Samstag, 10. Mai 2008
Stationen eines Urlaubs – Dresden...
...zählt wohl zu den schönsten Städten Deutschlands. Das grüne Gewölbe, die Semperoper und die Frauenkirche sind beeindrucken, man kann sich daran gar nicht satt sehen. Allerdings hat Dresden ein Baustellenproblem, überall wird gebaut, gegraben und saniert, dies trübt das Gesamtbild schon ein wenig und macht das Sightseeing zur Herausforderung. Leider ist diese Stadt total hecktisch, was größtenteils an den Touristen liegt, die sich teilweise überhaupt nicht benehmen können. Dicke Schilder am Eingang der Frauenkirche weisen ein Film- und Fotografierverbot innerhalb des Gebäudes aus, was allerdings keine Sau interessiert. Innerhalb der Kirche, die mir von außen wesentlich besser als von innen gefällt, erwartet den Besucher ein einziges Blitzlichtgewitter, das größtenteils von japanischen und italienischen Besuchern ausgeht. Scheinbar nimmt man es in diesen beiden Ländern mit Verboten und Anstand nicht so genau. Dresden ist supertoll, aber ich werde es frühestens in 2 Jahren wieder besuchen, wenn die größten Bauarbeiten in der Innenstadt beendet sind.
Stationen eines Urlaubs – Leipzig...
...weckte in mir zwiespältige Erinnerungen, als ich das letzte Mal in dieser Stadt war, war diese eine einzige Baustelle, ich benötigte damals über eine Stunde, um überhaupt das Bahnhofsparkhaus zu erreichen. Es hat sich viel getan in Leipzig, in der Innenstadt gibt es zwar immer noch eine riesige Baustelle, der Rest in Tip-Top in Ordnung. Die Stadt bietet alles was man sich als Urlauber wünscht. Einkaufsmöglichkeiten, abgefahrene Geschäfte, seltsame, aber nette Einwohner und jede Menge Sehenswürdigkeiten. Natürlich haben wir wieder in der Thomasbrauerei gegessen und im Karstadt (ein riesiger Einkaufstempel) die Regale leer gekauft. Leipzig macht irre Spaß, es war bestimmt nicht mein letzter Besuch in dieser Stadt.
Stationen eines Urlaubs – Weimar...
...war für mich völlig neu, ich hatte diese Stadt vorher noch nie besucht und war auf Anhieb von ihr begeistert. Die Altstadt ist gepflegt und äußerst sehenswert, gleiches gilt auch für die riesigen Parkanlagen mit all ihren Sehenwürdigkeiten. Die Leute sind sehr freundlich und ich habe noch niemals so viele hübsche Frauen an einem einzigen Ort getroffen. Weimar ist ein El Dorado für Junggesellen auf Partnersuche. Lediglich an den Parkgebühren gibt es was zu motzen, ich bin in keiner anderen Stadt für das Parken so abgezockt worden.
Dienstag, 29. April 2008
Mit unerträglicher Penetranz...
...gehen mir seit ein paar Tagen wieder diverse Call-Center auf die Nerven. In Deutschland ist es wohl nicht möglich solche Unternehmen juristisch davon abzuhalten mich mit ihren Anrufen zu belästigen. Die Produkte, die man mir am Telefon verkaufen möchte werden immer ungewöhnlicher, so dass ich manchmal vermute, dass mich irgend jemand verarschen möchte.
Inzwischen bin ich davon abgekommen die Call-Agenten zu beleidigen, derzeit lasse ich sie lieber reden und versuche das Gespräch in eine Richtung zu lenken, mit der sie überhaupt nichts anfangen können. Wenn sie mit mir telefonieren, dann lassen sie wenigstens andere in Ruhe.
Beispiel 1:
(Dies ist mein absoluter Favorit, ich bin mir immer noch nicht sicher, ob der Anruf echt war.)
(A)nruferin: Hallo, hier is de Monika ausm Oddewald?
Ich: Bitte wer?
A: Ei, mer lieffern als de guude Honich an euch aus.
Ich: Sie machen was?
A: Na Honich lieffere, de guude kaltgschleuderde.
Ich: An mich?
A: Noch net, awwer mer sin ihn eurer Näh und könnde vorbeikumme.
Ich: Ich esse keinen Honig.
A: Awwer des is doch de guude kaltschleuderde, der is gsund un schmeggt guud.
Ich: Ich bin Diabetiker, ich darf keinen Honig essen.
(Wäre ich Pinocchio, dann könnte ich meine Nasenspitze nur noch mit dem Fernglas sehen)
A: Aaach ned de kaltgschleuderde?
Ich: Nein, der enthält Zucker und ich darf keinen Zucker essen.
A: Schad, wie siehtsn mit Marmelad aus?
Ich: Enthält auch Zucker, darf ich nicht essen?
A: Aaach ned Hollunder, der is ned süß.
Ich: Nein, überhaupt keine Marmelade.
A: Schaaad, awwer mer hawwe auch Zinkkabsle.
Ich: Nein, ich bin bestens versorgt.
A: Aaaach mit Zink?
Ich: Auch mit Zink!
A: Des is schaad, donn vielleicht e onnermol.
(Leute gibt es...)
Beispiel 2:
(A)nrufer: Guten Tag, spreche ich mit Vorname, Name?
(Rufnummer ist unterdrückt, daher keine Auskunft)
Ich: Wer will das denn wissen?
A: Mein Name ist Vorname Nachname von der Firma Firmenname
Ich: Und was wollen sie?
A: Ich stehe gerade vor ihrem Haus und möchten wissen, ob sie der Eigentümer sind.
Ich: Das geht sie nichts an, was wollen sie überhaupt?
A: Wir möchten ihnen ein Angebot für neue Fenster machen.
Ich: Sie sagten doch, dass sie vor meinem Haus stehen.
A: Ja.
Ich: Dann drehen sie sich bitte nach links und laufen ca. 150 Meter die Straße hinunter.
A: Warum das denn?
Ich: Dort finden sie einen Optiker, der kann ihnen weiterhelfen.
A: Ist das der Hausbesitzer?
Ich: Nein, aber der verkauft Brillen und sie brauchen wohl dringend eine, sonst hätten sie bestimmt gesehen, dass alle Fenster in meinem Haus nagelneu sind und nicht ausgetauscht werden müssen.
KLACK!
Beispiel 3:
(A)nruferin: Guten Tag, mein Name ist Vorname Nachname, spreche ich mit Vorname Nachname?
(Wieder keine Rufnummerübermittlung, daher keine Auskunft)
Ich: Was wollen sie denn?
A: Wir machen eine Umfrage zum Thema TV-Zeitschrift und hätte ein paar Fragen an sie.
(Ich hatte gerade nichts zu tun...)
Ich: Wenn es denn sein muss.
A: Wie viele Stunden TV schauen sie pro Tag?
Ich: 0,25
A: (nach ca. 10 Sekunden Stille) Das sind 15 Minuten.
Ich: Herzlichen Glückwunsch, sie sind für ihren Job überqualifiziert.
A: (lacht) Ja, das sage ich auch immer.
A: Womit wählen sie ihr Fernsehprogramm aus?
Ich: Mit der Fernbedienung.
A: Wie dumm, die Frage war falsch gestellt.
Ich: Sehe ich auch so.
A: Nach welchen Kriterien wählen sie Fernsehprogramm aus?
Ich: Ich schaue nur die Tagesschau.
A: Und wenn sie etwas anders anderes schauen möchten, womit informieren sie sich über das aktuelle Fernsehprogramm?
Ich: Ich schaue nur die Tagesschau.
A: Mehr nicht?
Ich: Mehr nicht!
A: Haben sie sich schon einmal eine Programmzeitschrift gekauft?
Ich: Nein, aber ich habe schon mal eine durchgeblättert.
A: Fanden sie die Zeitschrift denn informativ?
Ich: Nein, nicht wirklich.
A: Warum nicht?
Ich: Ich wusste schon was drin steht?
A: Sie wussten was drin steht?
Ich: Ja, die Tagesschau kommt täglich von 20:00 bis 20:15 Uhr.
A. Und wenn sie einmal eine andere Sendung schauen möchten?
Ich: Möchte ich nicht.
A: Sie schauen wirklich nur die Tagesschau?
Ich: Sind ihre Verständnisprobleme akustischer oder geistiger Natur?
A: Die Frage verstehe ich nicht.
Ich: Aha, letzteres.
A: Dürfen wir ihnen ein kostenloses Exemplar der TV-Pupsi zuschicken?
Ich: Nein, kein Interesse.
A: Warum denn nicht, ist doch völlig kostenlos.
Ich: Ich weiß doch was drin steht.
A: Jaja, die Tagesschau kommt von 20:00 bis 20:15 Uhr.
Ich: Sehr gut, sie kennen sich aus, sie sind ganz bestimmt überqualifiziert.
KLACK!
(Die war wirklich zäh)
Beispiel 4:
(A)nrufer: Ja guten Tag, Herr Name!
(Meine Güte ist der gut gelaunt, da sind garantiert bewusstseinserweiternde Drogen im Spiel)
Ich: Haben sie was genommen?
A: Wie bitte?
Ich: Sie sind so gut gelaunt, nehmen sie Drogen?
A: Nein, ich überbringe gute Nachrichten, da muss man doch einfach gut gelaunt sein.
Ich: Lassen sie mich raten, ich habe was gewonnen.
A: Ganz genau, Herr Name, sie sind einer unserer glücklichen Gewinner!
Ich: Woher wollen sie denn wissen, ob ich glücklich bin?
A: Wenn sie es noch nicht sind, dann werden sie es gleich sein, Herr Name.
Ich: Warum, wollen sie mir von ihren Drogen abgeben?
A: Nein, aber wollen sie denn gar nicht wissen was sie gewonnen haben, Herr Name?
(Der Typ geht mir mit seinem ständigen Herr Name und seiner guten Laune gewaltig auf den Zeiger)
Ich: Sie werden es mir sicherlich gleich erzählen.
A: Sie haben ein kostenloses Probeabonnement der Zeitschrift Blubber gewonnen.
Ich: Und das soll mich glücklich machen?
A: Aber man bekommt doch nicht alle Tage etwas geschenkt.
Ich: Etwas von ihren Drogen wäre mir lieber gewesen.
A: ICH NEHME KEINE DROGEN!
Ich: Das würde aber ihre gute Laune erklären.
A: Ich bin überhaupt nicht mehr gut gelaunt,Herr Name, ich versuche ihnen hier eine Freude zu machen und sie unterstellen mir, ich würde Drogen nehmen.
Ich: Ich beschreibe nur meinen subjektiven Eindruck.
A: (genervt) Wohin dürfen wir die Zeitschrift schicken, Herr Name.
Ich: Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises mbH Muthstr. 4, 74889 Sinsheim
A: Vielen Dank, das erste Exemplar wird ihnen in den nächsten Tagen zugestellt, Herr Name.
A: Einen schönen Tag noch, Herr Name.
Ich: Keine Macht den Drogen.
KLACK!
(Hach, war der dämlich)
Mittwoch, 9. April 2008
Die ewige Jammerei...
...von Leuten, die ihren Kummer selbst verschuldet haben, kann ich so langsam nicht mehr hören. Ein großer Teil unserer Poduktionsmitarbeiter besteht aus Kollegen, die von diversen Leiharbeitsfirmen "geleast"wurden. Gegenüber den fest eingestellten Werksangehörigen verdienen diese Leiharbeiter einen dicken Batzen Geld weniger. Wenn ich mir aber anschaue, was einige von diesen Typen mit ihrer sauer verdienten Kohle anstellen, dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Neulich wurde ich Zeuge eines Gesprächs, in dem sich zwei geliehene Mitarbeiter bitterböse über ihre finanzielle Situation beschwerten. Das Geld würde überhaupt nicht ausreichen, schließlich hätten sie doch Familie, wie soll denn ein Mensch von diesen paar Kröten leben und, und, und... Der, der sich am lautesten beschwerte griff in seine Hosentasche und holte ein iPhone heraus, um mal eben seine Frau anzurufen und ihr zu sagen, dass er nach der Arbeit mit den Kollegen noch ein Bier trinken geht. Keine Ahnung was so ein iPhone kostet, aber jemand, der angeblich nicht genug verdient, der sollte sich dann auch kein so exklusives Telefon gönnen. Der andere Gesprächspartner, der natürlich ebenfalls am Existenzminimum lebt, fährt einen 5er BMW neueren Baujahrs, der sicherlich auch nicht ganz günstig in der Anschaffung und er Haltung ist.
Die Liste lässt sich fast endlos fortsetzen und ich kann nicht verstehen, warum diese Typen nicht einfach die Arschbacken zusammenkneifen und ihre Brötchen eine Portion kleiner backen. Ich überlege mir doch auch vor jeder Anschaffung, ob ich das Objekt leisten. Ich würde auch gerne ein größeres Auto fahren, 5x im Jahr irgendwo Urlaub machen und mir ständig den neusten technischen Schnickschack kaufen. Ich kann es mir aber nicht leisten, und weil ich mir solchen überflüssigen Luxus verkneife habe ich auch keinen Grund herumzujammern.
Dienstag, 8. April 2008
Ich mag keine japanischen Autos...
Mittwoch, 27. Februar 2008
Ich bin sozial isoliert...
...das wollte mir gestern wieder einer der Hardcore-Dorfbewohner einreden. Wieder einmal wurde ich auf meiner Gassirunde das Opfer eines Mitmenschen mit gesteigertem Mitteilungsbedürfnis. Manche Leute können es einfach nicht akzeptieren, dass es doch tatsächlich Menschen gibt, die sich nicht von ihnen volllabern lassen wollen. Ich habe stets die Ohrhörer meines MP3-Players eingestöpselt und erwecke auch sonst nicht den Eindruck als würde ich ein Gespräch suchen. Es gibt für mich nichts entspannenderes als nach der Arbeit 1-2 Stunden mit dem Bellman durch die Felder zu ziehen, Musik zu hören und dabei den Stress des Tages von mir abtropfen zu lassen. Eigentlich sollte selbst der Doofeste erkennen, dass so jemand wie ich nicht gerade Gesprächsbereitschaft signalisiert, aber ich habe, wie so oft, die Penetranz der Dorfbewohner unterschätzt. Gestern habe ich einen Mann erwischt, der mir gelegentlich über den Weg läuft und mit dem ich bisher noch nie ein Wort gewechselt hatte. Wir waren noch ein ganzes Stück voneinander entfernt, als er mir fuchtelnden Bewegung klarmachte, dass ich doch meine Ohrhörer herausnehmen soll. Irgendwie erschien er mir ein wenig aufgeregt, so dass ich seiner Aufforderung nachkam und mich von "Genesis: Suppers Ready"verabschiedet habe. Es kam wie es kommen musste, gleich die erste Frage war dämlich. "Gehen sie auch hier entlang, ich begleite sie ein Stück, dann können wir uns unterhaltenâ". .oO(Wo sollte ich denn sonst hingehen, der Weg führte nur in eine Richtung, und da ich nicht fliegen kann, werde ich wohl den Pfad nicht verlassen, außerdem will ich mich nicht unterhalten.) Irgendwie muss ich vergessen haben die große Leuchtreklame mit der "Bitte quatsche mich voll!"Aufforderung abzuschalten. Ich bin ein ansatzweise höflicher Mensch, deshalb habe ich darauf verzichtet ihm zu sagen, was er mich alles kann und wie stark ich an einem Gespräch mit ihm interessiert bin. Die ersten Kommentare von ihm habe ich noch mit einem desinteressierten Brummen beantwortet, aber dann begann das unvermeidliche Verhör. "Ich sehe sie immer nur mit ihrem Hund spazieren gehen, sind sie denn in keinem Verein?â". Aua, das zeugt von großem Talent, er hat bereits nach 2 Minuten meinen wunden Punkt getroffen und mich auf eines meiner Lieblingsreizthemen angesprochen. Ich hasse Vereinsmeierei, bin in keinem Verein, werde keinem beitreten und unterstütze auch keinen. Noch überragte meine Höflichkeit und ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich keine Vereine mag und auch keinerlei Mitgliedschaft anstrebe. Hätte ich doch meine Klappe gehalten, denn diese Anwort provozierte einen Monolog von mehreren Minuten, der mir all die Vorzüge des Vereinslebens in den schillernsten Farben schilderte und alle Menschen, die kein Mitglied in irgendeiner Vereinigung sind, mit dem einzigen Bewohner einer einsamen Insel gleichstellten. Ich würde niemals die wichtigen Leute kennen lernen, es würde mir schwerfallen in der Dorfgemeinschaft aufgenommen zu werden und stets der "Zugezogene"bleiben. Mein Gesprächspartner veränderte in diesem Moment seine Rangstufe auf meiner persönlichen Liste der zufälligen Bekanntschaften. Er machte einen Sprung von "seltsamer Mensch auf gleichem Planeten"auf "Labernder Nervbert ohne Mute-Tasteâ". Ich setzte einen betroffenen Gesichtsausdruck auf und beging einen Kardinalsfehler indem ich den Satz "Ach, ist das so?"sagte. Wie konnte ich nur so blöd sein und sein Geschwätz auch noch hinterfragen? Er hatte den Satz völlig falsch verstanden und glaubte darin einen Hilferuf von mir zu erkennen. In einem Anfall mitbürgerlicher Fürsorge zählte er mir all seine Vereinsmitgliedschaften auf und bot mir mehrfach an mich mitzunehmen, damit ich mich selbst von den Vorzügen der Zugehörigkeit überzeugen kann. Dieser Mann hatte wirklich eine Vollklatsche, es gibt keinen Verein, keine Interessengemeinschaft und keine sonstige Vereinigung, in der er nicht Mitglied ist. Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, aber er ist Mitglied im Radfahrverein, bei der SPD, im Männerchor, im Kegelverein, bei den Hundefreunden, im Jazzclub und im Kerweverein. Danach folgte eine Aufzählung der (seiner Meinung nach) wichtigen Menschen, die ebenfalls in diesen Vereinen Mitglied sind. Ich habe mir verkniffen zu fragen, welchen Vorteil es ihm bringt, wenn er im gleichen Chor wie sein Zahnarzt singt oder wo sein Benefit in der Bekanntschaft des Friedhofgärtners liegt. Es folgte eine ausführliche Beschreibung der letzten Radtour, bei der Monika, das ist die Frau des Kassenwarts, solche Probleme mit dem Magen hatte und sie ständig hinter den Baum musste. Ständig unterlegte er seine Geschichte mit der Frage "Sie verstehen was ich meine?â". Irgendwann ist mir dann der Kragen geplatzt und ich musste dem Herrn mitteilen, dass es mir völlig egal ist wie viele Bäume Monika auf der letzten Radtour verschissen hat und dass ich mir im Moment nichts sehnlicher wünschen würde als auf eine einsame Insel verbannt zu werden. Das hat den Vogel überhaupt nicht interessiert – im Gegenteil, er hat mir auch noch die Lieder aufgezählt, die beim nächsten Auftritt des Männerchors neu im Programm sind. Hätte ich einen Revolver besessen, ich hätte ihn erschossen. Irgendwann sind wir dann an eine Kreuzung gekommen und ich habe ihn gefragt welchen Weg er nehmen würde. Darauf hat er mich gefragt welchen denn ich gehen werde und ich konnte nicht anders als zu antworten "Ganz egal, hauptsache er führt in eine andere Richtung als ihrer.â" Da war ich ihn los und seinem Gesichtsausdruck zu urteilen werden wir uns niemals wieder unterhalten und mein Ruf wird beim Gesangsverein, beim Radfahrerverein, bei der SPD und bei einigen weiteren Dorfvereinigungen im komplett im Arsch sein. Ein Umstand, mit dem ich leben kann, außerdem werde ich heute Mittag an der Kreuzung einen Strauß Blumen ablegen.
Dienstag, 19. Februar 2008
Ist es so schwer...
- den Satz "Neukunden bitte Vorkasse verwenden"zu verstehen?
- morgens um 5:30 Uhr schneller als 25 KmH in der Ortschaft zu fahren?
- mal für 5 Minuten die Klappe zu halten?
- an mir vorbei zugehen ohne mich anzulabern?
- beim Kaugummi kauen den Mund geschlossen zu halten?
- in der Warteschlange 20cm Abstand zum Vordermann zu halten?
- seinen schwäbischen Dialekt ein wenig zu unterdrücken, wenn Nichtschwaben am Gespräch teilnehmen?
- zu akzeptieren, dass jemand, der 15 Jahre jünger als man selbst ist trotzdem Ahnung von etwas haben kann?
- zu verstehen, dass Praktikanten niemals den letzten Kaffee aus der Kanne nehmen dürfen?
- pünktlich zu einem Termin zu erscheinen?
- auf der Toilette nicht zu rauchen?
- keine animierten .gif-Grafiken in einer Geschäftsmail zu verwenden?
- die Lautstärke seines Klingeltons unterhalb dem Niveau einer Luftschutzsirene zu halten?
- einen Satz mit weniger als 25 Fremdwörter zu sprechen?
- in den 30 Minuten Mittagspause keine Geschäftsgespräche am Kantinentisch zu führen?
- auf ein Lachsbrötchen zum Frühstück zu verzichten, wenn man den ganzen Tag Termine hat?
- bei der Arbeit nicht zu pfeifen?
Mittwoch, 13. Februar 2008
Religionsfreies Leben...
...ist in Deutschland nicht möglich. Als ich neulich durch meine Stammblogs gesurft bin, hat mich ein Link auf eine Seite einer (jungen?) Dame verschlagen, die sich in ihrem Blog sehr offensive Glaubensbekenntnisse abgibt. Normalerweise gehen mir solche Leute sonst wo vorbei, ich bin tolerant genug, um jedem seinen Glauben zu lassen. Wenn man mich mit Religion in Ruhe läßt, dann lasse ich die Leute auch in Ruhe. Gleich der erste Beitrag drehte sich um Enthaltung während der Fastenzeit und war so voller haarsträubender widersprüchlichkeiten, so dass ich mir einen Kommentar in dem Blog, der mich auf diese Seite geführt hat, nicht verkneifen konnte. Der Beitrag enthielt einige Seitenhiebe und sollte die Leser unterschwellig zum Mitmachen animieren, schließlich sei dies doch ein sehr starkes Glaubensbekenntnis. Ich selbst bin ein Vertreter des Agnostizismus, bzw. des Ignostizismus und kann mit solchen Aktionen und Aussagen überhaupt nichts anfangen - ich verstehe sie noch nicht einmal. Für mich ist "Russels Teekanne" die beste Erklärung für die Entstehung von Religionen und dem Lügen- und Machtkonstrukt, das nötig ist, um einen Glauben am Leben zu erhalten. Von Zeit zu Zeit pralle ich mit solchen Ultrafrommen aneinander und meistens versuchen sie mich von ihrem Glauben zu überzeugen. Sämtliche Fragen werden mit Floskeln wie "Wie Wege des Herrn sind unergründlich", "Die Wunder des Herrn sind zahlreich und allgegenwärtig" und "Mein Glauben gibt mir Kraft" beantwortet. Nur die letzte Aussage hat bei mir eine Gültigkeit, denn wenn sich jemand durch seinen Glauben besser fühlt, dann hat dieser seinen Zweck erfüllt. Alle anderen Aussagen sind nur der Beweis dafür, dass solche Menschen hilflos sind, wenn es darum geht Dinge zu akzeptieren, die sie nicht erklären können. Krankheiten werden als Glaubensprüfung deklariert, der Tod als Erlösung dargestellt und eine Genesung wird als Wunder bezeichnet. So was ist eine Ohrfeige für die moderne Wissenschaft, es gibt keine Wunder, es gibt nur Forschung. Nächstenliebe, Opfer- und Hilfsbereitschaft werden als christliche Eigenschaft dargestellt und im Umkehrschluss werden Nicht-Christen als Egoisten bezeichnet. Ich brauche keinen Gott und keine Kirche um mich gesellschaftlich zu integrieren und um meinem Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Ich muss mich nicht veralteten Moralvorstellungen hingeben, die mir von einer Gruppe alter Männer auferlegt wird.
Die Betreiberin dieses Blog gehört zu der Sorte Mensch, mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann und denen ich aus dem Weg gehe. Ich habe bereits nach dem ersten Eintrag beschlossen, dass ich diese Seite nie wieder aufrufen werde und meine Meinung in dem verweisenden Blog hinterlassen. Gut, mein Kommentar enthielt die Worte "kotzen"und "Mistâ", aber dies bezog sich ausschließlich auf den Inhalt und war nicht im Mindesten beleidigend. Huch, was hat sich die fromme Dame vielleicht aufgeregt, sie müsse sich nicht beleidigen lassen, sie wäre offen für Diskussionen und überhaupt ist mein Beitrag eine riesige Frechheit. Ich wollte überhaupt nicht diskutieren – selbst wenn sie der letzte Mensch auf Erden wäre, dann würde ich mit ihr keine Diskussion anfangen. Solche Leute leiden unter Realitätsverlust und verstecken sich hinter ihrem Glauben und meinen dennoch, dass sie so etwas wie Weltoffenheit besitzen. Sie hat den Urbeitrag gelöscht und stellt damit eindrucksvoll unter Beweis, dass ihre Behauptung eine Falschaussage ist. Ich habe auch etwas gelernt, wenn ich mal wieder auf so ein Blog stoße, dann kotze ich still vor mich hin und halte meine Klappe.
Die Betreiberin dieses Blog gehört zu der Sorte Mensch, mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann und denen ich aus dem Weg gehe. Ich habe bereits nach dem ersten Eintrag beschlossen, dass ich diese Seite nie wieder aufrufen werde und meine Meinung in dem verweisenden Blog hinterlassen. Gut, mein Kommentar enthielt die Worte "kotzen"und "Mistâ", aber dies bezog sich ausschließlich auf den Inhalt und war nicht im Mindesten beleidigend. Huch, was hat sich die fromme Dame vielleicht aufgeregt, sie müsse sich nicht beleidigen lassen, sie wäre offen für Diskussionen und überhaupt ist mein Beitrag eine riesige Frechheit. Ich wollte überhaupt nicht diskutieren – selbst wenn sie der letzte Mensch auf Erden wäre, dann würde ich mit ihr keine Diskussion anfangen. Solche Leute leiden unter Realitätsverlust und verstecken sich hinter ihrem Glauben und meinen dennoch, dass sie so etwas wie Weltoffenheit besitzen. Sie hat den Urbeitrag gelöscht und stellt damit eindrucksvoll unter Beweis, dass ihre Behauptung eine Falschaussage ist. Ich habe auch etwas gelernt, wenn ich mal wieder auf so ein Blog stoße, dann kotze ich still vor mich hin und halte meine Klappe.
Freitag, 1. Februar 2008
Oktroyiertes Halli-Galli...
....herrscht zur Zeit wieder in Deutschland. Früher war ich auch auf diversen Fastnachtsveranstaltungen, aber mit den Jahren habe ich daran komplett die Lust verloren. Wir wundern uns ständig warum wir im Ausland als verknöchert und humorlos angesehen werden, wenn wir ein spezielles Datum benötigen, an dem wir den "Fröhlich"-Schalter umlegen. Ich kann mich noch gut an einige Personen erinnern, die 350 Tage im Jahr das größte Arschloch waren, während sie sich an Fastnacht als reine Spaßfabriken ausgaben. Pure Heuchelei, was soll ich denn von solchen Menschen halten. Was soll ich überhaupt von Menschen halten, die einen bestimmten Termin benötigen, um gut gelaunt zu sein? Das sind doch alles arme Schweine, die ihren Humor unterdrücken und sich selbst etwas vormachen. Noch schlimmer sind die Prunksitzungen, die ewig im gleichen Stil ablaufen und eine Art der Unterhaltung bieten, die bestensfalls für geistig minderbemittelte taugt. Alte Säcke sabbern das Funkenmariechen an und lachen sich das Höschen feucht, wenn ein dämlich gekleidetet Büttenredner einen uralten Kalauer karnevalsrhetorisch aufkocht. Ein schlechter Witz wird durch eine veränderte Betonung auch nicht zum Schenkelklopfer. Noch schlimmer ist das unvermeidbare Männerballett, bei dem sich fette, haarige Männer in ein viel zu kleines und lächerliches Kostüm zwängen, um einen halbepileptischen Tanz aufführen. Das ist nicht komisch - das ist grotesk. Außerhalb der Fastnachtszeit würde man solche Typen einfangen, sie einsperren und anschließend den Schlüssel wegwerfen. Fastnacht ist für mich ein Ereignis, das einem gut organisierten Massenbesäufnis gleichkommt und nichts mehr mit seinen Ursprüngen gemein hat. Soll sich jeder amüsieren, wie er es für richtig hält, aber ich habe keine Lust mehr gegen Leute zu argumentieren, die Fastnachtsmuffel für humorlos und steif halten. Der Tag, an dem mir das Datum meine Laune vorschreibt, ist für mich noch nicht gekommen.
Donnerstag, 31. Januar 2008
Viel Nichts um Lärm...
...fand gestern Abend im Gemeindehaus in L. statt. In unserem Dorf soll eine Lärmschutzmauer errichtet werden, die den älteren Ortsteil von dem Lärm, der von der Bahnstrecke ausgeht, abschirmt. Die Informationsveranstaltung, die von einem unabhängigen Ingenierbüro durchgeführt wurde, war für 19 Uhr angesetzt. Als wir um 18:59 uhr im Gemeindehaus ankamen, war die Präsentation bereits im Gange, so dass wir nur noch Plätze in der letzten Reihe bekamen. Als erstes habe ich erfahren, dass die Lärmschutzwand bereits beschlosse Sache ist und jetzt nur noch geklärt werden muß wie hoch das Teil werden soll. In dem Raum herrschte keinerlei Disziplin, jeder brüllte seine Argumente ungefragt in die Menge, die schienennahen Anwohner wollten alle einen Lärmschutz haben, waren aber nicht bereit irgendwelche Kompromisse einzugehen. Man muß sich eben entscheiden, ob man einen vollsonnigen Garten oder ein lärmgeschütztes Grundstück haben möchte. Ein Kasper regte sich darüber auf, dass es durch die Errichtung der Wand zu erhöhtem Baulärm kommen wird, der ihm die Nachtruhe raubt. Selbst die Tatsache, dass dies nur ca. 3 Wochen dauern würde und er danach für die nächsten Jahre wesentlich mehr Ruhe hat als bisher, konnten den Typen kaum beruhigen. Wie doof kann man eigentlich sein? Ich glaube kaum, dass es schnell zu einer einvernehmlichen Lösung kommen wird, wahrscheinlich wird die Lärmschutzwand so lange diskutiert bis die Bahn die Lust verliert. Mir kann es eigentlich egal sein, denn mein Haus steht weit genug von der Bahnlinie entfernt - mehr als ein samftes Rauschen kommt bei uns nicht an. Ich kann nur die armen Anwohner bedauern, die sich ihr Ruhebedürfnis an die Backe klatschen können, weil sein Nachbar seine Tulpen lieber in der Sonne betrachtet.
Freitag, 25. Januar 2008
An diverse Wunderlichkeiten...
...die das tägliche Dorfleben so hervorbringt, habe ich mich immer noch nicht gewöhnt. Wenn man von einer 40.000 Einwohner Stadt in ein 6.000 Seelen Kaff zieht, dann ist es völlig klar, dass dies einige Veränderungen mit sich bringt. Ich hatte vermutet, dass es nicht so einfach ist in die Dorfgemeinschaft integriert zu werden, denn "Reingeplagte" werden immer mit Argwohn betrachtet und vorerst auf Abstand gehalten. Falsch gedacht, die "Ureinwohner" von L. haben zwei stark ausgeprägte Eigenschaften, sie sind sehr höflich, aber auch sehr neugierig. Eine dumme Konstellation, denn beides passt nicht so recht zusammen. Wie will man über den neuen Bürger etwas herausfinden, wenn einem die Höflichkeit verbietet diesen bis auf die Knochen auszufragen. Genau, man lässt sich etwas einfallen, um die gewünschten Informationen aus der Person herauszulocken. Als Hundebesitzer hat man einen riesen Vorteil, die Leute haben sofort ein Thema, mit dem sie ein Gespräch beginnen können. Nach den anfänglichen Komplimenten über Größe und Aussehen des Hundes geht es dann sofort in die Vollen. Die Universalmethode scheint hier die Thesenwiderlegung zu sein, die jeder, der auch nur halbwegs rhetorisch bewandert ist, sofort durchschaut. Besonders die "Dorftratsche" schreckt vor keiner Unterstellung zurück, um an das gewünschte Ergebnis zu kommen. Ein großes Mysterium ist mein Beruf, um mir diesen zu entlocken wurde vor Kurzem behauptet, dass ich ein Arzt sei - man wisse allerdings noch nicht, ob ich in einem Krankenhaus angestellt wäre oder eine eigene Praxis besitze. Ich finde das goldig, und solange mir keiner auf der Straße sein Furunkel zeigt, werde ich einen Teufel tun, um diese Behauptung zu widerlegen. Ich mache mir einen Sport daraus mit zweideutigen Antworten und Aussagen für noch mehr Verwirrung zu sorgen, so dass sie Dame nach dem Gespräch genauso viel weiß wie davor. Eine weitere Tatik ist das Hoffen auf Informationsaustausch. Ungefragt bekommt man das halbe Leben des Anderen erzählt, in der Hoffung, dass der Gesprächspartner darauf einsteigt und ebenfalls etwas über sich preis gibt. Ich setze dann einen interessierten Gesichtsausdruck auf und lasse sie reden, wenn das Gespräch stockt, dann stelle ich eine Zwischenfrage und kurbele damit den Redefluß wieder an. Irgendwann stehen wir dann vor meiner Haustür und die Tratsche hat rein gar nichts über mich erfahren, weil sie die ganze Zeit nur über sich selbst geredet hat. Immerhin weiß ich jetzt, dass sie vier Töchter hat, eine davon in meiner Nachbarschaft wohnt, ihr Hund eine dumme Nuss ist und dass sie als Reinigungskraft in der Chemiefabrik am Ortsausgang wohnt.
Ebenso erfolglos ist die "Vonhintendurchdiebrustinsauge"-Methode, durch gezielte Komplimente wird versucht das Gespräch in eine bestimmte Richtung zu lenken, um an Informationen zu kommen. Klappt auch nicht, denn nichts ist leichter als so ein Gespräch in eine Einbahnstraße zu verwandeln, es reicht aus die Komlimente zu bestätigen. "Sie haben aber ein schönes Auto, das war bestimmt sehr teuer. Aber sie verdienen sicherlich gut und können es sich leisten". "Ja, das Auto gefällt mir auch sehr gut, ich leiste mr das gerne". Wieder hat die Dame nichts erfahren, was sie nicht schon längst wußte. Hätte die Tratsche einen durchsichtigen Kopf, dann können man sehen, wie die Zahnräder heißlaufen...
Samstag, 29. Dezember 2007
Ich bin dann mal wech...
...und zwar für die nächsten 6 Tage. Ich wünsche allen Bloglesern einen guten Start ins neue Jahr. Mögen sich all eure Vorhaben umsetzen lassen und wenn euch das nicht gelingt, dann gebt bloß nicht mir die Schuld...

Viele Menschen schauen zu den höchsten Gipfeln
auf und wollen sie erreichen. Doch viele stolpern schon über die
kleinen Steine am Fuße des Berges.
© Frank Dommenz, (*1961), Malermeister und Illustrator
Dienstag, 25. Dezember 2007
Jahresrückblick 2007 (der Erste)
Januar:
Jetzt ist er weg, der Stoiber. Der letzte Verfechter des freistaatlichen Liberalismus wurde ausgerechnet von einer Frau gestürzt. Eine Frau, die sich kurze Zeit später selbst aus- und abgezogen hat. Die Einen gehen, die Anderen kommen. Bulgarien und Rümänien treten der EU bei – hat das überhaupt jemand bemerkt? Wahrscheinlich nicht, denn Kyrill hat Europa den Marsch geblasen und Peter Harz wurde gerichtlich vom Winde verweht.
Februar:
Deutschland im Auf und Ab der Gefühle. Die Handballnationalmannschaft wird überraschend Weltmeister und "Das Leben der Anderen"gewinnt einen Oscar. Wen juckt es da schon, wenn sich Britney eine Glatze rasiert und der Weltklimabericht einem den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Jan Ullrich tritt zurück und Anne Nicole Smith tritt ab. Drogen waren wohl bei Beiden im Spiel.
März:
Die Rente mit 67 kommt, aber keiner glaubt so recht daran. Dabei gibt es doch genug Beispiele für Bereiche, in denen ältere Arbeitnehmer eingesetzt werden. Man muss sich nur mal die FIFA, das IOC oder die Kirche anschauen – lauter alte Säcke, den Jügeren sagen wo es lang geht. Wenn das kein Grund zum feiern ist - das dachte sich wohl auch ein Schüler aus Berlin und soff sich zu Tode. Auf einmal stellen wieder alle fest, dass Alkohol eine gefährliche Droge ist.
Knut geht mir auf den Sack.
April:
In Amerika erschießt ein Schüler bei einem Amoklauf 32 Menschen, was die Amerikaner endlich dazu bringt über ihre Waffengesetzt nachzudenken – mehr aber auch nicht. Schade eigentlich!
Frankreich hat einen neuen Präsidenten, von dem wir in den nächsten Monaten noch mehr hören werden, irgendwie erinnert er mich an Napoleon. Zumindest die Größe stimmt.
Knut geht mir auf den Sack.
Mai:
Der Mai war der Monat der Gewinner. Paris Hilton gewinnt einen Knastaufenthalt, Cerberus gewinnt Chysler, der VFB Stuttgart die gewinnt Deutsche Fußballmeisterschaft und Serbien bekommt den Eurovision Song Contest gewonnen. Deutschland verliert allerdings rund 500.000 Arbeitslose und schafft es die Zahl der Erwerbslosen auf 4.000.000 zu senken. Maddie verschwindet und Christian Klar bleibt dort wo er hingehört – im Gefängnis. Hoffentlich wirft einer den Schlüssel weg.
Knut geht mir auf den Sack.
Juni:
Die Links-Partei wird gegründet und dient als Auffangbecken für all die, die aus vielen Jahren gescheiterten Sozialismus nichts gelernt haben. Marco wandert in einen türkischen Knast und in Krümmel und Brunsbüttel hatten wir ein paar kleine und unbedeutende Störfälle. Wen interessiert es schon, wenn die Fische 3 Augen haben?
Knut geht mir auf den Sack.
Juli:
Maßlosigkeit und Machtgeilheit bekommt einen neuen Namen: GDL. Es beginnt ein Hickhack, das bis zum heutigen Tag andauert und 2007 kein Ende finden wird. Live Earth soll auf das Weltklima aufmerksam machen und kostet Weltweit mehr als für den Umweltschutz ausgegeben wird. England säuft ab und Griechenland verbrennt, da können auch Rockkonzerte nichts daran ändern. Ändern können wir auch nichts an der Tour de France, die anabol steroid durch die französische Landschaft radelt. Dieses Jahr werden so viele Sportler des Dopings überführt, dass man sich nicht sicher ist, ob es überhaupt noch jemand bis zum Zieleinlauf schafft.
Knut geht mir auf den Sack.
August:
Das Ausland hat es vorgemacht und Deutschland beginnt es langsam zu begreifen – sehr langsam. In den ersten Bundesländern wird ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und in Kneipen und Restaurants eingeführt. Die Raucher schreien auf und fühlen sich unterdrückt und in ihrer Freiheit eingeschänkt. Rauchen ist der Normalzustand und wie soll ein Nichtraucher sein Essen genießen, wenn er nicht von allen Seiten mit Zigarettenrauch eingenebelt wird. Fürchterlich, in Deutschland beginnt das große Kneipensterben, in BW, N und MV gibt es fast keine Restaurants mehr – oder etwa doch..?
Der Immobilienmarkt in den USA bricht zusammen und stellt eindrucksvoll zur Schau, dass man einen Luftballon nicht endlos aufblasen kann. Irgendwann platzt er und die Fetzen fliegen sehr weit.
Knut geht mir auf den Sack.
September:
Deutschland triumphiert erneut, die Mädels gewinnen die Fußball-WM ohne auch nur ein Gegentor zu kassieren. Hoffentlich waren sie nicht gedopt, sonst müssen sie nächstes Jahr Fahrrad fahren. In Birma demonstieren die Mönche gegen das Militärregime und die Welt stellt fest, dass es dieses Land überhaupt gibt. Im Sauerland werden zwei Terrorverdächtige festgenommen und der Dalai Lama kömmt nach Deutschland. Das Polizeieinsatz ist bei beiden Ereignissen ungefähr gleich groß. Pavarotti singt nicht mehr.
Knut geht mir etwas weniger auf den Sack.
Oktober:
Ein langweiliger Monat. Die GDL will immer noch mehr Geld, Porsche will VW und Beck will mehr Macht. Zumindest Porsche hatte Glück. Zwei Nobelpreise kommen nach Deutschland und auch der in Afganistan entführte Bauingenieur wird freigelassen.
Knut geht mir kaum noch auf den Sack.
November:
Schon wieder ein Amoklauf, dieses mal in Finnland. Bei Siemens gerät der Schmiergeldskandal aus dem Ruder, über eine Milliarde Euro wurde für den Erhalt diverser Aufträge gezahlt, kein Wunder, dass dafür tausende Arbeitnehmer entlassen wurden, irgendwoher muss das Geld schließlich kommen. Die Deutschen sind Münterfering los, dafür bekommen die Dresdner endlich ihre Waldschloßbrücke.
Für Knut interessiert sich keine Sau mehr.
Dezember:
Marco kommt aus dem türkischen Knast frei und die Türken sind sogar froh, dass sie ihn los sind. Loswerden würden wir auch gerne die beiden Schläger, die einen Rentner beinahe zu Tode geprügelt haben. Die GDL und die Bahn schlagen sich immer noch die Köppe ein und die Sympathien liegen inzwischen eindeutig bei der Bahn. Die Sachsen LB wird gerettet, während für die Kinder aus Darry und Lütjenburg jede Rettung zu spät kommt. Die 45 Millionen Euro habe ich im Lotto auch nicht gewonnen und wer war nochmal Knut?
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