...empfinde ich gegenüber den Monaten November und Dezember. Starke Hassgefühle entwickeln sich, wenn ich meine aktuelle Gehaltsabrechnung anschaue. Mein Lohnsteuerbeitrag entspricht dem Bruttosozialprodukt von Burkina Faso und ich möchte nicht wissen wie viele arbeitsfaule Subjekte ich damit wieder durchfüttere. Besonders wenn mir unser Dorfasozialer über den Weg läuft, dann läuft mir die Galle über. Der Typ ist ca. 35 Jahre alt, kerngesund und absolut unwillig auch nur einen Finger krumm zu machen. Egal um welche Uhrzeit man ihn trifft, die linke Hand ist immer mit einer Kippe verwachsen und die rechte mit einer (Oettinger) Bierflasche. Auf den Rücken trägt er einen Rucksack, der alkoholischen Nachschub enthält. Natürlich werden die leeren Flaschen nicht zurück gegeben, sondern fliegen neben dem Spielplatz in den Acker. Wegen 7 Cent Pfand macht sich solch ein Subjekt doch keine Arbeit. Meistens steht er in der Nähe des Bahnhofs und schwingt große Reden, mit denen er andere Taugenichtse unterhält. Damit so ein Arschloch nicht in der Gosse verhungert gehe ich jeden Monat 200 Stunden arbeiten. Danke Sozialstaat!
Etwas positiver sehe ich die Weihnachtsmärkte, die bei uns in den kleineren Städten stattfinden. Im Gegensatz zu den Großstadtveranstaltungen sind diese noch ein wenig traditionell und enthalten nicht diverse Nippesstände, die von Plastikkotze bis zu japanischen Messersets jeden erdenklichen Blödsinn anbieten. Morgen geht es nach HD, mal schauen, ob ich danach schon die Nase voll habe.






Da begleiteten sie ein Mädel (wenn ich es richtig im Kopf hab gerade Ende Grundschule) an den Gebüschen entlangt und sie erzählt, daß sie es ja vollkommen verstehen könnte, daß ihr die Eltern kein Taschengeld geben könnten und deshalb würde sie eben Flaschen sammeln um etwas Geld zu haben. "Wenn die Betrunkenen die nicht wegbringen..."
Da mußte ich schon ordentlich schlucken.
Ich weiß natürlich jetzt nicht, ob die Eltern ihr Leben verbockt haben, weil sie zu faul in der Schule waren, ob sie in der Tat zu faul sind zu arbeiten, ob sie z.B. einfach das Pech hatten bei Nokia (Bochum), Quelle u.ä. zu arbeiten oder ob sie sich mit einem vollkommen unterbezahlten Job abmühen und trotzdem nix auf dem Konto haben.