...der ist entweder ein Indianer oder dem brennt der Arsch. Ein besonders geiles Fundstück lag heute in unserer Firmentoilette. Was mache Leute so alles verlieren...

|
Mai '12 |
|
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| Mittwoch, 23. Mai 2012 | ||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | |
| 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 | |||
...der ist entweder ein Indianer oder dem brennt der Arsch. Ein besonders geiles Fundstück lag heute in unserer Firmentoilette. Was mache Leute so alles verlieren...

November 2008
Message from the CEO (Christmas Event Organizer)
Dr. J. Christus v.Bethlehem.
Also Kinder, ich bin jetzt im Urlaub.
Aller Vorrausicht nach bin ich bis Weihnachten wieder da, aber die Vorbereitungen darauf sollten natürlich jetzt schon loslaufen.
Status:
Wie Weihnachten letztes Jahr im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-man heißen!
Da X-mas quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen.
Verzeihung, seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem Weihnachts-roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.
Hinweis:
Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet bereits am 27. November statt.
Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten.
Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte to-do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren.
Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen private- Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren.
Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.
Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via conference call virtuell informiert und die core-competence vergeben.
Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln.
Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem Testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den added value für die Beschenkten zu erhöhen.
Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes private-Schenking-Center möglich.
Nachdem ein neues Literaturkonzept und das layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release V2.22.113.1) erstellt werden.
Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende updating. Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als teaser und flankierende Marketingmaßnahmen. Ferner wurde durch intensives brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden.
Es lautet: "Let's keep the candles burning" und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten".
X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting- Ansatz, auch im Hinblick auf das Sharholder-value, und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.
In diesem Sinne: Schönen Advent
(vai Alienmail)
"Moderne Weihnachten..." vollständig lesen »
...zumindest für Weihnachtsmarktbesucher. Der Heidelberger Weihnachtsmarkt ist einer der größten Märkte in unserer Region. Er zieht sich durch die ganze Fußgängerzone über mehrere Plätze bis zum Aufgang vom Schloss. Durch die Uni ist Heidelberg eine multikulturelle Stadt und das spiegelt sich auch im Weihnachtmarkt wieder. Neben einigen traditionellen Ständen, Unmengen von Glühwein-, Wurst- und Crepesbuden gibt es auch sehr viele Nippesstände, die versuchen den Touristen das Geld aus der Tasche zu locken. Auffallend waren die Preise, habe ich letztes Jahr noch für eine Bratwurst 2,50 Euro bezahlt, so kostet sie dieses Jahr flächendeckend 2,80 Euro. Damit ist bei mir die Schmerzgrenze erreicht, zumal viele nicht nur die Preise angezogen haben, sondern auch noch die Größte der Portionen merklich geschrumpft ist. 4 Euro für ca. 7-8 Campingions mit einer halben Scheibe Toastbrot sind mir einfach zu viel. Ich bin bestimmt kein geiziger Mensch, aber für ein Essen aus der Hand, ohne jeglichen Sitz- und Bedienkomfort ist dieser Preis nicht gerechtfertigt. Wenn sich das bei den kleineren Weihnachtsmärkten ebenfalls so entwickelt hat, dann werde ich mich nur noch auf das Anschauen konzentrieren.
...empfinde ich gegenüber den Monaten November und Dezember. Starke Hassgefühle entwickeln sich, wenn ich meine aktuelle Gehaltsabrechnung anschaue. Mein Lohnsteuerbeitrag entspricht dem Bruttosozialprodukt von Burkina Faso und ich möchte nicht wissen wie viele arbeitsfaule Subjekte ich damit wieder durchfüttere. Besonders wenn mir unser Dorfasozialer über den Weg läuft, dann läuft mir die Galle über. Der Typ ist ca. 35 Jahre alt, kerngesund und absolut unwillig auch nur einen Finger krumm zu machen. Egal um welche Uhrzeit man ihn trifft, die linke Hand ist immer mit einer Kippe verwachsen und die rechte mit einer (Oettinger) Bierflasche. Auf den Rücken trägt er einen Rucksack, der alkoholischen Nachschub enthält. Natürlich werden die leeren Flaschen nicht zurück gegeben, sondern fliegen neben dem Spielplatz in den Acker. Wegen 7 Cent Pfand macht sich solch ein Subjekt doch keine Arbeit. Meistens steht er in der Nähe des Bahnhofs und schwingt große Reden, mit denen er andere Taugenichtse unterhält. Damit so ein Arschloch nicht in der Gosse verhungert gehe ich jeden Monat 200 Stunden arbeiten. Danke Sozialstaat!
Etwas positiver sehe ich die Weihnachtsmärkte, die bei uns in den kleineren Städten stattfinden. Im Gegensatz zu den Großstadtveranstaltungen sind diese noch ein wenig traditionell und enthalten nicht diverse Nippesstände, die von Plastikkotze bis zu japanischen Messersets jeden erdenklichen Blödsinn anbieten. Morgen geht es nach HD, mal schauen, ob ich danach schon die Nase voll habe.
...ist vor kurzem eingetreten. Meine Lieblingspizzeria, ich der ich schon als Teenager meinen Teigfladen gegessen habe, gibt es nicht mehr. Als ich gestern mal wieder in Weinheim unterwegs war musste ich mich Entsetzen festellen, dass bei "Oswaldo" nun ein Grieche eingezogen ist. Mann, ich hasse solche Veränderungen! Diverse Buchmessetreffenteilnehmer werden meine Enttäuschung verstehen.
...war die Neuauflage der BBC „Neverwhere“ Verfilmung. Das Buch von Neil Gaiman ist für mich immer noch das Referenzwerk in Sachen Fantasy, so dass ich mir vor vielen Jahren (für eine Unsumme) die VHS Kassette aus England besorgt hatte. Die Verfilmung ist sehr nah am Buch und einige der Charakter wurden nahezu genial besetzt. Wer einmal das Grinsen des Marquise gesehen hat, der weiß wovon ich rede. OK, es ist kein Hollywoodfilm, die Kulissen sind teilweise auf „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ Niveau, aber es ist die Story, die zählt. Irgendwann habe ich dann den Videorecorder abgeschafft und somit war es dann auch vorbei mit dem Filmgenuss. Viele Jahre später wurde die Serie als DVD neu aufgelegt und bevor ich bestellen konnte auch schon wieder vergriffen. Nun gibt es sie wieder und ich habe sie für 20 Euroen bei amazon.de bestellt. Ab und zu taucht das Gerücht auf, dass die Rechte von „Neverwhere“ an ein Amerikanisches Filmstudio verkauft wurden, aber bisher hat sich wohl noch niemand an eine Neuverfilmung getraut. Schade eigentlich, mit „Sternenwanderer“ ist es doch auch gelungen und selbst „Coraline“ war ganz sicher keine Billigproduktion. Vielleicht kommt sie irgendwann doch, und wenn dann Michael Emmerson noch den Marquise spielt kann nichts mehr anbrennen...
...und schon ist wieder alles anders. Vor wenigen Tagen habe ich noch geschrieben, dass die Zeichen für das Berufsjahr 2010 ziemlich schlecht stehen. Mit rund 2 Jahren Verzögerung sind bei uns die Auswirkungen der Rezession angekommen. Über den Jahreswechsel haben wir 5 Wochen frei und für das erste Halbjahr 2010 wurde schon Zwangsurlaub und der Abbau von Überstunden angeordnet. Tja, inzwischen sieht die Sache scheinbar völlig anders aus. Alle PM und PL haben die Freizeit zum Jahreswechsel auf max. 4 Wochen gekürzt bekommen und das auch nur, wenn das Überstundenkontingent eine bestimmte Grenze überschritten hat. So ist es bei mir, ich muss 4 Wochen zu Hause bleiben, weil ich auf einem zu dicken Stundenpuffer sitze. Egal, hat auch seinen Charme und selbst nach den 4 Wochen Auszeit hat sich meine Überstundensituation nur unwesentlich gebessert. Danach liegt schon ein Arbeitspaket bereit, das sich gewaschen hat. Diverse Bereiche müssen innerhalb von 2 Monaten auf High-Performance getrimmt werden, offenbar hängt z.Zt. ein richtig dicker Fisch am Hacken. Lieber zu viel als zu wenig Arbeit.
Für den Rest vom Jahr darf ich mich noch mit dem Reporting 2009 herumquälen, um für die Zielvereinbarungen 2010 einen ordentlichen Stand zu haben, schließlich hat mein Geldbeutel immer Hunger. 1. Dezember ist dafür die Deadline, d.h. effektiv habe ich (inkl. Samstag) nur noch 4 Tage Zeit dafür. Sollte eigentlich reichen, die meisten Folien sind fertig, es fehlen nur noch das Finetuning und diverse kosmetische Anpassungen. Die Projektaufträge für 2010 sind bereits ausformuliert und müssen nur noch um die Kostenschätzungen ergänzt werden. Da nächstes Jahr mal wieder ein verschärfter Sparkurs eingeschlagen wird, werden sich meine geplanten Investitionen sowieso in Luft auflösen. 2010 dürfen wir wieder Alchemist spielen und müssen versuchen aus Scheiße Gold zu machen.
...das Leben ist eben kein Quiz, sondern ein Telespiel.
...war Samstag und Sonntag angesagt. Den Samstag habe ich bis 12 Uhr im Büro verbracht und durch das frühe Aufstehen war ich den Rest vom Tag zu nichts mehr zu gebrauchen. Was liegt da näher als sich ins Kino zu setzen und einen Film anzuschauen.
Nach dem großen Medienhype konnte ich an „2012“ einfach nicht vorbei, ich wollte unbedingt sehen wie Roland Emmerich ein zweites mal die Erde kaputt macht. Zugegeben, er hat das wirklich hervorragend umgesetzt, die SFX sind vom Allerfeinsten. Ich verstehe zu wenig von Geophysik, um beurteilen zu können, ob dieses Szenario wirklich so eintreffen könnte, aber der Film zielt ganz bestimmt nicht auf wissenschaftliche Korrektheit ab. Wie gesagt, die Effekte sind Benchmark, die Schauspieler machen das, was man von ihnen erwartet und die Geschichte ist genau so flach, wie sie eben bei Katastrophenfilmen immer ist. Was mich wirklich angenervt hat ist (mal wieder) der penetrante amerikanische Patriotismus, der in „2012“, trotz der vordergründigen Botschaft der globalen Einheit, unangenehm auffällt. Natürlich ist es ein Amerikaner, der den Stein ins Rollen bringt und damit den Anstoß zur Rettung der Menschheit gibt und natürlich ist es auch wieder ein Amerikaner, der mit seiner Rede die Nationen zur Öffnung der Archen veranlasst. Bäh, ganz nebenbei räumen wir den Russen und den Chinesen noch eins ab und von den meisten Staaten, die mit den Amis nicht so gut können ist erst gar nicht die Rede. Schade, das drückt den positiven Gesamteindruck ein wenig. Trotzdem, „2012“ ist ein Blue-Ray Kandidat - Kopf ausschalten und Effekte genießen.
Der zweite angeschaute Film war „Coraline“, ein Film von Tim Burton nach einem Buch von Neil Gaiman. Ich hasse den Stil von Tim Burton, aber bewundere Neil Gaiman, so dass ich dem Film doch eine Chance geben wollte. Nach dem wirklich genialen Vorspann hatte ich die Hoffnung, dass mir dieser Streifen doch gefallen könnte, aber schon nach wenigen Minuten war die alte Abneigung wieder vorhanden. Tim Burton Filme sind mir zu schnell geschnitten, zu bunt und viel zu durcheinander. Coraline habe ich vor vielen Jahren gelesen, so dass ich keine Aussage über die Umsetzung machen kann, an einige Szenen konnte ich mich erinnern, aber die Masse war mir völlig fremd. Coraline ist nicht mein Film, Tim Burton nicht mein Regisseur und ich werde mir sehr stark überlegen, ob ich mir noch jemals einen Streifen von ihm anschauen werde.
Ok, ich habe mich getäuscht, Coraline hat nichts mit Tim Burton zu tun. Trotzdem mag ich den Film nicht...
Danke an Bonnie für die Richtigstellung.
...mein neuer türkischer Praktikant ist perfekt. Ich hätte niemals gedacht, dass ich die Worte „Praktikant“ und „perfekt“ syntaktisch in Einklang bringen könnte, aber der Typ setzt neue Maßstäbe. Ich muss ihm eine Aufgabe nur einmal erklären, die er dann schnell und fast ohne Nachfrage erledigt. Er löst selbstständig Probleme und erkennt Verbesserungsmöglichkeiten an bestehenden Methoden. Er hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern größtenteils sogar noch übertroffen. Zukünftig möchte ich nur noch türkische Informatiker als Praktikanten haben.
...tanze ich gerade mit meinen beiden Projektgruppen. Ich arbeite ausschließlich in HPT, die schon seit Jahren bestand haben und dessen Mitglieder sich zu 100% ergänzen. Die Arbeit war sehr angenehm, auftretende Probleme wurden schon im Ansatz gelöst und alle Aufgaben konnten bereits vor den QG-Termin abgeschlossen werden. Durch diverse Umstrukturierungen und einem bedauerlichen Krankheitsfall mussten nun 2 Teammitglieder ausgetauscht werden und eingesetzt wurden ausgerechnet 2 Typen, die in der Firma als Waldorf und Stadtler bekannt sind. Die Beiden können nur motzen, sich über zu viel Arbeit und schlechte Rahmenbedingungen beschweren und versuchen die Teamatmosphäre zu vergiften. Wahrscheinlich ist der Einsatz der Kollegen als Disziplinierungsversuch zu sehen, aber diese Typen sind nicht mehr integrationsfähig und richten nur Schaden an. Das Schlimme an der Sache ist, dass ich einen der beiden schon viele Jahre kenne und mit ihm auch diverse REFA-Veranstaltungen besucht habe. Früher war er ein sehr angenehmer Mensch, aber inzwischen ist er nur noch ein verbitterter Zeitgenosse, der hinter jedem Busch eine Falle vermutet und sich nur des Beschwerens wegen beschwert. Ich bin völlig machtlos und suche händeringend nach einer Lösung, um diese Störenfriede zu ersetzten, aber dazu muss wohl erst die Effizienz in den Keller gehen, bevor ich Rückendeckung von den Vorgesetzten bekomme. Schöne Scheiße, diese Typen versauen mir den Rest vom Jahr.
...sind meine Aussichten für das Jahr 2010. Die Auswirkungen der Rezession kommen nun auch bei uns an und wir werden im 1. halben Jahr mit einigen Schließungstagen zu kämpfen haben. Das ist nicht weiter schlimm, denn diese Tage sind durchaus bezahlt und müssen aus Überstundenkontingenten abgedeckt werden. Für das 2. Halbjahr ist schon wieder mit einem deutlichen Aufwärtstrend zu rechnen. Ich bin mal wieder von allen Schließungen ausgenommen,denn z.Zt. habe ich die Leitung von 2 Großprojekten, die mich noch weit bis ins Jahr 2010 und wahrscheinlich darüber hinaus begleiten werden. Allerdings konnte ich einen schönen langen Weihnachtsurlaub herausfuggern, für mich endet das Arbeitsjahr am 11. Dezember und startet erst wieder am 7. Januar 2010. Zur Unterstützung tritt heute ein neuer Praktikant an, der mir für die nächsten 6 Monate an der Backe kleben wird. Zusätzlich suchen wir noch einen Diplomanten, der sich mit dem Thema EDV-gestützte Produktionssteuerung beschäftigen soll, aber scheinbar ist dieses Thema für Informatiker nicht reizvoll genug. Vielleicht findet sich doch noch jemand, der verzeifelt genug ist, um sich bei uns zu bewerben.
......ist eine Show, in der Nachwuchskomödianten vor einem größeren Publikum auftreten. Pro Show treten i.d.R. 4 verschiedene Künstler/Gruppen auf, die von einem Moderator vorher angekündigt werden. Das Ganze hat starke Ähnlichkeit mit dem Quatsch Comedy Club, allerdings mit dem Unterschied, dass der Moderator wirklich lustig ist und sich nicht in Peinlichkeiten verliert.
Gestern stand wieder solch eine Veranstaltung im Darmstädter Jagdhofkeller auf dem Programm und wir waren wieder dabei. Vorher waren wir noch in einer Pizzeria und durften ein Musterbeispiel für deutschen Servicemangel erleben. Eigentlich hätte mich schon die Geschäftsmasche ein wenig stutzig machen sollen, wer zwei Essen bestellt, der bekommt das billigere Gericht umsonst. OK, der Warenwert einer Pizza beträgt wahrscheinlich weniger als einen Euro, aber es standen auch teurere und aufwändigere Gerichte auf der Karte. Der Stil der Einrichtung lag irgendwo zwischen Mensa, IKEA-Kantine und 1€ Ramschläden. Relativ schnell kam die Bedienung (wahrscheinlich ein Student, der sich ein paar Kröten dazu verdient) und brachte und die Speisekarten. Mit seinem Erscheinen verschwand aus dem Raum der Sauerstoff – der Begriff „Deodorant“ war im aktiven Wortschatz des jungen Mannes nicht vorhanden. 10 Minuten und mehrere Würgeanfälle später kam der Kellner wieder angetrottet und nahm die Bestellungen auf. Nix kompliziertes, ein paar Pizzen, 2 Salate und ein Schnitzel. Leider fehlten 2 Eintrittskarten für Nightwash, so dass eine aus unserer Gruppe noch einmal nach Hause musste, um die fehlenden Tickets zu holen.
Kein Problem, den Salat kann man auch mitnehmen. Irgendwann kamen dann auch die Getränke und danach lange, lange nichts mehr. Nach 45 Minuten wurden wir dann etwas unruhig, weil unser Essen immer noch nicht serviert wurde – komisch, denn außer uns gab es nur noch einen einzigen Gast in diesem Laden.. Nach ca. 50 Minuten kam endlich das Essen und für die lange Wartezeit hatte ich eigentlich eine kulinarische Offenbarung erwartet. Diese blieb natürlich aus, meine Pizza war knapp über dem Niveau einer Tiefkühlpizza aus dem Supermarkt und konnte mich nicht wirklich begeistern. Die Zeit bis zum Beginn der Veranstaltung wurde immer knapper, so dass wir auch gleich die Rechnung anforderten. Der Satz „Ich bringe die Rechnung gleich“ hatte für den Kellner eine andere Bedeutung als für uns Gäste. Scheinbar bedarf es einiger Arbeit einen Kassenbeleg für 8 Essen auszudrucken, denn es passierte sehr lange Zeit überhaupt nichts. Inzwischen kamen noch 2 weitere Gäste, die sich an den Tisch neben uns setzten. Irgendwann, wir wollten schon gehen, kam dann der stinkende Kellner und hatte natürlich nur eine Gesamtrechnung dabei. Sein Pech, so durfte er die Einzelpositionen eben im Kopf ausrechnen. Mitten im Bezahlvorgang dreht er sich auf einmal zur Seite und wollte die Bestellung am Nebentisch aufnehmen. Mein Gesichtsausdruck und die dicke Zornesader auf meiner Stirn haben ihn schließlich doch erkennen lassen, dass es besser für ihn ist weiter bei uns zu bleiben. Besser für ihn – nicht für uns. Durch die Wandlung einer Bestellung in eine ToGo-Version wurde bei einer Doppelposition das „2x bestellen, 1x bezahlen“ Angebot deaktiviert, so dass wir hier den normalen Preis zahlen mussten. Bei einer weiteren Position hat er sich noch ordentlich verrechnet und schließlich ging ihm auch noch das Kleingeld aus, so dass er erst zurück zur Kasse musste, um auf den Rechnungsbetrag herausgeben zu können. Der Typ war von Trinkgeld weiter entfernt als die Erde von der Sonne. Wer in Darmstadt eine gute Pizzeria sucht, der sollte das „Pappa Rosso“ meiden, der Service ist einfach nur unterirdisch, das Essen bestenfalls Durchschnitt und jede Dönerbude hat mehr Ambiente als dieser Laden. Mich (und alle anderen Teilnehmer) sehen die nie wieder.
Weiter ging es zum Jagdhofkeller, der glücklicherweise nur 3 Minuten entfernt war. Wie immer war der Laden bis unter die Decke voll, aber dank unserer Vorhut bekamen wir noch einen sehr guten Platz. Der Moderator Markus Barth war überraschend gut, seine Präsentationen waren sehr spaßig und machten Lust auf den weiteren Comedians. Los ging es mit Christian Schiffer, der 2 Minuten benötigte, um richtig in Fahrt zu kommen, danach hat er aber das Haus gerockt. Für mich hatte er die besten Auftritte des Abends. Weiter ging es mit Meltem Kaptan, ein türkisches Vollweib, aber leider ohne komödiantisches Talent. Warum sind eigentlich immer die weiblichen Comedians die Tiefpunkte der Veranstaltung? Danach ging es mit der Gruppe „Die Pommesgabeln“ weiter, die mit ihrer Musikcomedy den Keller aufmischten. Politisch absolut inkorrekt, boten sie das 2. Highlight des Abends. Der letzte Auftritt war von Sebastian23, einem 24jährigen Komiker, der mehr peinlich als komisch war. Ständig musste er über seine eigenen Witze lachen, was ein wenig verwunderlich war, denn außer ihm fand niemand seine Sprüche komisch. Vielleicht wäre für ihn eine Karriere hinter der Wursttheke erfolgversprechender.
Trotz einer komödiantischen Ausfallrate von 50% war die Veranstaltung gelungen und es war bestimmt nicht unser letzter Besuch bei Nightwash.
...wurden mir gestern wieder von unserem medizinischem Bereich attestiert. In regelmäßigen Abständen werden bei mir (auf freiwilliger Basis) die Augen untersucht, weil diese durch die häufige Bildschirmarbeit stärker belastet werden. Wie immer habe ich sehr positiv abgeschnitten und war mit dem Test nach 3 Minuten fertig. Ich hatte mir aber 30 Minuten im Kalender geblockt, so dass ich noch ein kleines Schwätzchen mit der Ärztin halten konnte. Mich wunderte es, dass im Sanibereich so wenig los war, bei rund 8000 Mitarbeitern hatte ich mehr Schweinegrippenhektik erwartet. Damit habe ich eine offene Tür eingetreten, ich erhielt die volle Dosis der „alles Panikmache“-Belehrung. Einige Fakten (Aussagen eines Arztes, ich habe keine Ahnung, ob das alles stimmt) fand ich doch ganz bemerkenswert:
All diese Aussagen, ob sie nun stimmen oder nicht, stärken meinen Entschluss mich nicht impfen zu lassen.
...ist auch eine Banane. Es könnte auch unsere chinesische Praktikantin/Diplomantin oder was auch immer diese Person für eine Funktion hat sein. Gestern erhielt ich via Lotus-Notes eine Einladung mit folgendem Text „05.11.09, 09:15 Uhr, Bearbeitung TIP, Raum wird noch bekannt gegeben“, Absender war eine Dame mit $chinesischerName.
Punkt 1: Was ist TIP?
Punkt 2: Mein Kalender ist gepflegt, ein einfacher Mausklick hätte ausgereicht, um zu erkennen, dass ich um 9:15 Uhr keine Zeit habe.
Punkt 3: Wer ist $chinesischerName?
Punkt 4: Ohne ausreichende Informationen keine Terminzusage.
Punkt 5: Das Mitarbeiterverzeichnis kennt keine $chinesischerName, daher auch kein Telefon.
Ergebnis: Termin kommentarlos abgelehnt.
Ich habe einen Kollegen, der ebenfalls auf der Einladung stand, angerufen und gefragt, ob er denn etwas näheres wüsste. Er war genauso ahnungslos und hatte den Termin ebenfalls abgelehnt.
Keine 5 Minuten später seht eine junge asiatische Dame vor mir, die aussah wie eine Mischung aus Professor Snape und Betty Boop. Sie fing sofort an mir den Kopf voll zu heulen, warum ich ihren Termin abgelehnt habe und von meinen Kollegen hätte auch keiner zugesagt.
Punkt 1: Wer sind sie?
Ich bin $chinesischer Name.
Punkt 2: Was ist TIP?
Taktischer Implementierungsplan
Punkt 3: Warum legen sie einen Termin auf 9:15 Uhr, obwohl die Zeit geblockt ist?
Ich kenne mich mit LN noch nicht so aus.
Punkt 4: Glauben sie wirklich, dass bei ihren Formulierungen überhaupt jemand einen anderen Button als den mit der Funktion „Termin ablehnen“ drückt?
(Nebenbei erwähnt: Es sieht zum schreien komisch aus, wenn Chinesen rot werden)
Ich bin erst einen Monat hier und kenne mich noch nicht so gut aus.
Eine gute Stunde später kam ein neuer Termin, mit etwas mehr Text, einer vernünftigen Uhrzeit und einer Raumnummer.
Ich nehme den Termin an.
5 Minuten später ruft mich ein Kollege an und fragt, ob ich wüsste wo der angegebene Raum ist. Hm, kam mir gleich komisch vor. Ich rufe bei der Sekretärin an und bitte sie im Raumverzeichnis nach zuschauen. Zwischenergebnis: Diesen Raum gibt es nicht. Endergebnis: Ich lehne die Teilnahme an dem Termin nachträglich ab.
Lange hat es nicht gedauert, da stand sie wieder bei mir im Büro und hat mir erneut den Kopf voll geheult.
Warum sagen sie den Termin nun doch ab.
Weil ich den Raum nicht kenne.
Aber der steht doch in der Einladung.
Dann gehen sie schon mal vor, ich komme in 5 Minuten nach.
Sie verschwindet, nach einer Stunde kommt eine neue Einladung mit einem Besprechungsraum, den es auch tatsächlich gibt.
Ich nehme den Termin an.
Kurze Zeit später ruft mein Chef an und fragt mich, ob ich eine Einladung von $chinesischerName erhalten habe.
Ja, habe ich.
Absagen, das ist eine Praktikantin, wo kommen wir denn da hin, wenn uns schon die Praktikanten unseren Kalender zumüllen.
Ich sage meine Teilnahme nachträglich ab und verschwinde in ein anderen Büro, bevor ich $chinesischerName wieder an der Backe habe...




Kommentare