Dienstag, 29. April 2008
Mit unerträglicher Penetranz...
...gehen mir seit ein paar Tagen wieder diverse Call-Center auf die Nerven. In Deutschland ist es wohl nicht möglich solche Unternehmen juristisch davon abzuhalten mich mit ihren Anrufen zu belästigen. Die Produkte, die man mir am Telefon verkaufen möchte werden immer ungewöhnlicher, so dass ich manchmal vermute, dass mich irgend jemand verarschen möchte.
Inzwischen bin ich davon abgekommen die Call-Agenten zu beleidigen, derzeit lasse ich sie lieber reden und versuche das Gespräch in eine Richtung zu lenken, mit der sie überhaupt nichts anfangen können. Wenn sie mit mir telefonieren, dann lassen sie wenigstens andere in Ruhe.
Beispiel 1:
(Dies ist mein absoluter Favorit, ich bin mir immer noch nicht sicher, ob der Anruf echt war.)
(A)nruferin: Hallo, hier is de Monika ausm Oddewald?
Ich: Bitte wer?
A: Ei, mer lieffern als de guude Honich an euch aus.
Ich: Sie machen was?
A: Na Honich lieffere, de guude kaltgschleuderde.
Ich: An mich?
A: Noch net, awwer mer sin ihn eurer Näh und könnde vorbeikumme.
Ich: Ich esse keinen Honig.
A: Awwer des is doch de guude kaltschleuderde, der is gsund un schmeggt guud.
Ich: Ich bin Diabetiker, ich darf keinen Honig essen.
(Wäre ich Pinocchio, dann könnte ich meine Nasenspitze nur noch mit dem Fernglas sehen)
A: Aaach ned de kaltgschleuderde?
Ich: Nein, der enthält Zucker und ich darf keinen Zucker essen.
A: Schad, wie siehtsn mit Marmelad aus?
Ich: Enthält auch Zucker, darf ich nicht essen?
A: Aaach ned Hollunder, der is ned süß.
Ich: Nein, überhaupt keine Marmelade.
A: Schaaad, awwer mer hawwe auch Zinkkabsle.
Ich: Nein, ich bin bestens versorgt.
A: Aaaach mit Zink?
Ich: Auch mit Zink!
A: Des is schaad, donn vielleicht e onnermol.
(Leute gibt es...)
Beispiel 2:
(A)nrufer: Guten Tag, spreche ich mit Vorname, Name?
(Rufnummer ist unterdrückt, daher keine Auskunft)
Ich: Wer will das denn wissen?
A: Mein Name ist Vorname Nachname von der Firma Firmenname
Ich: Und was wollen sie?
A: Ich stehe gerade vor ihrem Haus und möchten wissen, ob sie der Eigentümer sind.
Ich: Das geht sie nichts an, was wollen sie überhaupt?
A: Wir möchten ihnen ein Angebot für neue Fenster machen.
Ich: Sie sagten doch, dass sie vor meinem Haus stehen.
A: Ja.
Ich: Dann drehen sie sich bitte nach links und laufen ca. 150 Meter die Straße hinunter.
A: Warum das denn?
Ich: Dort finden sie einen Optiker, der kann ihnen weiterhelfen.
A: Ist das der Hausbesitzer?
Ich: Nein, aber der verkauft Brillen und sie brauchen wohl dringend eine, sonst hätten sie bestimmt gesehen, dass alle Fenster in meinem Haus nagelneu sind und nicht ausgetauscht werden müssen.
KLACK!
Beispiel 3:
(A)nruferin: Guten Tag, mein Name ist Vorname Nachname, spreche ich mit Vorname Nachname?
(Wieder keine Rufnummerübermittlung, daher keine Auskunft)
Ich: Was wollen sie denn?
A: Wir machen eine Umfrage zum Thema TV-Zeitschrift und hätte ein paar Fragen an sie.
(Ich hatte gerade nichts zu tun...)
Ich: Wenn es denn sein muss.
A: Wie viele Stunden TV schauen sie pro Tag?
Ich: 0,25
A: (nach ca. 10 Sekunden Stille) Das sind 15 Minuten.
Ich: Herzlichen Glückwunsch, sie sind für ihren Job überqualifiziert.
A: (lacht) Ja, das sage ich auch immer.
A: Womit wählen sie ihr Fernsehprogramm aus?
Ich: Mit der Fernbedienung.
A: Wie dumm, die Frage war falsch gestellt.
Ich: Sehe ich auch so.
A: Nach welchen Kriterien wählen sie Fernsehprogramm aus?
Ich: Ich schaue nur die Tagesschau.
A: Und wenn sie etwas anders anderes schauen möchten, womit informieren sie sich über das aktuelle Fernsehprogramm?
Ich: Ich schaue nur die Tagesschau.
A: Mehr nicht?
Ich: Mehr nicht!
A: Haben sie sich schon einmal eine Programmzeitschrift gekauft?
Ich: Nein, aber ich habe schon mal eine durchgeblättert.
A: Fanden sie die Zeitschrift denn informativ?
Ich: Nein, nicht wirklich.
A: Warum nicht?
Ich: Ich wusste schon was drin steht?
A: Sie wussten was drin steht?
Ich: Ja, die Tagesschau kommt täglich von 20:00 bis 20:15 Uhr.
A. Und wenn sie einmal eine andere Sendung schauen möchten?
Ich: Möchte ich nicht.
A: Sie schauen wirklich nur die Tagesschau?
Ich: Sind ihre Verständnisprobleme akustischer oder geistiger Natur?
A: Die Frage verstehe ich nicht.
Ich: Aha, letzteres.
A: Dürfen wir ihnen ein kostenloses Exemplar der TV-Pupsi zuschicken?
Ich: Nein, kein Interesse.
A: Warum denn nicht, ist doch völlig kostenlos.
Ich: Ich weiß doch was drin steht.
A: Jaja, die Tagesschau kommt von 20:00 bis 20:15 Uhr.
Ich: Sehr gut, sie kennen sich aus, sie sind ganz bestimmt überqualifiziert.
KLACK!
(Die war wirklich zäh)
Beispiel 4:
(A)nrufer: Ja guten Tag, Herr Name!
(Meine Güte ist der gut gelaunt, da sind garantiert bewusstseinserweiternde Drogen im Spiel)
Ich: Haben sie was genommen?
A: Wie bitte?
Ich: Sie sind so gut gelaunt, nehmen sie Drogen?
A: Nein, ich überbringe gute Nachrichten, da muss man doch einfach gut gelaunt sein.
Ich: Lassen sie mich raten, ich habe was gewonnen.
A: Ganz genau, Herr Name, sie sind einer unserer glücklichen Gewinner!
Ich: Woher wollen sie denn wissen, ob ich glücklich bin?
A: Wenn sie es noch nicht sind, dann werden sie es gleich sein, Herr Name.
Ich: Warum, wollen sie mir von ihren Drogen abgeben?
A: Nein, aber wollen sie denn gar nicht wissen was sie gewonnen haben, Herr Name?
(Der Typ geht mir mit seinem ständigen Herr Name und seiner guten Laune gewaltig auf den Zeiger)
Ich: Sie werden es mir sicherlich gleich erzählen.
A: Sie haben ein kostenloses Probeabonnement der Zeitschrift Blubber gewonnen.
Ich: Und das soll mich glücklich machen?
A: Aber man bekommt doch nicht alle Tage etwas geschenkt.
Ich: Etwas von ihren Drogen wäre mir lieber gewesen.
A: ICH NEHME KEINE DROGEN!
Ich: Das würde aber ihre gute Laune erklären.
A: Ich bin überhaupt nicht mehr gut gelaunt,Herr Name, ich versuche ihnen hier eine Freude zu machen und sie unterstellen mir, ich würde Drogen nehmen.
Ich: Ich beschreibe nur meinen subjektiven Eindruck.
A: (genervt) Wohin dürfen wir die Zeitschrift schicken, Herr Name.
Ich: Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises mbH Muthstr. 4, 74889 Sinsheim
A: Vielen Dank, das erste Exemplar wird ihnen in den nächsten Tagen zugestellt, Herr Name.
A: Einen schönen Tag noch, Herr Name.
Ich: Keine Macht den Drogen.
KLACK!
(Hach, war der dämlich)
Mittwoch, 9. April 2008
Die ewige Jammerei...
...von Leuten, die ihren Kummer selbst verschuldet haben, kann ich so langsam nicht mehr hören. Ein großer Teil unserer Poduktionsmitarbeiter besteht aus Kollegen, die von diversen Leiharbeitsfirmen "geleast"wurden. Gegenüber den fest eingestellten Werksangehörigen verdienen diese Leiharbeiter einen dicken Batzen Geld weniger. Wenn ich mir aber anschaue, was einige von diesen Typen mit ihrer sauer verdienten Kohle anstellen, dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Neulich wurde ich Zeuge eines Gesprächs, in dem sich zwei geliehene Mitarbeiter bitterböse über ihre finanzielle Situation beschwerten. Das Geld würde überhaupt nicht ausreichen, schließlich hätten sie doch Familie, wie soll denn ein Mensch von diesen paar Kröten leben und, und, und... Der, der sich am lautesten beschwerte griff in seine Hosentasche und holte ein iPhone heraus, um mal eben seine Frau anzurufen und ihr zu sagen, dass er nach der Arbeit mit den Kollegen noch ein Bier trinken geht. Keine Ahnung was so ein iPhone kostet, aber jemand, der angeblich nicht genug verdient, der sollte sich dann auch kein so exklusives Telefon gönnen. Der andere Gesprächspartner, der natürlich ebenfalls am Existenzminimum lebt, fährt einen 5er BMW neueren Baujahrs, der sicherlich auch nicht ganz günstig in der Anschaffung und er Haltung ist.
Die Liste lässt sich fast endlos fortsetzen und ich kann nicht verstehen, warum diese Typen nicht einfach die Arschbacken zusammenkneifen und ihre Brötchen eine Portion kleiner backen. Ich überlege mir doch auch vor jeder Anschaffung, ob ich das Objekt leisten. Ich würde auch gerne ein größeres Auto fahren, 5x im Jahr irgendwo Urlaub machen und mir ständig den neusten technischen Schnickschack kaufen. Ich kann es mir aber nicht leisten, und weil ich mir solchen überflüssigen Luxus verkneife habe ich auch keinen Grund herumzujammern.
Dienstag, 8. April 2008
Ich mag keine japanischen Autos...
(Seite 1 von 1, insgesamt 3 Einträge)






Kommentare