...zeigt den Zuschauern einen weiteren Zug im großen Insel-Schachspiel.
Nachdem letzte Woche „Faith“ (Fake-Locke) seinen Zug gemacht hat, durften wir in dieser Woche „Science“ (Jacob) beobachten, wie er seine Leute rekrutiert.
Die Folge war so schlecht, ich möchte eigentlich gar kein richtiges Review dazu schreiben. Die Produzenten hatten uns für die letzte Staffel dicke Batzen an Antworten versprochen, in „The Lighthouse“ ist jedoch gerade das Gegenteil passiert, es sind viele neue Fragen entstanden, die oftmals sogar auf unlogische Handlungen, bzw. Ereignissen basieren.
Plötzlich steht ein riesiger Leuchtturm auf der Insel, den bisher noch kein Mensch bemerkt hat. Da hilft auch die Aussage „Wir haben in bisher noch nicht gefunden, weil wir noch nicht danach gesucht haben“ nur wenig weiter. Die Geschichte wirkt auf mich einfach nur unglaubwürdig.
Das Spiegelsystem innerhalb des Leuchtturms zeigt, je nach Einstellung, die Szenen, in denen Jacob erstmalig in das Leben der Kandidaten eingegriffen hat. Bei 23° sehen wir das Elternhaus von Jack, wo dieser erstmalig auf Jacob trifft. Den Gradzahlen sind Namen zugeordnet, die sich mit den Namen und Nummern aus der Höhle der letzten Folge decken. Jack handelt natürlich wieder vollkommen unlogisch und zerschlägt das Spiegelsystem, welches bestimmt noch einige wichtige Fragen beantwortet hätte. Die Gradzahl 108 war mit dem Namen „Wallace“ gekennzeichnet, der allerdings durchgestrichen war. 108 ist die Summe aus allen Zahlen und in Wallace steckt der Begriff „all“. Denken wir uns unseren Teil.
Sehr gut war allerdings wieder das Aufeinanderteffen von Hurley, Jacob und Dogen. Hurley hat die Aufgabe Jack zum Leuchtturm zu führen und hat sich die Anweisungen von Jacob auf den Arm gekritzelt. Die Anweisungen enthalten auch die Position einen geheimen Gangs, der aus dem Tempel führt und in dem Hurley auf Dogen trifft. Dogen findet Hurleys Vorhaben überhaupt nicht prickelnd, muss ihn aber gehen lassen, weil er im Auftrag von Jacob handelt. (Übersetzung der japanischen Drohung „Sei froh, dass ich dich beschützen muss, sonst hätte ich die schon die Kehle durchgeschnitten).
Von Claire erfahren wir auch mehr, sie hat Jin aus der Falle befreit und zu ihrem Lager gebracht. Die Alte ist komplett durch den Wind und hat Aarons Wiege mit einem selbst gebauten Baby aus Fell und Knochen gefüllt. Außerdem besitzt die Dame eine beachtliche Sammlung an Waffen und Sprengstoff. Kurze Zeit später schleppt sie noch einen der beiden Bewacher von Jin an und will Informationen über den Verbleib von Aaron. Eine falsche Antwort kostet den Bewacher das Leben, mit einer Axt im Bauch fällt das Atmen doch ziemlich schwer. Jin erzählt zum Selbstschutz, dass Aaron im Tempel lebt und er Claire zu diesem führen wird.
Claire erzählt, dass sie nicht alleine ist, sondern einen Freund gefunden hat, der sich später (natürlich) als Fake-Locke entpuppt.
In der alternativen Realität sehen wir, dass Jack einen Sohn hat, sich nicht an seine Bilddarmoperation erinnern kann und scheinbar einen Bruder besitzt. Jack Sohn ist ein begabter Klavierspieler und bei einem Vorspielen lernt Jack Dogen kennen, der ihm erzählt, dass sein Sohn mit einem besonderen Talent ausgestattet ist.
Wie gesagt, die Folge konnte mich überhaupt nicht begeistern. Selbst der begriffstutzigste Zuschauer dürfte inzwischen gemerkt haben wohin sich die Geschichte entwickelt. Die beiden Zeitlinien werden langsam, viel zu langsam, zusammen geführt. Wahrscheinlich geschieht dies durch die Konstante Desmond, von dem wir bisher noch überhaupt nichts gesehen haben.
Lost sollte sein Tempo wieder erhöhen, zwei langweilige Episoden hintereinander sind genug.






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