...und ich kann mir gar nicht erklären warum. Eigentlich läuft alles ganz gut, nur die Geschwindigkeit läßt ein wenig zu wünschen übrig. Zwei meiner Diplomanten haben ihr Colloquium mit 1,2 überstanden und wurden noch vor dem Abschluß ihrer Diplomarbeit von diversen Firmen umworben und auch eingestellt. Also kann ihre Diplomantenzeit bei uns gar nicht so schlecht gewesen sein. Die neuen kommen erst im März, so dass ich momentan nicht durch fragende Nervberts von wichtigen Dingen abgehalten werde. Meine Projekte sind alle abgeschlossen und in der Umsetzung - was mich, gelinde gesagt, in den Wahnsinn treibt. Alles ist an einem Punkt, an dem ich nichts mehr selbst machen kann und auf die Dienstleistungen diverser Fremdfirmen und Lieferanten angewiesen bin. Leider haben die Dienstleister und ich unterschiedliche Vorstellungen von der Zeitleiste, so dass ständig irgendwelche Termine neu koordinieren muss, weil ein Partner gerade mal wieder keine Zeit/Lust/Kapazität hat. Das ist alles sehr nervig und drückt auf meine Motivation.
Einziger Lichtblick sind die zwei Auszubildenden, die gerade für ein "Jugend forscht"-Projekt, bzw. ihre Abschlußarbeit bei uns arbeiten, die Jungs sind hochmotiviert und sehr talentiert, so dass mein Weltbild von deutschen Jugendlichen wieder ein wenig gerade gerückt wurde. Aber wahrscheinlich habe ich die zwei Ausnahmen erwischt...
Mittwoch, 16. Februar 2011
2011 ist irgendwie komisch...
Freitag, 10. Dezember 2010
6 Tage noch...
...dann haben ich das Arbeitsjahr 2010 hinter mir. Es reicht jetzt auch, ich habe keine Lust mehr und ich bringe kaum noch Motivation auf, um morgens aufzustehen. Dieses Jahr ist alles ein wenig turbulenter als in den letzten Jahren, meine aktuellen Projekt liegen allesamt in den letzten Zügen und für die vebratenen Gelder trudeln nun ganz langsam die gekauften Maschinen und Einrichtungen ein. Zu langsam, der größte und teuerste Brocken wird am 23.12. geliefert und aufgebaut. Mit dem schweizer Lieferanten hatten wir schon immer ein paar Schwierigkeiten, aber dieses Jahr hat er den Vogel abgeschossen und keinen einzigen Termin gehalten. Das macht zwar die ganze Sache billiger, aber der Stress am Jahresende wird dafür auch größer. Insgesamt durfte ich mich 2010 für 1.200.000€ Euro austoben, so viel Budget hatten wir noch nie. 2011 gibt es einige Umbauten in anderen Bereichen, so dass es kaum Geld für neue Investitionen geben wird. Wahrscheinlich wird es dadurch auch etwas ruhiger...
Donnerstag, 17. Juni 2010
Meet the Nerd...
...bei mir am Arbeitsplatz sieht es zur Zeit aus wie im einem Warenlager vom Mediamarkt(*).
Für mein aktuelles Projekt muss ich Panel-PCs testen, so dass sich zeitweise bis zu 10 Monitore auf meinem Schreibtisch tummelten. Yeah, ich wollte schon immer einmal mehr Strom als Las Vegas verbrauchen.
(*) bitte überweisen Sie mir viel Geld.

Mittwoch, 3. März 2010
Der Spruch des Tages...
...kommte heute vom Produktionsleiter.
"Selbst wenn es draußen Mistgabeln regnet, so müssen sie trotzdem ihre Arbeit machen."
Montag, 1. März 2010
Nimm zwei...
...ist zwar bei Bonbons eine feine Sache, aber dir an einem Tag ein neuer Praktikant und ein neuer Masterant zugeteilt werden, dann artet das sehr schnell in Stress aus.
Es ist toll, wenn man junge, wissbegierige Menschen nach seinem Vorstellungen verkorksen formen kann, aber immer schön Einer nach dem Anderen.
Die Typen sind unbeholfen wie Neugeborene und sind mir den ganzen Tag wie Pinguine hinterher getrottet. Einen mußte ich sogar fragen, ob er eine Gehbehinderung hat, weil er immer 15 Meter hinter mir lief.
Scheinbar ist man in Bayern solch ein Tempo nicht gewohnt.
Mittwoch, 25. November 2009
Grad mach ich's Maul zu...
...und schon ist wieder alles anders. Vor wenigen Tagen habe ich noch geschrieben, dass die Zeichen für das Berufsjahr 2010 ziemlich schlecht stehen. Mit rund 2 Jahren Verzögerung sind bei uns die Auswirkungen der Rezession angekommen. Über den Jahreswechsel haben wir 5 Wochen frei und für das erste Halbjahr 2010 wurde schon Zwangsurlaub und der Abbau von Überstunden angeordnet. Tja, inzwischen sieht die Sache scheinbar völlig anders aus. Alle PM und PL haben die Freizeit zum Jahreswechsel auf max. 4 Wochen gekürzt bekommen und das auch nur, wenn das Überstundenkontingent eine bestimmte Grenze überschritten hat. So ist es bei mir, ich muss 4 Wochen zu Hause bleiben, weil ich auf einem zu dicken Stundenpuffer sitze. Egal, hat auch seinen Charme und selbst nach den 4 Wochen Auszeit hat sich meine Überstundensituation nur unwesentlich gebessert. Danach liegt schon ein Arbeitspaket bereit, das sich gewaschen hat. Diverse Bereiche müssen innerhalb von 2 Monaten auf High-Performance getrimmt werden, offenbar hängt z.Zt. ein richtig dicker Fisch am Hacken. Lieber zu viel als zu wenig Arbeit.
Für den Rest vom Jahr darf ich mich noch mit dem Reporting 2009 herumquälen, um für die Zielvereinbarungen 2010 einen ordentlichen Stand zu haben, schließlich hat mein Geldbeutel immer Hunger. 1. Dezember ist dafür die Deadline, d.h. effektiv habe ich (inkl. Samstag) nur noch 4 Tage Zeit dafür. Sollte eigentlich reichen, die meisten Folien sind fertig, es fehlen nur noch das Finetuning und diverse kosmetische Anpassungen. Die Projektaufträge für 2010 sind bereits ausformuliert und müssen nur noch um die Kostenschätzungen ergänzt werden. Da nächstes Jahr mal wieder ein verschärfter Sparkurs eingeschlagen wird, werden sich meine geplanten Investitionen sowieso in Luft auflösen. 2010 dürfen wir wieder Alchemist spielen und müssen versuchen aus Scheiße Gold zu machen.
Freitag, 20. November 2009
Das ich es noch erleben darf...
...mein neuer türkischer Praktikant ist perfekt. Ich hätte niemals gedacht, dass ich die Worte „Praktikant“ und „perfekt“ syntaktisch in Einklang bringen könnte, aber der Typ setzt neue Maßstäbe. Ich muss ihm eine Aufgabe nur einmal erklären, die er dann schnell und fast ohne Nachfrage erledigt. Er löst selbstständig Probleme und erkennt Verbesserungsmöglichkeiten an bestehenden Methoden. Er hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern größtenteils sogar noch übertroffen. Zukünftig möchte ich nur noch türkische Informatiker als Praktikanten haben.
Mittwoch, 18. November 2009
Idiotenballett...
...tanze ich gerade mit meinen beiden Projektgruppen. Ich arbeite ausschließlich in HPT, die schon seit Jahren bestand haben und dessen Mitglieder sich zu 100% ergänzen. Die Arbeit war sehr angenehm, auftretende Probleme wurden schon im Ansatz gelöst und alle Aufgaben konnten bereits vor den QG-Termin abgeschlossen werden. Durch diverse Umstrukturierungen und einem bedauerlichen Krankheitsfall mussten nun 2 Teammitglieder ausgetauscht werden und eingesetzt wurden ausgerechnet 2 Typen, die in der Firma als Waldorf und Stadtler bekannt sind. Die Beiden können nur motzen, sich über zu viel Arbeit und schlechte Rahmenbedingungen beschweren und versuchen die Teamatmosphäre zu vergiften. Wahrscheinlich ist der Einsatz der Kollegen als Disziplinierungsversuch zu sehen, aber diese Typen sind nicht mehr integrationsfähig und richten nur Schaden an. Das Schlimme an der Sache ist, dass ich einen der beiden schon viele Jahre kenne und mit ihm auch diverse REFA-Veranstaltungen besucht habe. Früher war er ein sehr angenehmer Mensch, aber inzwischen ist er nur noch ein verbitterter Zeitgenosse, der hinter jedem Busch eine Falle vermutet und sich nur des Beschwerens wegen beschwert. Ich bin völlig machtlos und suche händeringend nach einer Lösung, um diese Störenfriede zu ersetzten, aber dazu muss wohl erst die Effizienz in den Keller gehen, bevor ich Rückendeckung von den Vorgesetzten bekomme. Schöne Scheiße, diese Typen versauen mir den Rest vom Jahr.
Montag, 16. November 2009
Durchwachsen...
...sind meine Aussichten für das Jahr 2010. Die Auswirkungen der Rezession kommen nun auch bei uns an und wir werden im 1. halben Jahr mit einigen Schließungstagen zu kämpfen haben. Das ist nicht weiter schlimm, denn diese Tage sind durchaus bezahlt und müssen aus Überstundenkontingenten abgedeckt werden. Für das 2. Halbjahr ist schon wieder mit einem deutlichen Aufwärtstrend zu rechnen. Ich bin mal wieder von allen Schließungen ausgenommen,denn z.Zt. habe ich die Leitung von 2 Großprojekten, die mich noch weit bis ins Jahr 2010 und wahrscheinlich darüber hinaus begleiten werden. Allerdings konnte ich einen schönen langen Weihnachtsurlaub herausfuggern, für mich endet das Arbeitsjahr am 11. Dezember und startet erst wieder am 7. Januar 2010. Zur Unterstützung tritt heute ein neuer Praktikant an, der mir für die nächsten 6 Monate an der Backe kleben wird. Zusätzlich suchen wir noch einen Diplomanten, der sich mit dem Thema EDV-gestützte Produktionssteuerung beschäftigen soll, aber scheinbar ist dieses Thema für Informatiker nicht reizvoll genug. Vielleicht findet sich doch noch jemand, der verzeifelt genug ist, um sich bei uns zu bewerben.
Donnerstag, 5. November 2009
Nicht alles was gelb ist...
...ist auch eine Banane. Es könnte auch unsere chinesische Praktikantin/Diplomantin oder was auch immer diese Person für eine Funktion hat sein. Gestern erhielt ich via Lotus-Notes eine Einladung mit folgendem Text „05.11.09, 09:15 Uhr, Bearbeitung TIP, Raum wird noch bekannt gegeben“, Absender war eine Dame mit $chinesischerName.
Punkt 1: Was ist TIP?
Punkt 2: Mein Kalender ist gepflegt, ein einfacher Mausklick hätte ausgereicht, um zu erkennen, dass ich um 9:15 Uhr keine Zeit habe.
Punkt 3: Wer ist $chinesischerName?
Punkt 4: Ohne ausreichende Informationen keine Terminzusage.
Punkt 5: Das Mitarbeiterverzeichnis kennt keine $chinesischerName, daher auch kein Telefon.
Ergebnis: Termin kommentarlos abgelehnt.
Ich habe einen Kollegen, der ebenfalls auf der Einladung stand, angerufen und gefragt, ob er denn etwas näheres wüsste. Er war genauso ahnungslos und hatte den Termin ebenfalls abgelehnt.
Keine 5 Minuten später seht eine junge asiatische Dame vor mir, die aussah wie eine Mischung aus Professor Snape und Betty Boop. Sie fing sofort an mir den Kopf voll zu heulen, warum ich ihren Termin abgelehnt habe und von meinen Kollegen hätte auch keiner zugesagt.
Punkt 1: Wer sind sie?
Ich bin $chinesischer Name.
Punkt 2: Was ist TIP?
Taktischer Implementierungsplan
Punkt 3: Warum legen sie einen Termin auf 9:15 Uhr, obwohl die Zeit geblockt ist?
Ich kenne mich mit LN noch nicht so aus.
Punkt 4: Glauben sie wirklich, dass bei ihren Formulierungen überhaupt jemand einen anderen Button als den mit der Funktion „Termin ablehnen“ drückt?
(Nebenbei erwähnt: Es sieht zum schreien komisch aus, wenn Chinesen rot werden)
Ich bin erst einen Monat hier und kenne mich noch nicht so gut aus.
Eine gute Stunde später kam ein neuer Termin, mit etwas mehr Text, einer vernünftigen Uhrzeit und einer Raumnummer.
Ich nehme den Termin an.
5 Minuten später ruft mich ein Kollege an und fragt, ob ich wüsste wo der angegebene Raum ist. Hm, kam mir gleich komisch vor. Ich rufe bei der Sekretärin an und bitte sie im Raumverzeichnis nach zuschauen. Zwischenergebnis: Diesen Raum gibt es nicht. Endergebnis: Ich lehne die Teilnahme an dem Termin nachträglich ab.
Lange hat es nicht gedauert, da stand sie wieder bei mir im Büro und hat mir erneut den Kopf voll geheult.
Warum sagen sie den Termin nun doch ab.
Weil ich den Raum nicht kenne.
Aber der steht doch in der Einladung.
Dann gehen sie schon mal vor, ich komme in 5 Minuten nach.
Sie verschwindet, nach einer Stunde kommt eine neue Einladung mit einem Besprechungsraum, den es auch tatsächlich gibt.
Ich nehme den Termin an.
Kurze Zeit später ruft mein Chef an und fragt mich, ob ich eine Einladung von $chinesischerName erhalten habe.
Ja, habe ich.
Absagen, das ist eine Praktikantin, wo kommen wir denn da hin, wenn uns schon die Praktikanten unseren Kalender zumüllen.
Ich sage meine Teilnahme nachträglich ab und verschwinde in ein anderen Büro, bevor ich $chinesischerName wieder an der Backe habe...
Montag, 31. August 2009
Noch 9 verdammte Tage...
...bis zu meinem Urlaub. Ich bin einfach nicht lernfähig, jedes Jahr lege ich meinen Urlaub zu spät und darf mir mit anschauen, wie alle Kollegen zu ihrem ersten und teilweise sogar schon zu ihrem zweiten Urlaub abrücken. Ich Dödel sitze immer noch an meinem Schreibtisch und habe die Zunge aus dem Hals hängen. Dieses Jahr ist es besonders übel, da ich sehr stark gebucht bin und kaum Zeit außerhalb irgendwelcher Projekte verbringe. Mein normales Tagesgeschäft bleibt liegen und wird nur ansatzweise von meinen Vertretern erledigt. Bis Jahresende ist auch keine Besserung in Sicht, ich muss jetzt noch 2 Wochen in diversen Arbeitskreisen verbringen, danach habe ich 4 Wochen frei, um schließlich direkt nach meinem Urlaub sofort wieder in den nächsten Workshop abzurücken. Das Schlimme an der Sache ist, dass mich die meisten dieser Aufgaben langweilen, weil es nur darum geht bereits beschlossene Dinge noch einmal von vorne durchzukauen, nur um ganz sicher zu sein, dass sich nirgendwo ein Fehler eingeschlichen hat. Ich komme mir vor wie in einer Endlosschleife und erlebe jeden Tag als Déjà Vu. Hinzu kommt die Rezession, von der wir inzwischen indirekt betroffen sind. Unsere Firma kann sich überhaupt nicht beklagen, die Auftragsbücher sind voll, allerdings haben viele Zulieferer die Insolvenz angemeldet und nun gilt es entstandene Löcher mit eigener Kapazität zu stopfen. Das nervt, hoffentlich ist es bald vorüber.
Freitag, 28. August 2009
Finde die Fehler...
...und es sind wirklich viele...

Dienstag, 25. August 2009
Praktikanten...
...sind zur Zeit sehr schwer zu bekommen. Wir hatten 2 Praktikumsstellen für WIW-, Informatik- oder Maschinenbaustudenten ausgeschrieben und auch die Anforderungen genauer spezifiziert. Gefordert waren Kenntnisse in PAP, SQL, Deutsch und Englisch in Wort und Schrift, sowie Grundkenntnisse in SAP R3. Die Praktikumsdauer war mit 6 Monaten angegeben. Eigentlich sollten diese Informationen schon ausreichen, um für sich selbst die Entscheidung treffen zu können, ob man geeignet ist oder nicht. Scheinbar haben wir die Eindeutigkeit unserer Anforderungen überschätzt. Folgende Bewerbungen kamen bei uns an:
- Eine Afrikanerin, ohne Deutschkenntnisse
- Ein Kunststudent, der seit 10 (!) Jahren studiert
- Viele Geschichtsstudenten, die SAP R3 für einen Lolli hielten
- Kein einziger Informatiker, WIW oder Maschinenbauer
und mein persönliches Highlight
- Ein Musikstudent
Gibt es wirklich so ein Überangebot an Praktikumsstellen oder sind wir ganz einfach nicht attraktiv genug?
Donnerstag, 6. August 2009
Hurra, ich habe keine neuen Termine mehr...
...weil mein Kalender voll ist. So schlimm war es noch nie.
Donnerstag, 11. Juni 2009
Das Unwort der Woche...
...lautet "Luxusproblem". Deutschland leidet unter der Rezension, nur eine "kleine gallische Firma" wehrt sich dagegen und kann sich vor Aufträgen kaum retten. Die Kapazitäten unserer Firma befinden sich am oberen Grenzwert und wir können im 2. Jahr in Folge die Kundennachfrage nicht befriedigen. Da sind natürlich so Typen wie ich gefragt, wenn es darum geht noch ein paar Fitzelchen Effizienz mehr herauszukitzeln. In jeder verdammten Sitzung fällt nun mehrfach dieses blöde Wort "Luxusproblem", ich kann es wirklich nicht mehr hören.





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