...war Samstag und Sonntag angesagt. Den Samstag habe ich bis 12 Uhr im Büro verbracht und durch das frühe Aufstehen war ich den Rest vom Tag zu nichts mehr zu gebrauchen. Was liegt da näher als sich ins Kino zu setzen und einen Film anzuschauen.
Nach dem großen Medienhype konnte ich an „2012“ einfach nicht vorbei, ich wollte unbedingt sehen wie Roland Emmerich ein zweites mal die Erde kaputt macht. Zugegeben, er hat das wirklich hervorragend umgesetzt, die SFX sind vom Allerfeinsten. Ich verstehe zu wenig von Geophysik, um beurteilen zu können, ob dieses Szenario wirklich so eintreffen könnte, aber der Film zielt ganz bestimmt nicht auf wissenschaftliche Korrektheit ab. Wie gesagt, die Effekte sind Benchmark, die Schauspieler machen das, was man von ihnen erwartet und die Geschichte ist genau so flach, wie sie eben bei Katastrophenfilmen immer ist. Was mich wirklich angenervt hat ist (mal wieder) der penetrante amerikanische Patriotismus, der in „2012“, trotz der vordergründigen Botschaft der globalen Einheit, unangenehm auffällt. Natürlich ist es ein Amerikaner, der den Stein ins Rollen bringt und damit den Anstoß zur Rettung der Menschheit gibt und natürlich ist es auch wieder ein Amerikaner, der mit seiner Rede die Nationen zur Öffnung der Archen veranlasst. Bäh, ganz nebenbei räumen wir den Russen und den Chinesen noch eins ab und von den meisten Staaten, die mit den Amis nicht so gut können ist erst gar nicht die Rede. Schade, das drückt den positiven Gesamteindruck ein wenig. Trotzdem, „2012“ ist ein Blue-Ray Kandidat - Kopf ausschalten und Effekte genießen.
Der zweite angeschaute Film war „Coraline“, ein Film von Tim Burton nach einem Buch von Neil Gaiman. Ich hasse den Stil von Tim Burton, aber bewundere Neil Gaiman, so dass ich dem Film doch eine Chance geben wollte. Nach dem wirklich genialen Vorspann hatte ich die Hoffnung, dass mir dieser Streifen doch gefallen könnte, aber schon nach wenigen Minuten war die alte Abneigung wieder vorhanden. Tim Burton Filme sind mir zu schnell geschnitten, zu bunt und viel zu durcheinander. Coraline habe ich vor vielen Jahren gelesen, so dass ich keine Aussage über die Umsetzung machen kann, an einige Szenen konnte ich mich erinnern, aber die Masse war mir völlig fremd. Coraline ist nicht mein Film, Tim Burton nicht mein Regisseur und ich werde mir sehr stark überlegen, ob ich mir noch jemals einen Streifen von ihm anschauen werde.
Ok, ich habe mich getäuscht, Coraline hat nichts mit Tim Burton zu tun. Trotzdem mag ich den Film nicht...
Danke an Bonnie für die Richtigstellung.






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