne Probleme aufgespielt. Die Adressverwaltung ist genial und intuitiv, das Gerät lässt sich größtenteils mit dem Finger bedienen, lediglich für Texteingaben muss der Stift verwendet werden. Die Handschriftenerkennung kommt sogar mit meiner Sauklaue zurecht, ist aber eher etwas für Vielschreiber. Die Empfangsqualität ist hervorragend und übersteigt alles, was ich von meinen vorherigen Handy kannte. Gleiches gilt für die Audio- und Videowiedergabe.
Sieht man davon ab, dass ich durch mein oberflächliches Einrichten Vodafone zu einem schönen Extraverdienst verholfen habe, so bin ich sehr zufrieden. Das Gerät hat einen gigantischen Funktionsumfang ohne dabei seine Handlichkeit zu verlieren. Das KS20 verschwindet in der Hosentasche ohne eine Beule zu hinterlassen. Die Bluetoothverbindung mit der Freisprechanlage vom Auto ist mir auch sofort gelungen. Lediglich Tatsache, dass die Speicherkartengröße (MicroSD) auf 2 GB begrenzt ist hält mich davon ab, das Handy auch als MP3-Player zu benutzen. Hier sollte die Firmware auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden.
Freitag, 11. Januar 2008
Updates...
...hat es in den letzten Tagen auf meinen diversen Seiten gegeben. Besonders Rezi-Online.de hat mir gestunken, weil mir das Backend nicht gefallen hat habe ich nun eine komplette Oberfläche im Access geschrieben, die via ODBC mit dem SQL-Server kommuniziert und die neusten Daten automatisch einschreibt. Auf die Idee hätte ich schon früher kommen können, einfacher geht es wirklich nicht mehr. Endlich kann ich die Daten bequem sortieren, löschen und bearbeiten ohne erst irgendwo Anpassungen am Quellcode vornehmen zu müssen. Jetzt fehlt nur noch ein wenig Gefummel am Design, dann bin ich wieder zufrieden. Zukünftig werde ich die Rezi-Online und Buchlisten zusammenfassen und über eine gemeinsame Oberfäche administrieren.Â
Geschrieben von Jester
in Hobby
um
16:35
| 1 Kommentar
| Keine Trackbacks
Tags für diesen Artikel: hobby
(Seite 1 von 1, insgesamt 2 Einträge)






Kommentare