...haben wir am Samstag erlitten. Am Wochenende haben wir meistens keine große Lust auf Kochen und Küchenarbeit, deswegen gehen wir häufig in irgendein Restaurant in der Nähe. Am Samstag wollten wir in ein indisches Lokal gehen, in dem wir schon mehrmals gegessen hatte und das, bis auf ein paar Ausnahmen, immer recht gut war. Leider hat die Qualität ständig abgenommen, die Tischdecken waren mir Soßenresten bekleckert, die Gewürzschälchen waren auch nicht gerade blitzblank und der Keller kämpfte zuweilen noch mit dem Restalkohol vom Vortag. Allerdings machte das Essen all diese Mängel wieder wett, der Geschmack der Speisen war einfach immer gigantisch. Am Samstag betraten wir ein völlig leeres Lokal, außer uns waren keine weiteren Gäste anwesend. Bisher wurden wir immer von einem Kellner empfangen und wir wurden an einen freien Tisch geleitet. Dieses mal kam niemand und wir setzten uns einfach an einen Tisch der uns gefiel. Natürlich war auf meiner Seite die Tischdecke wieder mit roten Soßenresten versaut. Schon nach einer Minute kam der Kellner (den ich vorher noch nie gesehen hatte) angetrabt und drückte uns wortlos 2 Speisekarten in die Hand. Kein "Guten Tagâ", kein "Hallo"und vor allem keine Frage nach dem Getränkewunsch. So sollte es auch bleiben. Der Kellner kam nach 5 Minuten nicht, er kam nach 7 Minuten nicht und er machte auch nach 10 Minuten, und einigen Blickkontakten mit mir, keine Anstalten seine Teepause zu unterbrechen, um seine Gäste (die einzigen) zu bedienen. Wir haben dann sehr schnell eingesehen, dass wir den guten Mann unmöglich beim Genuss seines Getränks stören können und haben das Lokal verlassen. Ich warte bestimmt keine unterwürfige Höflichkeit, aber zumindest bemerken könnte man mich. Das Lokal "Indian Palace"in Heppenheim ist nicht mehr zu empfehlen, die Sauberkeit ist stark verbesserungswürdig und der Service unterirdisch. Die sehen uns nicht wieder.
Etwas frustriert sind wir dann zum Marktplatz gelaufen, um uns dort ein Lokal zu suchen. Das stellt im Allgemeinen kein Problem dar, lediglich bei schönem Wetter kann es schon mal sein, dass man etwas länger auf einen freien Tisch warten muss. Wir hatten Glück und in unserem bevorzugtem Lokal gab es noch einen freien Tisch, den wir sofort belegten. Die Auswahl an Speisen ist hier relativ gering, wird aber ständig durch diverse Tagesangebote ergänzt. Auch der Preis ist eher im oberen Bereich anzusiedeln, aber wenn das Essen schmeckt, dann zahlt man auch gerne ein paar Euro mehr. Wir haben uns dann für das Schweinerückensteak mit Pfifferlingen (A) und das Schweinerückensteak mit Kochkäse entschieden, als Beilage gab es jeweils Bratkartoffeln. Tja, scheinbar gibt es mehrere Varianten von Schweinerückensteak, u.a. auch eine, die aussieht und schmeckt wie ein ganz normales Schnitzel. Auf unseren Tellern befanden sich 2 panierte Schweinefleischscheiben, die mit Fett vollgesogen waren. Die Bratkartoffen trieften ebenfalls und waren niemals mit irgendeinem Gewürz in Berührung gekommen. Der größte Witz waren allerdings die Pfifferlinge und der Kochkäse. Ungefähr 6 kleine Pilzchen lagen auf dem Teller und der Klumpen Kochkäse hätte auf einen Teelöffel gepasst. Wenn man bedenkt, dass wir für dieses Essen, das ohne Vorspeisensalat oder sonstigen Schnickschnack daher kam, 14,80 Euro, bzw. 11,80 Euro bezahlt haben, dann kann einem die Lust am Abendessen schon vergehen.
Am Sonntag habe ich mich wieder selbst in die Küche gestellt, das war billiger und hat vor allem auch geschmeckt.
Kommentare