Mai 27


...ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Frauen heißen Jamie, Hayden, Leslie und Lindsey, sind mit einem Angestellten verheiratet und sitzen den ganzen Tag in der Küche und schauen sich billige Talkshows an. Die Männer heißen ebenfalls  Jamie, Hayden, Leslie und Lindsey, arbeiten entweder als Angestellte in einem gigantischen Großraumbüro einer Versicherung  oder sind bei der Polizei. Sie ernähren sich nur von Fertiggerichten, die ihnen von Straßenverkäufern lateinamerikanischer Abstammung verkauft werden. Nur zu Thanksgiving gibt es richtige Nahrung, weil an diesem Tag der Mann einen übergroßen Truthahn, der aus einer Zuchtanlage neben einem Atomkraftwerk stammt, zubereitet. Die typische amerikanische Familie hat 2 Kinder und wohnt in einem vorstädtlichen Reihenhaus. Es sein denn, der Vater arbeitet in einem Großraumbüro bei der Polizei, dann wohnen sie in einem viktorianischen Landhaus in dessen Garten ein Baum mit einer Reifenschaukel steht. . Die Kinder sind generell total verzogen, die ältere Schwester wird auf jeder Highschoolparty mit billigem Fusel abgefüllt und anschließend vom kompletten Footballteam bestiegen. Der jüngere Bruder ist ein Computerfreak der die Schule schwänzt und sich in die Netze der internationalen Geheimdienste einhackt. Ist die Familie allerdings schwarz, dann arbeitet der Vater bei der Polizei, die Tochter singt im Gemeindechor und der Sohn hängt den ganzen Tag auf dem Basketballplatz herum. Egal ob schwarz oder weiß, die Mutter führt immer ein Doppelleben. Sie führt den Haushalt und arbeitet verdeckt beim Secret Service.
Amerikaner sind faul, sie fahren selbst die kürzeste Strecke mit dem Auto. Alle Amerikaner besitzen einen Pick-Up und einen Sportwagen, die stets vollgetankt in der Garage stehen, um als Fluchtfahrzeuge zu dienen, wenn das Land gerade mal wieder von Terroristen, Zombies oder außerirdischen Invasoren angegriffen wird. Im Falle einer Invasion verweigern alle ausländischen Fahrzeuge den Dienst, nur die amerikanischen Wagen springen sofort an. Die Frauen flüchten mit dem Sportwagen zu den riesigen Bunkeranlagen, die sich unterhalb der Rocky Mountains befinden, der Mann schnappt sich seine Pumpgun und bekämpft die Schergen, nur mit einem Feinrip-Unterhemd und einer Bundfaltenhose bekleidet, im Alleingang. Dabei wird er von einer staatlichen Behörde unterschützt, deren Name mit drei Buchstaben abgekürzt wird und von der vorher noch keine Sau jemals ein Wörtchen gehört hat.
Amerikaner ernähren sich größtenteils von Fast Food, in jeder freien Minuten stopfen sie riesige Burger, Buritos oder Hot Dogs in sich hinein, dabei versauen sie sich niemals ihre Klamotten, egal wie viel Ketchup sich gerade auf dem Essen befindet. Die Ausnahme sind die Polizeivorgesetzten, die sich schon beim umrühren ihres Kaffees bis auf die Unterhose versauen. Alle Ordnungshüter heißen entweder Agent oder Officer und können bei ihren Ermittlungen stets auf ein Team Mitarbeiter zurückgreifen von denen einer bekloppter als der andere ist. Die Teammitglieder lassen sich grob in 4 Kategorien einteilen:



  1. ausgedienter Kriegsveteran mit überzogenen Gerechtigkeitssinn

  2. hochintelligentes Wunderkind, das sich nicht alleine die Schuhe zubinden kann

  3. Sexgott, der Frauen mit einem Fingerschnippen flach legt

  4. Familienvater, dessen Familienmitglieder regelmäßig von irgendeinem Schergen entführt werden



Der Kriegsveteran ist stets das ranghöchste Mitglied im Team und kennt 72 Varianten, um einen Menschen mit nur 2 Fingern zu töten.
Krieg spielt bei den Amerikanern eine sehr wichtige Rolle. Amerikaner brauchen Krieg, um ihre Aggressionen abzubauen. Steht gerade kein Krieg zu Verfügung, so wird unter irgendeinem haarsträubenden Vorwand einer begonnen. Damit dies nicht so willkürlich aussieht haben die Amis so nette Begriffe wie "Achse des Bösen"und "Schurkenstaaten"erfunden. Diese Staaten machen irgend etwas, das nur den Amerikanern vorbehalten ist, wie z.B. Atomanlagenbau, Umweltverschmutzung oder das Überfallen von wehrlosen Nachbarstaaten. Amerika besitzt einen enormen Einfallsreichtum, wenn es darum geht Waffen zu entwickeln. Um diese zu testen bombt man einfach einen der Schurkenstaaten zurück in die Steinzeit, anschließend geht der Präsident auf Welttournee und erklärt den anderen Nationen, dass sie für diese Schweinerei gefälligst bezahlen sollen, denn schließlich wurde durch diese Aktion der Weltfrieden gesichert. Besonders gerne kommt der Präsident nach Deutschland, denn dort stößt er immer auf ein offenes Ohr und ganz besonders auf einen offenen Geldkoffer.
Der neue Präsident der Vereinigten Staaten ist schwarz, zum ersten mal in der Geschichte. Schwarz ist gut, denn mit Schwarz wird alles anders. Leider hat die Welt vergessen, dass sich nichts ändern wird solange noch die ganzen weißen Geldsäcke im Hintergrund die Fäden ziehen. Nur wir Deutschen haben mit Obama ein Problem, weil wir ihn ständig mit Lewis Hamilton verwechseln, der ebenfalls schwarz und erfolgreich ist. Beide haben sogar das gleiche Problem – sie sagen nicht immer die Wahrheit, allerdings ist das bei Obama nicht so schlimm, schließlich ist er der Präsident, da erwartet man das einfach. Wen stört es da schon, wenn er behauptet, dass das Automobil in Amerika erfunden wurde, schließlich kommen alle großen Erfindungen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wir verdanken der USA fast alles, ohne sie wären wir niemals in den Genuss von Freiheit, Golfkriegen, globaler Erwärmung und Denver Clan gekommen.
Besonders toll ist die amerikanische Sprache, um sie besonders authentisch zu sprechen muss man sich die Zunge an den Gaumen nähen und in eine Satteldecke in die Backen Stopfen. Danach ist man von einem gebürtigen Texaner nicht mehr zu unterscheiden. Viele amerikanische Worte haben bereits einen festen Platz in der deutschen Sprache gefunden. Ohne die Amerikaner hätten wir niemals so tolle Worte wie "Kindergarten"oder "Eisberg"in unserem Sprachschatz. Ich bin sehr froh, dass es die Amis gibt, was wäre die Welt ohne sie? Wir hätten noch mehr Indianer, es gäbe jede Menge Büffel und der Mond wäre auch noch frei von Metallschrott.

Geschrieben von Jester

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Feb 8

...muss ich mich in letzter Zeit immer öfters fragen. Die Welt ist voller Fallen, da heißt es "Aufpassen!"

  • Ich kaufe mir einen Döner Spezial, mit doppelt Fleisch und extra viel Sauce. Und was bekomme ich dazu?
    Eine popelige Serviette! Kann mir mal einer sagen, wie ich mir 0,5 Liter Joghurtsauce mit nur einer Serviette aus dem Gesicht wischen soll? Geht's noch?
  • Ich will etwas aus dem Kochbuch kochen und benötige dazu 750g Hackfleisch. Weil es nach 18 Uhr ist und der Metzger schon zu hat, husche ich mal eben zum Discounter um die Ecke. Und was bekomme ich dort? Hackfleischpackungen mit 500g oder mit 1000g- Egal, was ich auch kaufe, ich habe entweder zu viel oder zu wenig von dem Zeug. Geht's noch?
  • Am nächsten Tag versuche ich mein Glück beim Metzger und bestelle bei der Verkäuferin 750g Hackfleisch vom Schwein. Die Dame kann nich einfach 750g Hackfleisch auf die Waage klatschen, sie muss noch eine völlig unnötige Frage stellen. "Nur vom Schwein?" Nuschel ich oder gibt es neuerdings ein Gesetz, das den Verkauf von reinem Hackfleisch verbietet? Geht's noch?
  • Mein Handy klingelt, ein fremder Anrufer möchte gerne $Name sprechen. Ich versichere dem guten Mann, dass er sich verwählt hat und ich niemanden mit diesen Namen kenne. Der Typ läßt sich nicht abwimmeln und erzählt mir, dass er $Name schon immer unter dieser Nummer anruft und ich bestimmt dessen Handy gestohlen habe. Geht's noch?
  • Ich fahre mit dem ICE nach Ulm, zusammen mit drei weiteren Kollegen haben wir Platzkarten für eine Vierersitzgruppe mit Tisch in der Mitte. 3 Plätze sind frei, einer ist von einem Bild-Zeitung lesenden Typen besetzt. Ich erkläre ihm höflich, dass ich diesen Platz reserviert habe und er ihn bitter verlassen soll. Als Antwort erhalte ich: "Ich war eher hier, da drüben ist noch frei, setzen sie sich doch dort hin". Geht's noch?

Geschrieben von Jester

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Jan 16
...dann bin ich lieber uncool. Gestern, auf meiner Hunderunde, traf ich drei Mädels, von denen eine mit einem Handy telefonierte. Alle Drei waren unauffällig gekleidet, ca. 17-18 Jahre alt und machten einen recht normalen Eindruck. Ihre Sprache war allerdings alles andere als normal.

Mädel mit Telefon (MmT): Könnt ihr mal die Fresse halten, ich telefoniere.
Mädel 1 (M1): Die können sich nur am Telefon unterhalten, wenn sie sich sehen, dann hat sie ständig seinen Schw(pieeep) im Maul.
Mädel 2(M2): Wahrscheinlich verabreden sie gerade den nächsten Fi(pieeep)-Termin.
MmT: Ihr sollt die Fresse halten!
M2: Dann rede eben lauter, du Schlampe oder kannst du nur beim Fi(pieep) schreien?
MmT: Ihr Schlampen seid doch nur neidisch.
M1: Auf den Typen? Der fi(pieep) doch alles, was ihm vor den Schw(pieep) kommt.
MmT: Er hat gesagt, er liebt mich und er hat nichts mit anderen Tussis.
M1: Und die Erde ist eine Scheibe...
M2: Ich habe ihn doch neulich mit dieser Schlampe aus der $Straßenname gesehen, die hat er bestimmt auch gef(pieep).
MmT: Das ist seine Schwester, du (Pieeep)

Danach war die Entfernung zu groß und ich konnte dieses hochinteressante Gespräch nicht weiter belauschen. Ich frage mich wirklich welche Zukunft sich für jemanden bietet, der sich in der Öffentlichkeit so benimmt? Man stelle sich vor, dass nicht ich, sondern irgendein Personalchef dieses Gespräch belauscht hätte und am nächsten Tag taucht die Dame bei ihm zu einem Vorstellungsgespräch auf. Wer stellt jemanden ein, der sich in der Öffentlichkeit derart sozial inkompetent benimmt? Sicher, was das Mädel in seiner Freizeit macht, dass ist allein ihre Sache, aber kann man sein Verhalten so strikt trennen? Ich glaube es nicht...

Geschrieben von Jester

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Dez 29

...die wahrscheinlich alle nicht in Erfüllung gehen.

  • der Spritpreis pendelt sich bei 1 Euro ein
  • Spam verschwindet aus meinen Postfächern
  • das magentafarbige Telekommunikationsunternehmen strahlt keine Werbung mehr aus, die mir fürchterlich auf den Sack geht
  • wir entdecken intelligentes Leben auf dem Mars
  • wir entdecken intelligentes Leben auf der Erde
  • sämtliche Vermögensberater vergessen meine Telefonnummer
  • das Rauchverbot auf den Bahnhöfen wird eingehalten
  • die GEZ löst sich auf
  • Lisa Bund löst sich in Salzsäure
  • Das neue Album von Tokio Hotel wird ein Flop
  • ich verlasse das Metallica-Konzert ohne Hörschaden
  • mein Rasen wächst nur noch 1 mm/Jahr und muss nicht mehr gemäht werden
  • DSDS findet einen talentierten Moderator
  • Heroes wird wieder spannend
  • in den neuen Folgen von Lost werden mehr Fragen beantwortet als aufgeworfen
  • Brokkoli wird verboten
  • ich bekomme alle Überstunden bezahlt
  • Bier wird zum Grundnahrungsmittel erklärt und ist steuerlich absetzbar
  • Autos die mit weniger als 100km/h auf der linken Autobahnspur fahren explodieren automatisch nach 200 Metern
  • Das Überholverbot für LKWs auf zweispurigen Autobahnen wird eingeführt
  • alle Fahrer eines Nissan Micra müssen ein psychologisches Gutachten vorlegen, um ihren Führerschein zu behalten.
Ach ja, dann wären dann noch Weltfrieden, Wohlstand für alle und ein Allheilmittel für alle Krankheiten, aber das klappt eh nicht...

Geschrieben von Jester

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Jun 27

...ist das deutsche Nachbarland, das ich am liebsten mag. Die Frauen sind hübsch und hören auf Namen wie Jules, Vivien, Nicola, Emmanuele und Danielle, die Männer sind ebenfalls allesamt Prachtburschen und haben Namen wie Jules, Vivien, Nicolas, Emmanuel und Daniel und manchmal muss man schon sehr genau hinschauen, um herauszufinden zu welchem Geschlecht der Gesprächspartner gehört oder gehören möchte.

Die Franzosen sind ein offenes Volk, das jeden Autofahrer aus dem Ausland mit offenen Armen und geschlossenen Schranken empfängt. Sie mögen einfach alles an uns, unsere EC-Karten, unsere Kreditkarten und unser Bargeld. Und weil sie uns so mögen verlangen sie von uns nur eine klitzekleine Spende, die dafür verwendet wird, dass wir uns auf ihren Autobahnen noch wohler fühlen. Die Franzosen möchten, dass die ausländischen Gäste lange ihre Gastfreundschaft auf den Autobahnen genießen, deshalb darf man auch nur sehr langsam fahren, damit wir möglichst viel von der atemberaubenden Landschaft, die größtenteils aus Nichts besteht und ab und zu von Nichts unterbrochen wird, bewundern können. Und wenn es doch einmal vorkommt, dass es ein Autofahrer besonders eilig hat, dann bekommt er zum Andenken ein tolles Foto hinterher geschickt, das ihn zusammen mit seinem Auto und einem Ausschnitt des idyllischen Nichts zeigt. Klar, das Bildchen ist nicht besonders billig, aber bei so viel Aufmerksamkeit will man doch nicht knauserig sein.

Die Franzosen sind sehr nationalistisch eingestellte Menschen und lieben ihren Präsidenten über alles. Es gibt zwei Grundvoraussetzungen, von denen ein französisches Staatsoberhaupt mindestens eine erfüllen muss. Er muss entweder besonders alt oder besonders klein sein. Erfahrene Frauen genießen in Frankreich ein sehr hohes Ansehen, deswegen hat der aktuelle Staatspräsident auch ein ehemaliges Por..., äh möchtegern Pop... äh ehemaliges Fotomodell mit seeeeehr viel internationaler Erfahrung geheiratet. Es ist doch toll, wenn die Präsidentengattin fast bekannter ist als der Ehemann und schon in den meisten Zeitungen dieser Welt zu sehen war – und zwar nackt.

Die Franzosen sind sehr stolz auf ihre Landessprache, Französisch ist sehr lyrisch und klangvoll und lässt sich in etwa mit dem vergleichen was ein polnischer Minnesänger, der sich mit 2,8 Promille einen Nagel durch die Zunge gehauen hat, von sich gibt. In Frankreich wird nur französisch gesprochen und auch nur französisch akzeptiert. Wer glaubt sich in der Weltsprache Englisch etwas zu Essen bestellen zu können, der wird elend verhungern. Apropos Essen, Essen und Frankreich sind untrennbar miteinander verbunden. Die französische Küche kocht nur auf allerhöchstem Niveau und ein Gericht ist nur dann eines Franzosen würdig, wenn man für die Aussprache des Namens länger braucht als für die Zubereitung. In Frankreich wird das Essen zelebriert, ein Abendessen ist erst dann perfekt, wenn man die richtige Zusammenstellung von Vorspeise, Zwischengang, Hauptgang 1, Zwischengang, Hauptgang 2, Zwischengang, Hauptgang 3, Zwischengang, Dessert, Käseplatte, Wein, Champagner, Cognac und Kreditkartenlimit gefunden hat. Ein gutes französisches Abendessen kostet so viel wie ein Ferienhaus in den Pyrenäen und entspricht dem Volumen eines halben Müsliriegels. Besonders beliebt ist in Frankreich das Weißbrot, auch Baguette genannt. Baguette ist ein mit Treibmitteln aufgeblasener Weizenmehlklumpen, ohne nennenswerten Nährwert und ist auch gleichzeitig das einzige Nahrungsmittel, das sich ein Franzose mit durchschnittlichem Einkommen leisten kann.
Franzosen fahren französische Autos, zumindest glauben sie, dass es sich bei ihren Fahrzeugen um Autos handelt. Besonders beliebt sind französische Fun-Cars, wobei es den meisten Spaß macht nach einer kurzen Spritztour durch die Bretagne die abgefallenen Teile im Innenraum einzusammeln. Wer will schon ein Auto fahren, in dem sich ständig Marienkäfer die Seele aus dem Leib poppen?
Einen besonders guten Ruf haben auch die französischen Frauen, wobei ich den für völlig überbewertet halte. So toll können die Mädels nicht sein, sonst hätte das Staatsoberhaupt wohl kaum eine Italienerin geheiratet.
Kochen können sie auch nicht, denn die ganzen französischen Meisterköche sind allesamt männlichen Geschlechts und mit dem Sex scheint es auch nicht so weit her sein, sonst hätten sie es in der Werbung wohl kaum den Marienkäfern überlassen.
Kein gutes Verhältnis hat der Franzose zum Sport. Fußball ist nichts für Franzosen, wer sich ausschließlich von Weißbrot ernährt, der hat einfach nicht genug Power, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Aus diesem Grund müssen sie sich auf Randgruppensportarten wie Rugby, Gehen und Tennis konzentrieren, um wenigstens etwas sportliche Anerkennung zu bekommen. Besonders Geh-Wettbewerbe sind in Frankreich sehr beliebt, stoßen aber im europäischem Ausland eher auf Unverständnis. Wer schon einmal einen Geh-Wettbewerb beobachtet hat, der erkennt eigentlich keinen nennenswerten Unterschied zu dem normalen Treiben in einer deutschen Fußgängerzone während des Sommerschlussverkaufs. Selbst das Flaggschiff des französischen Sports, die "Tour de France"gerät durch ihre Dopingskandale immer mehr in internationale Kritik. Letztes Jahr hatte ein gedopter Radfahrer in einem kleinen Kaff an die Dorflinde gepinkelt, so dass diese sich innerhalb von 2 Wochen in einen stattlichen Mammutbaum verwandelte. Das Regelwerk dieser Veranstaltung ist inzwischen so kompliziert, dass selbst Stunden nach dem Ende einer Etappe noch keiner so recht weiß wer eigentlich gewonnen hat. Es gibt ein gelbes Trikot für Anführer der Gesamtwertung, ein grünes für den besten Sprinter, ein Bergtrikot, eine rote Nummer für den kämpferischsten Fahrer und ein rosa Höschen für den Fahrer mit dem geilsten Knackarsch. Am Ende einer Etappe müssen dann alle Fahrer in einen Eimer pinkeln - der mit dem kleinsten Zipfelchen wird anschließend als Dopingsünder entlarvt und aus dem Wettbewerb geworfen. Wer ganz am Schluss noch übrig bleibt, der gewinnt die Tour, bekommt einen Werbevertrag mit einem Pharmaunternehmen und darf ein weiteres Jahr darauf hoffen nicht beim Blutdoping in Spanien erwischt zu werden.

Richtig gut sind die Franzosen beim Niederlegen der Arbeit. Sobald irgendwer das Wort "Revolution"brüllt ist der Franzose grundsätzlich dafür, schnappt sich eine Trillerpfeife und stellt das Arbeiten ein. Wer schon einmal in einer französischen Firma war, der weiß, dass Streik und Nicht-Streik nicht sehr weit auseinander liegen. Ein Teil der Belegschaft steht herum und diskutiert über den Geh-Wettbewerb vom Vortag, ein weiterer Teil steht ebenfalls herum und denkt sich einen neuen Grund für einen Streik aus und der kleine Teil, der Arbeitet, der besteht aus den ausländischen Gastarbeitern, die noch nicht in die französische Gesellschaft integriert sind.
Insgesamt betrachtet mag ich die Franzosen sehr, bei jedem Besuch in Frankreich werde ich höflich und zuvorkommend behandelt und bekomme in den blumigsten Formulierungen gesagt, dass ich sie mit meinem deutschen Spießertum gefälligst am Arsch lecken kann.

Geschrieben von Jester

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Jun 20

...ist die größte Bedrohung, die momentan von der Lebensmittelindustrie ausgeht. Betroffen davon sind alle Keksmischungen in jeder Preisklasse, von jedem Hersteller. Die Burschen haben sich verbrüdert und beeinflussen den armen Keksliebhaber nach belieben. Ich habe euch durchschaut, ich lasse mich nicht von euch und euren hinterhältigen Aktionen verderben, ich werde euch beobachten und wenn ihr auch nur einen falschen Schritt unternehmt, dann wird meine große Stunde anbrechen und ich werde die schonungslose Wahrheit über euer Verhalten veröffentlichen.
Ja genau, Keksmischungen sind ein Machwerk des Teufels und wurden nur dazu geschaffen, um mich auf die Palme zu bringen. Ich bin ein großer Fan von Keksen, ich könnte mich ausschließlich von Keksen ernähren. Ganz egal, ob die Dinger mit Marmelade gefüllt sind, mit Zucker bestreut oder einfach nur aus Kekesteig bestehen, ich kann ihnen nicht widerstehen. Was ich allerdings überhaupt nicht mag, dass sind diese blöden Waffeln, die mit einem zuckersüßen, ekelhaften Cremegepappe füllt sind und sich in großer Zahl in jeder Keksmischungtüte befinden. Warum nenne ich diesen Mist eigentlich Keksmischung, wenn die Hälfte des Inhalts aus Waffeln besteht? Ich weiß es nicht und ich werde wohl auch niemals das Geheimnis ergründen, vielleicht gibt es irgendwo eine höher Macht, die einfach nur Spaß daran hat Keksliebhabern den Genuss zu verderben. Du kannst die so geschickt anstellen wie du willst, wenn du blind in eine Keksmischungtüte greifst, dann hast du immer so eine beschissene Waffel in der Hand. Irgendwie ist das Gebäck darauf trainiert dem Keksfreund in die Hand zu springen und wie ein Kuckuckskind alle leckeren Kekse aus der Handfläche zu werfen. Diese Scheißdinger sind auch extrem hinterlistig, sie täuschen den menschlichen Tastsinn, indem sie ihr obere Teigschicht abwerfen und so dem hungrigen Jäger vorgeben, dass sie ein normaler Keks wären. Voller Freude greift man zu und hat dann so ein schmieriges Waffelding in der Hand, dass einem zu allem Überfluss auch noch die Pfoten mit Schokolade oder Zuckercreme versaut.
Vor kurzem kam ich bei Kollegen ins Büro und es stand eine große Tüte "Feine Kekesmischung"auf dem Sitzungstisch. Ein Kollege fragte mich, ob ich einen Keks möchte und hielt mir die Tüte hin. Diesmal war ich schlauer und habe erst in die Packung gelunzt und sieht da, es waren nur noch von diesen ekelhaften Waffeln drin. Da seht ihr es, keine Sau mag diese Dinger, aber trotzdem packen alle Kekshersteller dieser Welt einen prozentual hohen Anteil Waffeln in ihre Packung. Und dann drucken sie auch noch ganz unverschämt in großen Lettern das Wort "Keksmischung"darauf? Nennt die Ware doch beim Namen und schreibt "Gebäcksortiment mit Ekelwaffelnâ", oder "Waffelmischung mit minimalen Keksanteil"auf die Tüte. Kommt schon, ihr Kekshersteller, gebt es doch endlich zu, irgendwann habt ihr angefangen große Mengen Waffeln zu backen und erst viel zu spät gemerkt, dass die Dinger zum kotzen schmecken und sie nicht einmal die Schweine fressen wollen. Jetzt sitzt ihr auf euren riesen Beständen und mischt uns das Zeug in jede Tüte und wir können nichts dagegen machen. Ich steige aus, ich backe meine Kekse selbst oder gehe zum Bäcker meines Vertrauens und lasse mit vorher von ihm eine Keksunbedenklichkeitserklärung unterschreiben – ich will es schriftlich haben, dass meine Keksmischung keine Spurenelemente von Waffeln enthält. Pah, ihr habt doch alle einen ander Waffel!

Geschrieben von Jester

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Mär 5

....hat für mich in den letzten Jahren zunehmend seinen Reiz verloren. Früher bestand ein Radioprogramm aus 90 Prozent Musik, die von den Moderatoren nur für die Ansage des nächsten Titels unterbrochen wurde. Zu jeder vollen Stunde wurde ein kurzer Nachrichtenbeitrag gesendet, dem evtl. noch ein kurzer Beitrag aus dem Verkehrsstudio folgte. Musiktitel wurden ausgespielt und nicht durch unqualifiziertes Gelaber eine pseudogutgelaunten Moderators unterbrochen. Heute ist das Radioprogramm eine einzige Quälerei und es spielt überhaupt keine Rolle, ob man einen privaten oder einen öffentlich-rechtlichen Sender einschaltet. Werbung ist bei beiden Finanzierungsformen von großer Bedeutung. Ich konnte mich noch an schlecht produzierte Werbebeiträge für Küchenstudios oder Autoglasreparaturfirmen gewöhnen, aber was mir gänzlich jeden Hörgenuss vergällt, das sind die ständig gut gelaunten Moderatoren des Dudelfunks. Inzwischen lässt fast jeder Sender ein Moderatorenpaar in den frühen Morgenstunden auf die Hörer los. Mit nicht-lustigen Dialogen, bei denen meistens der weibliche Moderatorenteil als besonders Schlagfertig dargestellt wird, verbrät man die Sendezeit, um sie nicht mit Musikbeiträgen belegen zu müssen. Mehrmals stündlich werden dann noch Jingles (Claims) mit Eigenwerbung eingespielt, die an Fröhlichkeit nicht mehr zu überbieten sind und dem Hörer Lust auf das Programm oder ein besonderes Event machen soll. Im Abstand von 30 Minuten werden vorproduzierte Wettervorhersagen eingespielt, die sich nicht mehr auf das präsentieren von Fakten beschränken, sondern noch komplett unwichtige Zusatzinformationen über Wolkenbildung, Inversionswetterlagen und Körnigkeit der Schneeflocken liefern. Die restliche Zeit wird mit Musiktiteln gefüllt, deren Varianz sich auf maximal 30 Titel beschränkt. Hierbei werden Künstler, die bei einem vom Sender organisierten Event vertreten sind, besonders oft gespielt. Natürlich wird kein einziges Musikstück vollständig ausgespielt, jeder Titel wird entweder am Anfang oder am Ende vom Moderator kaputt gequatscht, so dass auch der letzte Freak am Kassettenrecorder sein Tape frustriert in die Ecke feuert. Die Namen des Titels oder des Künstlers werden rundsätzlich nicht genannt, es sein denn sie sind Teil eines der oben genannten Events, dann wird Hörer mit Zusatzinformationen zugemüllt bis ihm die Ohren bluten. Ich kann mich mit dem Radio nicht mehr identifizieren und schalte es nur noch an, um zur vollen Stunde die Nachrichten zu hören. Musik gibt es bei mir nur noch von CD und aktuelle Informationen hole ich mir zielgerichtet aus dem Internet. Wenn es morgen kein Radio mehr gebe, ich würde es nicht vermissen...

Geschrieben von Jester

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