....so heißt das Buch, das sich seit Wochen an der Spitze der Bestsellerliste fest gesaugt hat. Ich konnte mich dem allgemeinem Hype nicht entziehen und musste den Roman ebenfalls lesen.
Zum Inhalt: Hellen ist 18 Jahre alt und hat sich beim rasieren ihres Analbereichs Verletzungen zugezogen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Dort denkt sie, auf 220 Seiten, über ihren Körper, ihre Sexualität und ihr Leben nach.
Meine Meinung: 220 Seiten sind nicht viel, besonders nicht, wenn die Buchstaben in einem sehr augenfreundlichen Format gedruckt sind. Schon nach der ersten Seite drängt sich der Eindruck der Platzfüllerei auf, der Inhalt hätte, in normaler Schriftgröße gedruckt, locker auf 100 Seiten abgebildet werden können. Wäre wirklich besser gewesen, so hätte man nur 100 Seiten Papier verschwendet. Der Roman liest sich wie ein Aufsatz eines Viertklässlers, der noch über einen sehr beschränkten Wortschatz verfügt.
Kinderromane über Ponys und Prinzessinnen sind weitaus wortgewaltiger verfasst. So begleitet uns die Geschichte von einem angeblichen Tabuthema zum nächsten, ohne dabei dem durchschnittlichen Bildzeitungsleser eine geistige Forderung abzuverlangen. Mancher mag die Gedanken über Analverkehr, selbstgerollte Tampons und das Schlucken von Körperflüssigkeiten jeglicher Art eklig oder amüsant finden, ich fand das Ganze einfach nur langweilig. Spätestens nach der Hälfte des Buchs gehen der Autorin die Ideen aus und sie versucht den Lesern mit leichten Variationen der bereits beschriebenen Sauereien bei der Stange zu halten.
Fazit: Feuchtgebiete ist ein wichtiges Buch, denn es zeigt sehr deutlich wie es um die deutsche Leserschaft bestellt ist. Inhalt und Stil sind zweitrangig, es reicht völlig aus ein paar abartige (?) Neigungen zu beschreiben, um auf der Bestsellerliste zu landen.
Dieter Bohlen dürfte sich freuen, gegen das Buch von Charlotte Roche wirken seine Roman fast schon anspruchsvoll.
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